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Ethik Digital | Nadine Hammele über Künstliche Intelligenz im Film
Sie ist Expertin für Storytelling und hat untersucht, wie Künstliche Intelligenz Kinofilme prägt: Nadine Hammele erklärt im Podcast "Ethik Digital", warum wir manchen Geschichten besonders gerne folgen.
Die untersuchten Filme über künstliche Intelligenz waren allesamt nahbare Zukunftsentwürfe, also unserer Welt sehr ähnlich. Aus diesen kann man drei Kategorien anhand der narrativen Struktur ableiten: Dazu zählen das Bedrohungsnarrativ, wie eben schon geschildert, und das Befreiungsnarrativ.
https://www.sonntagsblatt.de/podcast-ethik-digital-nadine-hammele-ueber-kuenstliche-intelligenz-kinofilmen
Dirk Helbing über digitale Ethik und Menschenrechte
Dirk Helbing ist Physiker und Soziologe – eine ungewöhnliche Kombination. Früher forschte er zu Verkehrsströmen und Massenpaniken, heute interessiert ihn die digitale Transformation der Gesellschaft. Seit 2007 lehrt Helbing an der ETH Zürich als Professor für Computational Social Science (computergestützte Sozialwissenschaft) und ist unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Er forscht vor allem zu digitaler Demokratie, einem sozioökologischen Finanzsystem und neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, mit denen sich die komplexen Zusammenhänge der Welt verstehen und steuern lassen. Helbing warnte bereits 2015 vor ungesteuerter Digitalisierung. Im Podcast "Ethik Digital" spricht er mit Christine Ulrich über digitale Risiken aus politischer und ethischer Perspektive.
https://www.sonntagsblatt.de/digitaleethik
Philosoph Thomas Metzinger: Bewusstsein und Digitalisierung
Thomas Metzinger ist emeritierter Professor für theoretische Philosophie, bis 2022 lehrte er an der Universität Mainz. Er arbeitet hauptsächlich zur Philosophie des Geistes und sucht dabei stark den Austausch mit den Neuro- und Kognitionswissenschaften. 2018 wurde er in die Hochrangige Expertengruppe für künstliche Intelligenz der Europäischen Kommission berufen. 2009 veröffentlichte er den Bestseller „Der Ego-Tunnel“, kürzlich erschien sein Buch „Bewusstseinskultur – Spiritualität, intellektuelle Redlichkeit und die planetare Krise“ (Berlin Verlag). Im Podcast „Ethik Digital“ spricht er mit Christine Ulrich und Rieke C. Harmsen über Bewusstsein, Leiden und darüber, was die Digitalisierung mit unserem Denken und Fühlen macht.
Soziale Roboter sind Maschinen, die speziell für den Umgang mit Menschen oder Tieren geschaffen wurden. Dazu gehören Pflegeroboter oder Spielzeug-Roboter. Der Informations- und Maschinenethiker Oliver Bendel beschäftigt sich an der Fachhochschule der Nordwestschweiz mit den Chancen und Grenzen von sozialen Robotern. Im Podcast "Ethik Digital" erklärt er, warum er denkt, dass GPT-3 eine Zeitenwende für die Programmierarbeit bedeutet und warum Roboter Werkzeuge für die Menschen bleiben werden.
Peter G. Kirchschläger, Jahrgang 1977, ist Professor für Theologische Ethik und Leiter des Instituts für Sozialethik ISE an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Kirchschläger ist beratender Experte in ethischen Fragen für nationale und internationale Organisationen wie die UN, die UNESCO oder die EU und den Europarat. Wir sprechen mit ihm über Menschenrechte als ethischen Referenzrahmen für Corporate Social Responsibility.
Michael Funk ist Wissenschaftler, Essayist und Musiker. Der Professor für "Ethik der Technologien" an der Fakultät für Informatik der Universität Wien forscht im Grenzbereich zwischen Philosophie und Computer Sciences. Im Podcast "Ethik Digital" spricht er mit Chefredakteurin Rieke C. Harmsen darüber, warum er gerne Science Fiction schaut und was diese mit der Digitalisierung unserer Welt zu tun haben.
