Familiensache Krebs

Familiensache Krebs

By BRCA-Netzwerk e.V.MedicineHealth & Fitness
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Familiensache Krebs episodes

  • Neue Wie treffe ich gut informierte Entscheidungen bei vererbbarem Krebs?
    Shared Decision Making - wie kann das funktionieren?

    In dieser Folge unseres Podcasts zur Aktionswoche Vererbbarer Krebs 2026 sprechen wir über die Herausforderungen, die mit vererbbarem Krebs einhergehen, und wie Betroffene individuelle medizinische Entscheidungen treffen können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man in einer komplexen Landschaft aus genetischem Risiko, medizinischen Optionen und persönlichen Lebensumständen selbstbestimmt handeln kann.

    Unsere Gäste sind Univ.-Prof. Dr. med. Beyhan Ataseven, Direktorin der Frauenklinik am Klinikum Lippe, die medizinische Expertise und Einblicke in Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten einbringt, sowie Dr. Kirsten Rössing, Gesprächskreisleiterin im BRCA-Netzwerk e.V. und selbst Betroffene, die ihre persönlichen Erfahrungen und Perspektiven zur Entscheidungsfindung teilt. Moderiert wird das Gespräch von Traudl Baumgartner, Vorsitzende des BRCA-Netzwerks e.V.
    In dieser Folge werden folgende Themen behandelt: das Verständnis von genetischem Risiko und wie erbliche Faktoren Krebserkrankungen beeinflussen, die Abwägung medizinischer Optionen wie Vorsorge, Behandlung und Prävention, psychosoziale Aspekte und der Umgang mit emotionaler und mentaler Belastung, individuelle Lösungsansätze und die Rolle von Selbsthilfeorganisationen wie dem BRCA-Netzwerk, das Betroffene durch Erfahrungswissen unterstützt.
    Diese Folge basiert auf einem Video-Talk aus der Aktionswoche Vererbbarer Krebs 2025, den wir als Podcast zur Einstimmung auf die Aktionswoche 2026 (28.09.–04.10.2026) veröffentlichen. Das komplette Programm für 2026 findet ihr auf unserer Homepage.
    Weitere Informationen zur Aktionswoche Vererbbarer Krebs 2026 und zu allen Terminen und Veranstaltungen findet ihr auf der Website der Aktionswoche.
    „So individuell wie jeder Mensch ist, so individuell ist auch jeder Weg.“ – Ein Zitat, das den Kern dieser Folge trifft.

    38 min
  • Gesundheitliche Benachteiligung – was ist zu tun?
    Politik und Recht – Informationen zu Diskriminierungsschutz, Versicherungen und Gesetzgebung mit Dr. Stefanie Houwaart

    In dieser Folge spricht Frau Dr. Stefanie Houwaart über gesundheitliche Benachteiligung und was wichtig ist, zu wissen. Die Aufnahme entstand im Rahmen der Aktionswoche Vererbbarer Krebs 2025.

    Krebserkrankungen und genetische Risiken können zu Benachteiligungen führen – besonders bei Versicherungen und am Arbeitsplatz. Doch wie sieht der rechtliche Rahmen in Deutschland aus? Und warum gibt es hierzulande kein „Recht auf Vergessen“ wie in anderen europäischen Ländern? In dieser Folge beleuchten wir die aktuellen Regelungen, ihre Lücken und die Folgen für Betroffene.
    Dieser Podcast dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung gedacht. Die geäußerten Ansichten, Gedanken und Meinungen sind jeweils die der Gesprächspartner:innen.

    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de

    9 min
  • Lynch-Syndrom:
    Das häufigste erbliche Tumorrisikosyndrom für Darmkrebs
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Gast & Kontakt: Dr. Robert Hüneburg, Oberarzt am Nationalen Zentrum für erbliche Tumorerkrankungen, Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Bonn, Sprecher Deutsches Konsortium Familiärer Darmkrebs Kontakt: [email protected]

    Lynch-Syndrom:

    Das häufigste erbliche Tumorrisikosyndrom für Darmkrebs

    Im Podcast Familiensache Krebs wechseln wir mit dieser Folge von den gynäkologischen Krebsrisiken auf allgemeine erblich bedingte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung erhöhen. Hier ist an erster Stelle das Lynch-Syndrom zu nennen. Dazu spricht Sarah mit Dr. Robert Hüneburg, vom Nationalen Zentrum für erbliche Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Bonn. In Deutschland sind etwa 300.000 Menschen davon betroffen.

