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Viele Sonntage im Kirchenjahr tragen traditionell lateinische Namen. Wenn Sie die alle auswendig hersagen können, dann haben Sie entweder Kirchengeschichte studiert oder Sie wollen mit diesem Spezial-Wissen bei „Wer wird Millionär?“ die Eine-Million-Frage knacken. Denn Hand aufs Herz, hätten Sie jetzt ohne zu googeln gewusst, dass der kommende Sonntag Anfang März im kirchlichen Kalender „Estomihi“ heißt?
Ich auch nicht. Trotzdem mag ich diese altertümlich klingenden lateinischen Bezeichnungen. Weil sie mich immer wieder neu daran erinnern, dass unser Glauben, Lieben und Hoffen nicht mit uns begonnen hat. Schon viele Jahrhunderte vor uns haben Menschen zu Gott gebetet, Vertrauen gewagt und zu lieben geübt. Ihre Erfahrungen sind keineswegs von gestern, sondern ein großer Schatz, der mein Leben bereichert.
„Esto mihi“ – das ist übrigens, wie bei den nun folgenden fünf Sonntagen auch, der Anfang eines Bibelzitates. Dieses stammt aus Psalm 31, wo einer betet: „Sei mir ein starker Fels, Gott, und eine Burg, dass du mir helfest!“ Ein tröstliches Bild, finde ich. Dass Gott wie ein schützender Fels in der Brandung ist und zu mir hält, verlässlich und unverrückbar. Doch zugleich ist er derselbe Gott, der den schweren Stein verrückt hat, den Stein, der vor dem Grab Jesu lag.
Gott bringt den Stein ins Rollen. Und schafft neues Leben. Damals wie heute geraten Menschen in Bewegung, wenn der lebendige Gott sie bewegt.
Autor: Martin Buchholz
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender / Martin BuchholzViele Sonntage im Kirchenjahr tragen traditionell lateinische Namen. Wenn Sie die alle auswendig hersagen können, dann haben Sie entweder Kirchengeschichte studiert oder Sie wollen mit diesem Spezial-Wissen bei „Wer wird Millionär?“ die Eine-Million-Frage knacken. Denn Hand aufs Herz, hätten Sie jetzt ohne zu googeln gewusst, dass der kommende Sonntag Anfang März im kirchlichen Kalender „Estomihi“ heißt?
Ich auch nicht. Trotzdem mag ich diese altertümlich klingenden lateinischen Bezeichnungen. Weil sie mich immer wieder neu daran erinnern, dass unser Glauben, Lieben und Hoffen nicht mit uns begonnen hat. Schon viele Jahrhunderte vor uns haben Menschen zu Gott gebetet, Vertrauen gewagt und zu lieben geübt. Ihre Erfahrungen sind keineswegs von gestern, sondern ein großer Schatz, der mein Leben bereichert.
„Esto mihi“ – das ist übrigens, wie bei den nun folgenden fünf Sonntagen auch, der Anfang eines Bibelzitates. Dieses stammt aus Psalm 31, wo einer betet: „Sei mir ein starker Fels, Gott, und eine Burg, dass du mir helfest!“ Ein tröstliches Bild, finde ich. Dass Gott wie ein schützender Fels in der Brandung ist und zu mir hält, verlässlich und unverrückbar. Doch zugleich ist er derselbe Gott, der den schweren Stein verrückt hat, den Stein, der vor dem Grab Jesu lag.
Gott bringt den Stein ins Rollen. Und schafft neues Leben. Damals wie heute geraten Menschen in Bewegung, wenn der lebendige Gott sie bewegt.
Autor: Martin Buchholz
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