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Wer entscheidet nach der Trennung über das gemeinsame Kind? Braucht jede Kleinigkeit die Zustimmung des anderen Elternteils? Und darf ein Elternteil einfach mit dem Kind umziehen?
In dieser Folge von „Familie verfahren?“ erklärt Familienrichter Christian Bruns, wie Sorgerecht, Umgangsrecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht zusammenhängen – verständlich und anhand eines konkreten Fallbeispiels.
Sie erfahren: • Welche Alltagsentscheidungen du allein treffen darfst und wann Einigkeit erforderlich ist. • Warum ein Wechsel der Hauptbetreuung nicht automatisch das alleinige Sorgerecht voraussetzt – und was der Bundesgerichtshof dazu entschieden hat. • Worauf es bei einem Umzug mit Kind ankommt und warum die Aussage „Ohne mein Kind würde ich bleiben“ rechtlich einen Unterschied machen kann. • Wie Kinder beteiligt werden können, ohne den Elternkonflikt lösen zu müssen. • Welche Änderungen die geplante Kindschaftsrechtsreform vorsieht – und warum ein Gesetzentwurf noch kein geltendes Recht ist.
Eine Folge für Eltern in Trennung oder Scheidung, die ihre Rechte und Verantwortung besser verstehen und Entscheidungen für ihr Kind mit mehr Klarheit treffen möchten.
Folge „Familie verfahren?“ für verständliche Orientierung im Familienrecht.
Rechtsstand: Oktober 2026. Allgemeine rechtliche Informationen; keine individuelle Rechtsberatung.
Getrennt, aber noch dieselbe Wohnung: Wann beginnt das Trennungsjahr vor der Scheidung? Reichen getrennte Schlafzimmer? Und dürfen Sie weiterhin Küche und Bad benutzen oder mit den Kindern gemeinsam essen?
In dieser Folge von „Familie verfahren?“ erklärt Familienrichter Christian Bruns, worauf es bei einer Trennung unter einem Dach ankommt. Am Beispiel von Anna und David und anhand konkreter Gerichtsentscheidungen erfahren Sie, wie getrenntes Leben im Alltag aussehen kann – und welche Gewohnheiten rechtlich zum Problem werden können.
Darum geht es: • Trennungsbeginn: Warum eine klare Erklärung allein nicht genügt. • Gemeinsame Wohnung: Was bei Schlafzimmer, Bad, Küche und Wäsche wichtig ist. • Kinder und Familienalltag: Welche Gemeinsamkeiten trotz Trennung möglich bleiben. • Einzimmerwohnung: Warum die rechtliche Beurteilung besonders schwierig ist. • Nachweis der Trennung: Welche Veränderungen Sie festhalten sollten. • Scheidung ohne Zustimmung und Versöhnungsversuch: Was das für die Trennungszeit bedeutet.
Ein Fall des OLG Hamm zeigt, warum selbst ein großes Haus keine ausreichend getrennten Lebensbereiche garantiert. Außerdem: weshalb ein gemeinsamer Streamingzugang anders zu beurteilen ist als der gewohnte Serienabend zu zweit.
Für alle, die sich trennen möchten oder bereits getrennt sind und Orientierung für die nächsten Schritte suchen. Verständlich erklärt, mit praktischen Beispielen und ohne unnötige Fachsprache.
Folgen Sie „Familie verfahren?“ für verständliche Antworten zu Trennung, Scheidung und Familienrecht.
Rechtsstand: September 2026. Diese Folge bietet allgemeine rechtliche Orientierung und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.
Der Gerichtstermin beim Familiengericht ist für die meisten Menschen der einzige ihres Lebens — und die Angst davor entsteht fast immer daraus, dass niemand vorher sagt, was in diesem Saal eigentlich passiert. In dieser Folge beschreibe ich als Familienrichter den Ablauf einer Verhandlung, Verfahrensart für Verfahrensart.
Themen der Folge:
• Warum die Verhandlung nicht öffentlich ist und wer trotzdem im Saal sitzt
• Persönliches Erscheinen, Ordnungsgeld und was passiert, wenn jemand nicht kommt
• Die getrennte Anhörung — wie Sie eine Begegnung mit dem anderen vermeiden können
• Wo Anwaltszwang besteht und wo nicht
• Der Scheidungstermin: welche Fragen gestellt werden, wie lange er dauert, wann die Scheidung rechtskräftig ist
• Sorge- und Umgangsverfahren: der Termin binnen eines Monats, Jugendamt, Verfahrensbeistand, die gerichtlich gebilligte Einigung
• Die Kindesanhörung: ab welchem Alter, ohne Eltern, und was Sie Ihrem Kind vorher sagen sollten
• Unterhalt und Zugewinn: warum dieser Termin gewonnen oder verloren wird, bevor er beginnt
• Einstweilige Anordnung und Gewaltschutz
• Und zum Schluss acht Beobachtungen aus dem Sitzungssaal
Familie verfahren? ist der Podcast über das Familienrecht für Menschen in Trennung und Scheidung. Kein Fachchinesisch, keine Rechtsberatung — sondern die Einordnung, die man braucht, um die eigene Lage zu verstehen.