    Die Unterscheidung zwischen zufälligem und erblichem Darmkrebs ist wichtig, um rechtzeitig individuelle Vorsorgeuntersuchungen einzuleiten. Momentan wird das Tumorgewebe erst getestet auf Hinweise auf das Lynch Syndrom, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind. In Zukunft wird dies aufgrund neuer Leitlinien-Empfehlungen bei allen Darmkrebserkrankungen erfolgen, erklärt Dr. Hüneburg. Bei Auffälligkeiten im Tumorgewebe kann dann durch eine genetische Untersuchung im Speichel/Blut die Diagnose eines Lynch Syndroms gestellt werden. Anschließend kann ein Gentest auch bei erstgradig Verwandten durchführt werden.
    Interdisziplinäre Früherkennung
    Mit dem Wissen über eine krebsbegünstigende Variante stehen den Betroffenen verschiedene präventive Maßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen zur Verfügung. Da bekannte Risikogene auch andere Krebsarten begünstigen, betont Dr. Hüneburg in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer koordinierten interdisziplinären Vorsorge. Gastroenterologie, Gynäkologie und Urologie sollten eng zusammenarbeiten, um den Betroffenen die bestmögliche Vorsorge zu ermöglichen.
    Vernetzung mit anderen Betroffenen
    Dr. Hüneburg weist auch sehr deutlich auf die positiven Effekte der Vernetzung und den Wissenstransfer von Ratsuchenden und Betroffenen untereinander hin. Auch im Rahmen unserer Gesprächskreise gibt es eine Gruppe zum Lynch-Syndrom, die gemeinsam mit Semi-Colon, dem Netzwerk für Menschen mit Lynch-Syndrom und erblichem Darmkrebs, geleitet wird. Wir vom BRCA-Netzwerks teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    35 min
  • Previvor - Wissen schafft Möglichkeiten
    Erfahrungen mit Brustaufbau mit Eigengewebe
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Gast & Kontakt: Louisa, Gesprächskreisleiterin BRCA-Netzwerk Tübingen, Kontakt: [email protected]

    Previvor - Wissen schafft Möglichkeiten:

    Erfahrungen mit Brustaufbau mit Eigengewebe
    Louisa ist Trägerin der BRCA1 Mutation. 2017 ist ihre Schwester erkrankt und im Zuge dessen wurde eine genetische Veranlagung in der Familie festgestellt. Obwohl für Louisa sehr früh klar war, dass sie sich testen lassen wird, hat sie dann doch immer wieder gezögert und so sind beinahe eineinhalb Jahre vergangen. Sie hat sich gut vorbereitet auf ein etwaiges positives Ergebnis und auch die Konsequenzen schon früh mitgedacht. Trotz dieser intensiven Beschäftigung mit dem Thema hat sie das Ergebnis erschüttert. Ihre Entscheidung, sich prophylaktisch die Brustdrüsen entfernen und einen Wiederaufbau mit Eigengewebe machen zu lassen, ist geblieben.
    Über den Weg und ihre Erfahrungen mit der Entscheidung, spricht Louisa mit Sarah in dieser Podcastfolge. Es wird sehr deutlich, wie wichtig das Wissen um eine krebsbegünstigende Mutation ist, um gut informiert die für sich richtigen Entscheidungen zu treffen.
    Wissen ist ein Geschenk
    Louisa ist heute dankbar, einer möglichen Krebserkrankung etwas entgegengesetzt zu haben. Sie spricht von einem Privileg, entsprechend handeln zu können. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen gibt sie im Rahmen der BRCA-Gesprächskreise weiter.
    Um so schwierige Entscheidungen treffen zu können, braucht es viel Wissen und Vertrauen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    33 min
  • Sexuelle Gesundheit mit Mutation
    Sexualität & Krebs
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Gast: Sabine Weimert, Studierende im Masterstudiengang Sexualwissenschaft, Sozialarbeiterin

    Sexualität & Krebs:

    Sexuelle Gesundheit mit Mutation

    Über Sexualität zu sprechen ist oft schwierig und noch viel schwieriger wird es, wenn sich der eigene Körper plötzlich verändert. Sei es nach einer Erkrankung, oder nach prophylaktischen Maßnahmen wie einer Mastektomie oder der Entfernung der Eierstöcke, die bei Personen mit pathogenen Genvarianten oft schon in jüngeren Jahren erfolgt. Auf dem Weg der Genesung kann auch das (Wieder-) Entdecken der eigenen Sexualität und des sexuellen Selbstbewusstseins ein wichtiger Schritt sein.

