Innovation einfach machen.

Experimentieren statt Perfektion – So entsteht eine echte Innovationskultur“


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Bianca Prommer [00:00:00]:

Wir brauchen eine Fehlerkultur. Das ist ein Satz, den ich sehr, sehr häufig in Unternehmen höre. Und ja, Fehler sind unvermeidlich, aber sie sind auch der Schlüssel zur Innovation. Studien belegen, dass Unternehmen, die eine offene Fehlerkultur leben, 30 Prozent mehr Umsatz durch Innovationen erreichen. Warum? Weil sie durch Experimente Neues schaffen und schnell lernen und damit einen höchstmöglichen Wert für Kundinnen und Kunden schaffen. Und genau deshalb gehen wir in der heutigen Folge der Frage nach, warum Fehler nicht nur erlaubt, sondern notwendig sind. Und ich gebe dir mit dem Cultural Experiment Cycle eine ganz konkrete Vorgehensweise mit, damit auch du eine Innovationskultur schaffst, wo Fehler erlaubt sind und experimentieren zum gelebten Alltag wird. Lass uns loslegen.

Bianca Prommer [00:01:02]:

Hallo und herzlich willkommen in einer neuen Folge von Innovation einfach machen. So schön, dass du auch heute wieder dabei bist in Teil 4 unserer Intrapreneurship Serie. Wir haben mittlerweile behandelt, was Intrapreneurship ist, wie Corporate Influencing hier auch helfen kann. In der letzten Folge habe ich dann auch ganz konkrete Beispiele von Intrapreneurship-Programmen in Unternehmen geteilt und heute möchte ich mit dir über Experimentieren als Erfolgsstrategie sprechen und warum Experimentieren auch wirklich ein wesentlicher Bestandteil davon ist, wenn wir sagen, wir wollen als Organisation innovativer werden. Das heißt, wir sprechen heute darüber, warum Fehler Teil des Innovationsprozesses sind und wie du effektiv experimentieren kannst. Und dazu gebe ich dir einen ganz konkreten Ansatz, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit, und zwar den Cultural Experiment Cycle. Mit diesem Zyklus sozusagen kannst du eine Kultur des Experimentierens in deinem Unternehmen etablieren und damit natürlich auch Innovation fördern. Denn ich habe schon eingangs gesagt, es gibt Studien, die belegen, dass Unternehmen, die eine offene Fehlerkultur leben, die experimentierfrei fördern, rund 30 Prozent mehr Umsatz durch Innovationen erzielen als jene, die das eben nicht machen.

Bianca Prommer [00:02:33]:

Lass uns da mal einsteigen, warum es überhaupt notwendig ist, Fehler zu machen. Und ich weiß, manche denken sich, wir können doch keine Fehler machen. Ich glaube, wichtig ist, dass wir hier unterscheiden zwischen Fehler und Fehler. Das schreibe ich auch schon in meinem Buch, Schluss mit Bullshit-Innovationen, schreibe ich schon darüber, wie wichtig es ist, diese Unterscheidung zu haben. Ich selbst komme ja aus der Automobilindustrie und da war es natürlich notwendig, dass wir eine Nullfehler-Politik hatten. Also vielleicht hast auch du in deinem Unternehmen im Qualitätsmanagement verfolgt, dir eine Nullfehler Politik in der Produktion. Und das ist absolut nachvollziehbar, weil ein Fehler, der vielleicht in der Produktion erfolgt, der in der Herstellung von Bauteilen, in der Montage von den Produkten entsteht, wirklich große Auswirkungen haben kann. Bei uns in der Automobilindustrie, da hat es dann halt auch einmal gleich zu Fehlfunktionen im Fahrzeug führen können, zu vielleicht Unfällen mit Personenschaden und das natürlich möchte man nicht.

Bianca Prommer [00:03:35]:

Und über diese Fehler spreche ich auch gar nicht. Die Fehler, die ich hier meine, wenn wir über Innovation und Fehlerkultur sprechen, sind eher Fehler im Sinne von wir probieren etwas Neues aus, ohne zu wissen, ob es funktioniert oder nicht funktioniert. Also weg von diesem Perfektionismus, es muss immer alles sofort 100% toll sein und so 100% funktionieren. Hinzu, Wir probieren etwas Neues aus, etwas zu lernen. Und das ist eine andere Art von Fehler. Und deshalb bin ich der Meinung, wir müssen da wirklich diese Differenzierung machen zwis...

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Innovation einfach machen.By Bianca Prommer