Yvonne Hofstetter, Jahrgang 1966, beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren intensiv mit dem Themenkreis Digitalisierung und Politik. Sie ist seit 1999 international in Softwareunternehmen tätig und leitet seit 2020 die Softwarefirma "21strategies", die sich auf taktische Künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Im Podcast "Ethik Digital" spricht sie mit Chefredakteurin Rieke Harmsen über den Umgang mit autonomen Waffensystemen in modernen Kriegen – und über einen neuen Standard, der es ermöglicht, Werte in die Software-Entwicklung mit zu integrieren.
Anna Mätzener ist Leiterin von AlgorithmWatch Schweiz. Die promovierte Mathematikerin beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Algorithmen auf die Gesellschaft und erstellt wissenschaftliche Studien, sie berät Organisationen und Politik, betreut Projekte und hält Vorträge und Seminare. Mit Sonntagsblatt-Chefredakteurin Rieke C. Harmsen spricht sie über ihre Motivation und die Arbeit. Auf der Ethik-Konferenz Shift 2022 will Mätzener ein Tool vorstellen, mit dem der ethisch verantwortungsvolle Einsatz algorithmischer Systeme gesteuert werden kann.
Künstliche Intelligenz findet Einzug in immer mehr Lebensbereiche. Deshalb sollten Werte wie Freiheit oder Sicherheit schon bei der Entwicklung berücksichtigt werden, fordert die Medienethikerin Jessica Heesen. Die Professorin leitet verschiedene Forschungsprojekte zu Informationstechnik und Ethik an der Universität Tübingen. Im Sonntagsblatt-Podcast erklärt sie, was es dazu braucht, eine werteorientierte Künstliche Intelligenz in Deutschland und Europa zu etablieren. Das Gespräch führten Rieke C. Harmsen und Christine Ulrich.
Wie kommt die Ethik in die Medien - und welche Veränderungen erlebt die Medienbranche durch die Technologie? Damit beschäftigt sich der Medienethiker und Sozialethiker Professor Alexander Filipovic. Ein Sonntagsblatt-Podcast von Rieke C. Harmsen und Christine Ulrich.
Professor Alexander Filipović, geboren 1975, ist Sozialethiker mit dem Schwerpunkt Medienethik, Technikethik (Digitale Ethik), Politische Ethik und Philosophischer Pragmatismus. Er war an der Hochschule für Philosophie in München und ist jetzt an der Universität Wien.
Das gesamte Interview gibt es auch als Video und Text: https://www.sonntagsblatt.de/ethikdigital
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Rückfragen und Anregungen zum Podcast bitte an Chefredakteurin Rieke C. Harmsen: [email protected]
Ausschnitt aus dem Gespräch:
Warum sollten wir Medienethik betreiben?
Filipović: Menschen haben sich immer schon Gedanken darüber gemacht, was die Veränderung von Gesellschaft, Medien und Technik mit öffentlicher Kommunikation macht oder mit der Art und Weise miteinander zu kommunizieren. Darüber wurde immer schon wertend oder normativ nachgedacht. Also im Zuge der Aufklärung zum Beispiel, aber auch im Zuge der Erfindung der Drucktechnik. Dann spielten die Dynamiken der Entwicklung im Medienbereich eine große Rolle. Die Einführung der elektronischen Medien, die in den 1920er und 1930er-Jahren kamen. Und im späten 19. Jahrhundert die Fotografie. Wir können uns kaum vorstellen, welche Veränderung der Erinnerung und der Kommunikation die Fotografie ermöglicht hat. Marshall McLuhan hat dann die technische Dimension thematisiert und philosophisch-wissenschaftlich eingebracht. Und seitdem Zeitpunkt ging das natürlich immer weiter. Jeder technische Wandel und vor allen Dingen der Wandel hin zum Internet hat dann neue normative Probleme geschaffen, die aber auch normative Probleme der Gesellschaft sind.
Sind Journalisten heute noch Gatekeeper für Informationen?
Die Funktion des Gatekeepers gibt es immer noch und sie ist immer noch bedeutsam und wichtig. Aber es vervielfältigt sich eben. Heute können auch Influencer entscheiden, was "trending topic" ist. Insofern gibt es eine Vervielfältigung von Gatekeepern.
In den guten alten Massenmedien hatten wir Zeit. Das hat sich verändert. Journalisten sind immer noch verantwortlich für Inhalte. Aber jetzt gibt es eben auch algorithmisch kuratierte News-Webseiten, die da mitspielen. Und da ist die Frage nach der Verantwortung ein bisschen komplexer.
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