    Zu diesem Thema hat Sarah, Sabine eingeladen. Die Studierende der angewandten Sexualwissenschaft ist selbst betroffen und somit nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive mit dem Thema bestens vertraut. Mit gelebtem Erfahrungswissen und fundierter Fachkenntnis spricht Sabine über sexuelle Gesundheit.
    Mit einem veränderten Körperbild, einer veränderten Sensibilität und möglicherweise auch einer ganz anderen Lebenssituation wieder zu einem erfüllten Sexualleben zu gelangen ist nicht immer leicht. Sich einzulassen den Körper und die eigenen Bedürfnisse selbst neu zu erforschen, offene Kommunikation mit PartnerInnen und auch das Ausprobieren von Neuem sind nur ein paar von Sabines Empfehlungen.
    Wichtig ist, den eigenen Weg zu finden, dabei kann es helfen sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    Weiterführende Infos im Netz:

    Krebs und Sexualität - Ein Impulsgeber für Frauen mit Krebs der Frauenselbsthilfe nach Krebs

    Weibliche Sexualität und Krebs - Ein Ratgeber für Patientinnen und ihre Partner oder ihre Partnerinnen des dkfz

    Sexualität nach Krebs – Information der Krebsgesellschaft

    35 min
  • Andere Genvariationen im Überblick
    Prof. Dr. med. Dorothee Speiser
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Heute im Gespräch: Prof. Dr. med. Dorothee Speiser, Stv. Klinikdirektorin und Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Charité, Berlin

    Prof. Dr. med. Dorothee Speiser:

    Andere Genvarianten im Überblick
    Es gibt nicht „nur“ BRCA1 und BRCA2 Genvarianten, die das Risiko erhöhen, an Krebs zu erkranken. Im Laufe der letzten 30 Jahre konnten noch einige andere Gene identifiziert werden, die mit erhöhten Krebserkrankungsrisiken einhergehen können, wenn sie verändert sind. Darüber spricht Sarah in dieser Episode mit Frau Professorin Dr. Dorothee Speiser, Leiterin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Charité in Berlin. Frau Professorin Speiser gibt uns hier einen kompakten Überblick zu diesem sehr breiten Thema.
    Es gibt verschiedene Gene, deren Varianten mit unterschiedlichen Risiken einhergehen, erklärt sie, und so wird zwischen moderaten und Hochrisiko-Genen unterschieden. Dazu kommt noch eine individuelle Berechnung des Polygenen Risiko-Scores (PRS), der in bestimmten Fällen helfen kann, das ganz individuelle Risiko, an Krebs zu erkranken, einzuschätzen. Davon hängt die Versorgung des oder der Betroffenen ab.
    BRCA-P Studie
    Neben möglichen Therapieoptionen verweist Frau Professorin auf die erste weltweite Präventionsstudie „BRCA-P“ für Frauen mit einer BRCA1Keimbahnmutation. Dafür werden noch Studienteilnehmerinnen gesucht.
    Männer im Fokus
    Des Weiteren berichtet spricht Frau Professorin Speiser, dass in diesem Jahr das Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs einen besonderen Fokus auf Männer legt, die ebenfalls an Brustkrebs erkranken können, oder, je nach Variante, auch andere erblich bedingte Risiken tragen, an Krebs zu erkranken. „Auch Männer stellen sich zunehmend mit der Frage nach den geeigneten Früherkennungsmaßnahmen in unseren Zentren vor“, erzählt sie Sarah.
    Servicehinweis: Konsensusempfehlungen des Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
    Um Entscheidungen treffen zu können, braucht es viel Wissen und Vertrauen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    33 min
  • Hormone weg - was nun?
    Wenn Hormonersatztherapie keine Option ist
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Heute im Gespräch: Sarah, Kontakt über das BRCA-Netzwerk

    Hormone weg – was nun?

    Wenn Hormonersatztherapie keine Option ist

    Dieser Podcast dient nur zu Informationszwecken und ist nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung gedacht. Die geäußerten Ansichten, Gedanken und Meinungen sind jeweils die der Moderatorin und den jeweiligen Gesprächspartner: innen. Sarahs Gast in dieser Episode ist Sarah, Trägerin einer BRCA2 Mutation, aber, und das unterscheidet die beiden, war sie bereits erkrankt. Nach ihrer Brustkrebserkrankung und anschließender Mastektomie, hat sich Sarah, etwa ein Jahr später, die Eierstöcke prophylaktisch entfernen lassen.

