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ERF Plus - Anstoß Sorgen


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Gedanken von Oliver Jeske über die Bibelstelle Klagelieder 3,19-22

Sorgen habe eine unangenehme Eigenschaft: Man kann sich so richtig in ihnen einkreiseln. Auch der Autor der biblischen Klagelieder kennt das:

„Der Gedanke an meine Not und Verlassenheit macht mich bitter und vergiftet mein Leben. Trotzdem muss ich daran denken, und das wühlt mich bis ins Innerste auf.“ (Klagelieder 3,19-20 - BasisBibel)

Der Schreiber dieser Zeilen hatte tatsächlich allen Grund zur Sorge. Das Südreich Juda war Geschichte. Der letzte territoriale Überrest des ehemaligen Königreichs Israel ist von den Feinden erobert. Der Tempel in Jerusalem gleicht nur noch einem Trümmerhaufen.

Hoffnung auf eine positive Zukunft? Fehlanzeige!

Und dennoch bleibt der Dichter dieses Klageliedes nicht beim Lecken der eigenen Wunden stehen. Er schreibt:

„Deshalb will ich in mich gehen und meine Hoffnung auf den HERRN setzen: Ja, seine Güte hört nicht auf. Sein Erbarmen hat noch lange kein Ende.“ (Verse 21-22)

Das Vertrauen auf Gottes unwandelbare Güte und sein Erbarmen ist mehr als nur ein Glaubenssatz. Es trägt in den Krisen meines Lebens. Auch wenn ich keine Zukunftsperspektive mehr erkennen kann, hilft es, dass die Sorgen nicht das alles Bestimmende bleiben – denn Gott hat eine Zukunft für mich.

Bibellesen unter bibleserver.com

Autor: Oliver Jeske

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