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Felix Kummer und Steffen Israel sprechen erstmals über das vierte Album von Kraftklub, das am 28. September erscheint und mit eigentümlicher Gelassenheit tief in die offenkundig unverrückbaren Zustände des ostdeutschen Hinterlandes eintauchen: Es geht um Lernprozesse und Selbstkritik, Fluchtbewegungen und Lebenslügen, aber, wie immer bei dieser Band, auch um jede Menge Witz, Daseinsfreude und Partydrang. Außerdem erfährt der Hörer zahlreiche Anekdoten aus der Bandgeschichte: Warum bestimmte Songs nicht offiziell zu haben sind, was wahres Glück im Unglück bedeutet und wie man an der Proberaumtür zu geflügelten Worten kommt.
Steigende Kosten, verunsicherte Fans: In einer Konzertlandschaft, die ums Überleben kämpft, startet die Berliner Band Kadavar in Leipzig mit dem Re-Generation ein eigenes Festival als Event für ihre wachsende Fan-Familie. Können solche Konzepte aus der Krise führen? Kadavar-Chef Lupus Lindemann diskutiert in unseren neuen Folge mit dem Splash-Erfinder und Veranstalter Mirko Roßner aus Chemnitz, der Veranstaltungen wie das Kosmonaut und das Loolapalooza, aber auch Melt! oder Full Force unter seinen Fittichen hatte und hat.
(Anfangs war beim Gespräch noch Kadavar-Drummer Tiger Bartelt dabei, der jedoch leider durch einen technischen Defekt aus der Leitung flog und nicht mehr dazukommen konnte.)
Ein Theaterprogramm quasi ohne Steuergeld, aber mit großer Klappe auf die Beine stellen? Und das mit Stars wie Igor Levit, Klaus Maria Brandauer oder Olaf Schubert bis Stefanie Hertel? Auf so eine Idee kann nur ein Wessi kommen. Dass sie in Bad Elster seit 20 Jahren funktioniert, liegt dann aber doch daran, dass dieser, Floran Merz nämlich, sich längst in den Osten verliebt und einen Quasi-Einheimischen verwandelt hat. Die Geschichte dahinter? Ist skurril, anekdotenreich - und im besten Sinn auch etwas verrückt. Vor allem in ihrer Promidichte!
Das Wave-Gotik-Treffen, vor 30 Jahren in Leipzig entstanden, ist nicht nur das ungewöhnlichste Festival der Republik - sondern eigentlich gar keins. Sondern: Eben ein Treffen! Aller "Faschings"- oder "Kommerz"-Vorwürfe zum Trotz hat die weltweit wichtigste Veranstaltung der Schwarzen Szene einen eigenen Geist erhalten, bei dem ein eigentümlich gewachsenes Gemeinschaftsgefühl, Flair und Atmosphäre die Hauptrolle spielen. Warum das WGT das erste deutsch-deutsche Kulturbegegnung auf Augenhöhe war, wie tief seine Wurzeln in die Subkulturen der SED-Diktatur reichen und warum seine Oberfläche so wenig über sein Wesen verrät? Hört selbst!
Die freie Szene Sachsens, vom Rockfestival bis zum Off-Theater, vom Technoklub bis zum unabhängigen Kleinverlag, vom Maler bis zum Musiklehrer, hat nicht nur drastisch unter der Corona-Krise gelitten - sondern auch in den Jahren zuvor wesentlich mehr zur Kulturlandschaft beigetragen als Politik, Verbände und Förderstrukturen wahrhaben wollten. Anne-Cathrin Lessel ist Interessensvertreterin dieser Gruppe - sie versucht im Gespräch mit der Landespolitik, bessere Bedingungen für die Branchen auszuhandeln: Das Ziel ist kein geringeres als der Erhalt der kulturellen Vielfalt, und zwar auch abseits der urbanen Metropolen bis tief in die Provinz. Und zwar so, dass Künstler davon leben können.
Er hat mehr Follower als Sachsens Social-Media-Topstar Katja Krasavice und inspiriert mit seinen Clips hunderttausende Bike-Freaks, den Computer auszuschalten und sich selbst in den Sattel zu schwingen: Der Erzgebirger Lukas Knopf ist nicht nur einer der besten deutschen Mountainbike-Fahrer mit krassen Trick-Skills - als unterhaltsames Energiebündel im Wald und auf der Straße versteht er es auch, die Leidenschaft für seinen Sport weiterzugeben. Hier erzählt er über seinen Werdegang, die Freiheiten des Bikens, seine Lieblingsmusik und den Umgang mit Sponsoren.
Wie macht man aus dem Horrorfilm „Midsommar“, einer großen Verehrung
Er schreibt arrangiert nicht nur für Rammstein. Silbermond oder Heaven Shall Burn, sondern ist vor allem ein betörender Meister der Sinfonik und Kammermusik: Sven Helbig bekommt nicht ohne Grund 2022 den renommierten Kulturpreis der Landeshauptstadt Dresden. Fast zehn Jahre nach seinem Modern-Classical-Hit "Pocket Symphonies" legt er nun mit "Skills" ein faszinierendes Konzeptalbum über die vielschichtige Entwicklung menschlicher Fähigkeiten vor, das als sinnliche Unterhaltung ebenso funktioniert wie als tiefschichtige Anregung zur Philosophie.
Mit der Band Think About Mutation hat der Leipziger Anfang der 90er eine furiose Techno-Metal-Blaupause geschaffen, von der sich Rammstein das Grundprinzip ihres Schaffens aufschauten. Die hoch talentierte Band setzte zwar ihre Karriere spektakulär in den Sand, doch Sachsens vielleicht spektakulärster Berufsmusiker blieb am Ball und tanzt heute auf vielen Hochzeiten: Er spielte mit Krieger, Rummelsnuff oder den Freunden der italienischen Oper, und seit vielen Jahren zupft er nun die vier Saiten bei den Berliner Skurril-Rockern Knorkator. Und das ist erst die Oberfläche von Rajko Gohlkes Geschichte …
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