    Viel zu früh in die Wechseljahre
    Die Konsequenz dieser Entscheidung ist das Eintreten der Wechseljahre, unabhängig vom Alter, mit all seinen „üblichen“ Beschwerden. Der Hormonverlust beeinflusst die Knochengesundheit, das Herz-Kreislaufsystem, kann zu Demenz führen und ist für Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen und noch einiges mehr verantwortlich. Wie bei allen Frauen sind die Symptome individuell sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zu gesunden Frauen ist nach einer Krebserkrankung eine Hormonersatztherapie nicht möglich. Ein gesunder Lebensstil, viel Bewegung und regelmäßige Kontrollen können helfen, dieDieser Podcast dient nur zu Informationszwecken und ist nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung gedacht. Die geäußerten Ansichten, Gedanken und Meinungen sind jeweils die der Moderatorin und den jeweiligen Gesprächspartner: innen. Beschwerden zu meistern.
    Wissen empowered
    Für den individuellen Weg ist es wichtig, sich umfassend zu informieren. Je mehr Wissen über Möglichkeiten zur Bewältigung der unterschiedlichen Beschwerden zur Verfügung steht, desto besser kann damit umgegangen werden. Daher ist es extrem wichtig, sich gut zu informieren, alle Fragen anzusprechen und im Austausch mit anderen Frauen den persönlichen Weg zu finden.
    Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    38 min
  • Franziska van der Heide: "Weil ich so verliebt in dieses Leben bin!"
    Mutation als Chance
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Gast & Kontakt: Franziska van der Heide

    Franziska van der Heide: „Weil ich so verliebt in dieses Leben bin!“

    Mutation als Chance
    Franziska ist Trägerin der BRCA1 Mutation. Mit 24 Jahren hat sie sich schließlich testen lassen und das Ergebnis war positiv. Brustkrebs war in Franziskas Familie schon seit vielen Jahren ein wiederkehrendes Thema. Mehrere Familienangehörige waren daran erkrankt. Um sich selbst vor einer Erkrankung zu schützen, setzte sie sich schon früh mit der Thematik auseinander. Jedoch erst mit der Geburt ihres Kindes hat sie sich tiefergreifend mit den Risiken der Mutation und den Chancen der präventiven Maßnahmen beschäftigt.

    Im Gespräch wird klar, dass Franziska und Sarah mit ihrem positiven Mindset auf einer Welle surfen. Sie wollen möglichst viele Leute aufrütteln und Bewusstsein für erblichen Krebs schaffen. Gleichzeitig den Schrecken nehmen und Mut machen, sich testen zu lassen. Wer um seine Mutation weiß, kann handeln. „Das sollten wir auch aus Respekt vor denen tun, die vor uns betroffen waren und nicht handeln konnten, weil sie einfach nichts davon wussten oder es die Möglichkeiten der Prävention noch nicht gab“, meint Franziska.

    Die Schauspielerin geht mittlerweile offen mit dem Thema um. „Die Mutation sollte nicht zu großen Einfluss auf das eigene Leben haben, aber man sollte es auch nicht wegschieben. Natürlich, gehört dazu auch Mut und nicht jeder findet die richtigen Ansprechpartner. Neben Familie, Freunde und Ärzten, bietet das BRCA-Netzwerk den perfekten Raum, um sich mit Menschen auszutauschen und Fragen zu klären. Hier kann tabulos über alle Facetten einer Mutation gesprochen werden.“

    Ein sehr wichtiger Aspekt, den Franziska zu ihrer positiven Einstellung und dem guten Lebensgefühl führt, ist ihre eigene Entscheidungsfindung. Die Entscheidung, sich einer prophylaktischen Mastektomie zu unterziehen und alles, was es drumherum zu entscheiden gibt, muss selbst, alleine und ohne Druck von anderen getroffen werden. Gut informiert und selbst getroffen, das sind die Entscheidungen, die halten.

