
Sign up to save your podcasts
Or


Jane Austen war anders als andere in ihrem Alter. Sie begann sehr früh, Geschichten zu schreiben, unterstützt durch den Vater, der Pfarrer war und der Tochter stets Zugang zu seiner Bibliothek gewährte. Eine spezielle frühe Förderung. Und schnell offenbart sich ihr erstaunliches Schreibtalent. Bereits mit 19 Jahren schreibt sie ihren ersten Roman, und bekanntlich sollten einige weitere und zudem sehr bedeutende folgen, darunter die berühmt gewordenen „Emma“ sowie „Stolz und Vorurteil“.
Die Erzählung „Evelyn“ schrieb Austen mit 17! Es ist ein Werk voller überraschender Wendungen, eine gewagte Mischung aus märchenhaftem Wunscherfüllungstraum eines Einzelnen und diversen Familien- und Beziehungsverwicklungen, die der Realisierung des Traums dann doch im Wege stehen. Ganz wichtige, Wendungen herbeiführende Erzählmomente finden merkwürdigerweise im Ankleidezimmer der Maria Webb statt. Eine beginnende Liebe und die Nachricht vom Tod der Frau finden hier ihren Ort. Warum stets im Ankleidezimmer? Alles nur Show? Kostümierung, Verkleidung statt Offenbarung der wahren Emotionen? Das ist sicher eines der Austen-Themen, das in „Evelyn“ auch zu einem Konflikt in aristokratischem Rahmen führt. Wie auch immer: Jane Austen parodiert in diesem Text durchgehend die einst in England und heute z.B. noch in Hollywood beliebte Romanze, und natürlich folgt auch die Erzählung selbst dem Prinzip des „happy endings“. – Es liest Beate Reker.
By Volker DrükeJane Austen war anders als andere in ihrem Alter. Sie begann sehr früh, Geschichten zu schreiben, unterstützt durch den Vater, der Pfarrer war und der Tochter stets Zugang zu seiner Bibliothek gewährte. Eine spezielle frühe Förderung. Und schnell offenbart sich ihr erstaunliches Schreibtalent. Bereits mit 19 Jahren schreibt sie ihren ersten Roman, und bekanntlich sollten einige weitere und zudem sehr bedeutende folgen, darunter die berühmt gewordenen „Emma“ sowie „Stolz und Vorurteil“.
Die Erzählung „Evelyn“ schrieb Austen mit 17! Es ist ein Werk voller überraschender Wendungen, eine gewagte Mischung aus märchenhaftem Wunscherfüllungstraum eines Einzelnen und diversen Familien- und Beziehungsverwicklungen, die der Realisierung des Traums dann doch im Wege stehen. Ganz wichtige, Wendungen herbeiführende Erzählmomente finden merkwürdigerweise im Ankleidezimmer der Maria Webb statt. Eine beginnende Liebe und die Nachricht vom Tod der Frau finden hier ihren Ort. Warum stets im Ankleidezimmer? Alles nur Show? Kostümierung, Verkleidung statt Offenbarung der wahren Emotionen? Das ist sicher eines der Austen-Themen, das in „Evelyn“ auch zu einem Konflikt in aristokratischem Rahmen führt. Wie auch immer: Jane Austen parodiert in diesem Text durchgehend die einst in England und heute z.B. noch in Hollywood beliebte Romanze, und natürlich folgt auch die Erzählung selbst dem Prinzip des „happy endings“. – Es liest Beate Reker.