Trennungsunterhalt ist der Unterhalt, der zwischen Ehegatten von der Trennung bis zur Rechtskraft der Scheidung geschuldet wird. Er steht in einer einzigen Vorschrift, § 1361 BGB, und folgt anderen Regeln als der nacheheliche Unterhalt: Solange die Ehe besteht, gilt die eheliche Solidarität, nicht die Eigenverantwortung.
In dieser Folge erkläre ich, woraus der Anspruch folgt, wie er berechnet wird und an welchen Stellen üblicherweise gestritten wird — vom bereinigten Nettoeinkommen über den Wohnvorteil bis zur Verwirkung. Zwei Berechnungen führe ich vollständig durch, mit den Werten der Düsseldorfer Tabelle 2026.
Ein Hinweis vorweg: Unterhalt für die Vergangenheit gibt es nur unter engen Voraussetzungen. Wer zu lange wartet, verliert Monate endgültig.
Über kaum etwas wird nach einer Trennung so viel gestritten wie über den Kindesunterhalt. Meist nicht, weil die Rechtslage unklar wäre, sondern weil kaum jemand weiß, wie der Betrag zustande kommt.
Diese Folge geht die Rechnung Schritt für Schritt durch:
• Warum ein Elternteil betreut und der andere zahlt – und wann das nicht gilt
• Wie die Düsseldorfer Tabelle funktioniert und welche Zahl man dafür braucht
• Was vom Einkommen abgezogen werden darf, auch Schulden
• Warum das Kindergeld nur zur Hälfte angerechnet wird
• Was passiert, wenn das Geld nicht für alle reicht
• Was gilt, wenn das Kind viel Zeit bei beiden Eltern verbringt – mit der neuen Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom April 2026
• Was Eltern selbst regeln können und wo die Grenzen liegen
• Warum sich mit dem 18. Geburtstag alles ändert
• Welche Fehler am Anfang eines Verfahrens richtig teuer werden
Keine Rechtsberatung, sondern Orientierung für alle, die verstehen wollen, worüber eigentlich verhandelt wird.
Viele glauben, in der Ehe gehöre alles beiden gemeinsam. Das stimmt nicht – und dieser Irrtum führt bei Trennungen regelmäßig zu bösen Überraschungen.
In dieser Folge erkläre ich, wie das eheliche Güterrecht wirklich funktioniert: den Gedanken hinter dem Zugewinnausgleich, die Berechnung, die Stichtage, das Verfahren. Vor allem aber geht es um das, was in der Praxis den Ausschlag gibt und worüber selten gesprochen wird – den Beweis.
Denn die Rechtslage ist meist klar. Streitig sind die Zahlen: Wer hatte was bei der Hochzeit? Was war die geerbte Wohnung damals wert? Was ist das Unternehmen heute wert? An diesen Fragen scheitern Verfahren, verzögern sich um Jahre und verschlingen fünfstellige Gutachterkosten.
Ich zeige, woran das liegt – und was sich dagegen tun lässt. Vom Vermögensverzeichnis bei der Eheschließung über die richtige Bestandsaufnahme bei der Trennung bis zur Frage, wie man teure Bewertungsgutachten vermeidet oder wenigstens steuert.
Dazu: was während der Ehe wirklich gilt, das Nebengüterrecht bei Schwiegereltern-Zuwendungen, der Sonderfall des Todes – und was der Bundesgerichtshof 2025 zur Wirksamkeit von Eheverträgen entschieden hat.
Diese Folge ist keine Rechtsberatung. Für Ihre konkrete Situation wenden Sie sich an eine Anwältin oder einen Anwalt.
Wer an Adoption denkt, hat oft Bilder von Säuglingen und langen Wartelisten im Kopf. Die Praxis an den deutschen Familiengerichten sieht indessen völlig anders aus. Den rechtlichen Alltag bestimmen Stiefkinder, die in neue Familienstrukturen integriert werden sollen, sowie zunehmend Volljährige, die andere Erwachsene adoptieren.
In dieser Folge von „Familie verfahren?“ werfen wir einen genauen Blick auf den wohl stärksten Statuswechsel, den das Familienrecht kennt. Wir klären, warum das Gesetz bei der Adoption von Kindern die bisherigen Verwandtschaftsverhältnisse vollständig kappt („starke Wirkung“), während diese bei der Erwachsenenadoption grundsätzlich bestehen bleiben („schwache Wirkung“).