    Um Entscheidungen treffen zu können, braucht es viel Wissen und Vertrauen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    38 min
  • Im Fokus: Eierstockkrebs
    Univ. Prof. Dr. med. Beyhan Ataseven im Gespräch
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Heute im Gespräch:Univ. Prof. Dr. med. Beyhan Ataseven, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der UK OWL; Klinikum Lippe; Röntgenstrasse 18, 32756 Detmold; Fon +49 5231 72 3141; E-Mail: [email protected]

    Im Fokus: Eierstockkrebs

    Für die 11. Folge unseres Podcasts konnte Sarah Frau Professorin Dr. med. Beyhan Ataseven, Direktorin der Universitätsfrauenklinik am Klinikum Lippe und Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie und Geburtshilfe der medizinischen Fakultät der Universität Bielefeld gewinnen. Prof. Ataseven beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gynäkologischen Krebserkrankungen und mit der Entwicklung neuer Therapiekonzepte.
    Im Mittelpunkt dieses Gesprächs stehen die Eierstöcke, und das, bei den meisten Frauen, relativ geringe Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken. Bei Frauen mit krankheitsauslösenden Genvarianten ist dieses Risiko erhöht. Die Tatsache, dass es für Eierstockkrebs keine Früherkennung gibt, macht prophylaktische Maßnahmen umso wichtiger. Prof. Ataseven führt aus, wie sich das Lebenszeitrisiko bei unterschiedlichen Genvarianten verhält und welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt sinnvoll und notwendig sind.
    Sie erklärt den Zusammenhang von Eierstöcken, Eileiter und Hormonen und macht deutlich, wie relevant diese Hormone für den ganzen Körper in den unterschiedlichen Lebensphasen sind. Die Entfernung der Eierstöcke und der Eileiter, egal ob dieser Eingriff prophylaktisch oder therapeutisch geschieht, ist ein großer Schritt. Zwar ist die Operation ein relativ kleiner Eingriff, aber die Folgen betreffen den ganzen Körper und das möglicherweise über viele Jahre.
    Besonders deutlich wird im Austausch, wie wichtig es ist, die Patientin individuell zu beraten und alle Facetten dieses Eingriffs und dessen Folgen zu besprechen. Detaillierte und verständliche Informationen sind der Schlüssel für eine Entscheidung mit solcher Tragweite.
    Um Entscheidungen treffen zu können, braucht es viel Wissen und Vertrauen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    44 min
  • Hormonersatztherapie: Kein Grund zur Panik
    Was passiert nach der vorsorglichen Entfernung der Eierstöcke?
    Mehr Informationen: www.brca-netzwerk.de
    Heute im Gespräch: Anne, Online Gesprächskreisleiterin
    Anne ist Trägerin einer BRCA-Genvariante und ist, wie Sarah, nicht erkrankt. Sie hat sich schon vor einigen Jahren dazu entschieden, die Eierstöcke und Eileiter vorsorglich entfernen zu lassen. Aufgrund ihres relativ jungen Alters war und ist es notwendig, die nach der Operation fehlenden Hormone zu ersetzen. Sarah hat diesen Schritt noch vor sich und stellt Anne genau die Fragen, die wohl alle Frauen bewegen, die über die Entfernung ihrer Eierstöcke nachdenken müssen. Wie läuft die Operation ab? Wie geht’s mit der Periode weiter? Auf welche Nebenwirkungen muss ich mich einstellen? In diesem Austausch sprechen die Beiden offen über Ängste und Sorgen, die diese Therapie mit sich bringen kann.
    Die Entfernung der Eierstöcke und Eileiter ist eine schwerwiegende Entscheidung, die Mutationsträgerinnen aufgrund des erhöhten Risikos, an Eierstockkrebs zu erkranken, treffen müssen. Da es für Eierstockkrebs keine Früherkennung gibt, die Diagnosestellung häufig schwierig ist, ist es aber eine durchaus sinnvolle Maßnahme, um das Risiko einer Eierstockkrebserkrankung zu reduzieren. Daher ist es extrem wichtig, sich gut zu informieren, alle Fragen anzusprechen und auch den Zeitpunkt für diesen Schritt informiert und bewusst zu wählen.
    Um Entscheidungen treffen zu können, braucht es viel Wissen und Vertrauen. Wir vom BRCA-Netzwerk teilen nicht nur Informationen, wir sind auch in Gesprächen, Online-Gesprächskreisen, Gesprächskreisen vor Ort und telefonisch für Euch und Eure individuellen Fragen erreichbar. Wir teilen unsere Erfahrungen und lernen aus Euren, so wird unser Netz immer größer.

    29 min

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Im Podcast vom BRCA-Netzwerk sprechen Betroffene, Expert:innen und Engagierte über ihre Erfahrungen und ihren Weg im Umgang mit erblichem Krebsrisiko. Hier kommen Menschen zu Wort, die sich mit der Situation „erbliches Krebsrisiko“ auseinandersetzen – sei es, weil in ihren Familien sich Krebsfälle häufen oder weil sie selbst Träger:innen einer Genmutation sind.