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Weniger Süßes, mehr Sport, das Rauchen aufgeben: Ein Vorsatz fürs neue Jahr gehört für viele zu Silvester wie die Raketen und das Glas Sekt. Und doch sind selbst die besten Vorsätze wenig später vergessen oder bereits gebrochen. Sollte man sie besser ganz sein lassen?
Wohl kaum, schon gar nicht als Christ. Die Bibel fordert mich an vielen Stellen auf, mein Herz zu prüfen, mich zu hinterfragen, das Schlechte hinter mir zu lassen und Neues in Angriff zu nehmen. Doch mit profanen Vorsätzen wie „weniger Süßes essen“ kratze ich nur an der Fassade meines Lebens. Was wirklich dauerhaft Veränderung bewirken kann, ist meine Beziehung zu Gott. Sie ist das Fundament meines Lebens, das sich auf allen Ebenen auswirkt. Warum also nicht einmal hier anfangen, sich Vorsätze zu setzen? Die Zeit zwischen den Jahren ist dafür ideal.
Was wirklich dauerhaft Veränderung bewirken kann, ist meine Beziehung zu Gott. Sie ist das Fundament meines Lebens, das sich auf allen Ebenen auswirkt.
Bevor es losgeht
Manch ehemaliger Raucher berichtet, dass er von jetzt auf gleich aufhörte zu rauchen. Es machte „Klick“ und damit war für immer Schluss. Leider funktioniert diese Ad hoc-Methode bei geistlichen Dingen eher weniger. Was ich mir wenige Minuten vor dem nächsten Jahr zwischen Sekt, Raclette und Feuerwerk vornehme, ist schnell wieder vergessen. Wünsche ich mir ernsthaft Veränderung, sollte ich mir vorher Zeit zum Nachdenken nehmen. Zum Beispiel einen ruhigen Abend auf der Couch, ohne Trubel um mich herum, ohne Termindruck. Am besten mit Zettel und Stift. Ein kurzes Gebet kann mir zudem helfen, zur Ruhe zu kommen:
Gott, bitte zeig mir, wo ich Veränderung brauche. Was wünschst du dir für mein neues Jahr?
3 Schritte zum neuen Vorsatz
Egal in welchem Bereich ich mich verändern will, drei Fragen helfen mir, Schritt für Schritt vorzugehen:
Wie war es bisher?
Was wünsche ich mir für die Zukunft?
Wie setze ich das konkret in meinem Alltag um?
Auf diese Weise hinterfrage ich verschiedene Bereiche meines geistlichen Lebens: meine persönliche Beziehung zu Gott, meinen Bezug zu meiner Gemeinde oder den Kontakt zu Menschen außerhalb meiner frommen Suppe.
Herausfinden, wo es hakt
Bevor es an die eigentlichen Vorsätze geht, lasse ich das letzte Jahr Revue passieren. Wichtig dabei ist, dass ich ehrlich zu mir selbst bin und mich frage, warum etwas nicht so gelaufen ist wie gewünscht. Wenn ich abnehmen möchte, hilft mir die aktuelle Brigitte-Diät allein nicht weiter. Viel wichtiger ist es genau hinzusehen, wo meine Schwächen liegen. Esse ich immer dann, wenn ich gefrustet bin? Dann muss hier die Lösung ansetzen. Genauso ist es bei geistlichen Dingen:
Änderungen kann ich nur vornehmen, wenn ich mein eigenes Verhalten reflektiere und herausfinde, warum etwas klappt oder nicht.
Mein geistliches Leben auf dem Prüfstand
Ein Beispiel: Ich habe das Gefühl, die Beziehung zu Gott plätschert nur noch vor sich hin. Sie ist nicht mehr feurig und lebendig wie früher. Dann frage ich mich: Wie habe ich die Beziehung zu Gott im letzten Jahr erlebt? In welchen Situationen habe ich Gott ganz nah gespürt und wo schien er völlig fern zu sein? Welche Ursachen hatte das? Wenn mir die Baustellen meiner Beziehung klar werden, kann ich überlegen, wo und wie genau ich anfangen möchte.
Vielleicht ist es das Gebet, das ich vernachlässige. Dann könnte ich mir einen konkreten Zeitpunkt vornehmen, an dem ich täglich mit Gott rede. Ein Vorsatz könnte lauten: Ab nächstem Jahr nutze ich jede Hin- und Rückfahrt zur Arbeit, um …