Dabei besprechen wir auch die aktuellen systematischen Schwachstellen des Gesetzes: Wir beleuchten die Problematik der sogenannten „Ex-Stiefkinder“, bei der das Scheitern einer Ehe zu rechtlich geradezu paradoxen Folgen für das Kind führen kann. Zudem betrachten wir die strengen Maßstäbe der Volljährigenadoption und erörtern, unter welchen Voraussetzungen das Familiengericht Anträge abweisen muss, wenn anstelle einer gewachsenen familiären Bindung primär erbschaftsteuerliche Motive im Vordergrund stehen.
Ein strukturierter Überblick über die materiellen und verfahrensrechtlichen Grundlagen der Adoption – sachlich, dogmatisch präzise und eng an der gerichtlichen Praxis.
Zwei Männer, ein Kind. Der eine hat das Kind gezeugt, der andere lebt mit der Mutter zusammen und hat die Vaterschaft als Erster anerkannt. Wer von beiden ist der rechtliche Vater?
Lange Zeit galt im deutschen Familienrecht eine fast schon mechanische Regel: Wer zuerst beim Notar oder Jugendamt sitzt, gewinnt den sogenannten „Wettlauf um das Kind“. Der leibliche Vater hatte oft das juristische Nachsehen, sobald eine sozial-familiäre Beziehung zwischen dem Kind und dem anderen Mann entstanden war. Doch dieses System hat das Bundesverfassungsgericht gekippt.
In dieser Folge betreten wir den familiengerichtlichen Maschinenraum des Abstammungsrechts. Anhand der hochaktuellen Gesetzesreform, die am 1. April 2026 in Kraft getreten ist, sezieren wir die feinen Trennlinien der Vaterschaft. Wir klären, warum das Gesetz so strikt zwischen dem leiblichen, dem rechtlichen und dem sozialen Vater unterscheidet, warum taktische Vaterschaftsanerkennungen heute ins Leere laufen und unter welchen strengen Voraussetzungen das Gericht einen DNA-Test anordnet.
Ein sachlicher, praxisnaher Blick auf eine der komplexesten – und emotionalsten – Schnittstellen des gesamten Familienrechts.
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Was Hörerinnen und Hörer mitnehmen
Für wen die Folge geeignet ist
Für Betroffene und Angehörige, für Beratungsstellen, Polizei, soziale Dienste und alle, die sich informieren oder den Weg zum Familiengericht erwägen. Die Folge ist sachlich, handlungsorientiert und auf Orientierung ausgerichtet.
Wichtige Hinweise / Notfallkontakte
Die Folge ersetzt keine individuelle Rechtsberatung; in konkreten Fällen sollten Betroffene Rechtsbeistand oder spezialisierte Beratungsstellen kontaktieren.
Was Hörerinnen und Hörer mitnehmen
• Der typische Ablauf: Polizei → Rechtsantragsstelle → einstweilige Anordnung — und warum das Verfahren auf Schnelligkeit ausgelegt ist.
• Die Voraussetzungen nach § 1 und § 2 GewSchG: wann Betretungs-, Annäherungs- oder Kontaktverbote sowie Wohnungsüberlassung in Betracht kommen.
• Abgrenzung zu anderen Schutzinstrumenten (z. B. § 1361b BGB, Kinderschutz nach §§ 1666/1684 BGB, zivilrechtliche Unterlassungsansprüche).
• Vollstreckung vor Zustellung, strafbewehrte Folgen bei Verstößen und typische Beweismittel (eidesstattliche Versicherung, ärztliche Befunde, Fotos, Nachrichten).
• Aktuelles (Mai 2026): Die Möglichkeit der elektronischen Aufenthaltsüberwachung in Hochrisikofällen — Voraussetzungen und verfahrensrechtliche Grenzen.
• Praktische Hinweise zur Vorbereitung auf den Gang zur Rechtsantragsstelle.
Für wen die Folge geeignet ist
Für Betroffene und Angehörige, für Beratungsstellen, Polizei, soziale Dienste und alle, die sich informieren oder den Weg zum Familiengericht erwägen. Die Folge ist sachlich, handlungsorientiert und auf Orientierung ausgerichtet.
Wichtige Hinweise / Notfallkontakte
• Bei akuter Gefahr: Polizei — 110.
• Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (kostenlos, rund um die Uhr, mehrsprachig): 08000 116 016.
Die Folge ersetzt keine individuelle Rechtsberatung; in konkreten Fällen sollten Betroffene Rechtsbeistand oder spezialisierte Beratungsstellen kontaktieren.
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