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Fünf Kostümentwürfe der italienischen Kostümbildnerin Milena Canonero sind in der Dauerausstellung des DFF zu sehen. Sie entstanden für den Film THE GRAND BUDAPEST HOTEL (DE/US 2014. R: Wes Anderson).
Im Podcast gibt Kuratorin Stefanie Plappert (DFF) Einblicke in Canoneros Arbeitsweise, ihre enge Zusammenarbeit mit Wes Anderson und den kunsthistorischen Einfluss auf die Kostüme. Auch die Farbe Lila, die im Film eine besondere Rolle spielt, kommt zur Sprache.
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Volker Schlöndorff stellt ein Objekt vor, das er dem DFF zur Archivierung übergibt: das Arbeitsdrehbuch zu seinem neuen Film HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE. Die Verfilmung des Romans von Jenny Erpenbeck wurde im Mai bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt und kommt am 15. Oktober ins Kino. Der Film zeichnet ein Panorama des 20. Jahrhunderts deutscher Geschichte. Schauplatz ist ein Haus an einem märkischen See. Dort entfalten sich die Lebensgeschichten der Bewohner*innen vor dem Hintergrund historischer Ereignisse.
Isabelle Bastian, Ko-Kuratorin der Sonderausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit. Eine Wim Wenders Ausstellung“ (11. März bis 1. November 2026), stellt ein eher unscheinbares, aber bedeutsames Objekt aus der Schau vor: ein Telegramm des französischen Nouvelle-Vague-Regisseurs François Truffaut an Wim Wenders. Sie erzählt, in welchem Verhältnis die beiden Regisseure zueinander standen und zu welchem besonderen Zeitpunkt in Wenders‘ Filmkarriere ihn Truffauts Telegramm erreichte.
Mehr zur Ausstellung: W.I.M. Im Lauf der Zeit - DFF.FILM
An der neuen Filmtaststation im Teil „Filmisches Erzählen“ der Dauerausstellung des DFF können sich Besucher*innen mit analogem Filmmaterial und den verschiedenen Filmformaten beschäftigen.
Ausstellungskuratorin Stefanie Plappert stellt die Station vor, an der unterschiedlich breite Streifen die Geschichte des analogen Filmmaterials veranschaulichen. Die unterschiedlichen Formate – Normal-8, Super-8, 9,5mm, 17,5mm, 16mm, 35mm und 70mm – entsprechen jeweils einer Sekunde Film. Einige Filmstreifen können die Besucher*innen mithilfe einer Lupe genauer betrachten.
Mit ALICE IN DEN STÄDTEN entdeckte Wim Wenders das Road Movie für sich. Mit dem Film begann er 1974 eine Trilogie von Road Movies; 1975 folgte FALSCHE BEWEGUNG und 1976 IM LAUF DER ZEIT. Die namensgebende Alice, gespielt von Yella Rottländer, trug im Film eine auffällige blaue Windjacke. Dieses Filmrequisit ist nun, restauriert von Katharina Mackert, in der aktuellen Sonderausstellung im DFF zu sehen.
Hans-Peter Reichmann, Ko-Kurator der Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit. Eine Wim Wenders Ausstellung“, spricht im Podcast über das Objekt und seinen Weg in die Sammlungen und in die Ausstellung.
Mehr zur Ausstellung: W.I.M. Im Lauf der Zeit - DFF.FILM
Neu in die Dauerausstellung des DFF eingezogen: Ein Uhrturm-Modell von Szenenbilder Uli Hanisch für Tom Tykwers Film HEAVEN (DE/IT/FR/US/GB 2002). Ausstellungskuratorin Stefanie Plappert stellt das Objekt vor: Sie erklärt, welche Rolle es im Film und im Produktionsprozess gespielt hat und erläutert, aus welcher Sammlung es stammt.
Der Filmarchitekt Otto Hunte wäre am 9. Januar 145 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stellt DFF-Kuratorin Stefanie Plappert im Podcast-Gespräch mit Frauke Haß sein ästhetisch herausragendes Plakat zu Fritz Langs Film FRAU IM MOND (DE 1928/29) vor, das in der Dauerausstellung des DFF zu sehen ist. Und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft zu Objekten von Oskar Fischinger, der im Film für die Spezialeffekte zuständig war. Während Fischinger vor den Nazis in die USA floh, arrangierte sich Hunte und wirkte - als Verantwortlicher für Bauten - gar bei Propagandafilmen wie JUD SÜSS (DE 1940, R: Veit Harlan) mit.
DFF-Gerätearchivleiter Thomas Worschech erklärt im Podcastgespräch mit Frauke Haß Funktion und Besonderheiten des Ernemann-Projektors VII A, der im Kinofoyer des DFF ausgestellt ist und bis Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre in deutschen Kinos im Einsatz war. Er verfügt über eine sogenannte Kohlebogenlampe. Diese erzeugt durch einen elektrischen Lichtbogen, der zwischen zwei sich langsam verbrauchenden Kohlestiften brennt, extrem helles, weißes Licht. Bis in die 1950er Jahre war das der Standard, um Filme in Kinos zu projizieren - bis 1953 die Xenon Lampe auf den Markt kam, die die Kohlebogenlampe in den Projektoren verdrängte.
Sammlungskuratorin Isabelle Bastian stellt ein weihnachtliches Objekt aus den filmbezogenen Sammlungen des DFF vor: einen Adventskalender mit Charlie-Chaplin-Motiv, der Teil einer erfolgreichen Werbekampagne des US-amerikanischen IT-Unternehmens IBM war. Auf dem Kalender mit 31 Türchen ist zu lesen: „Nur noch 31 Tage bis zum Jahresabschluss! Den IBM Personal Computer können Sie 1985 noch gut absetzen und 1986 schon erfolgreich einsetzen“. Ein Objekt, dass viel über die Rezeption von Filmen und die Vermarktung von Filmfiguren erzählt – und nebenbei auch noch einiges über die Entwicklung der Computertechnik.
"You press the button, we do the rest" – so wurde die Kodak Nr. 1 beworben, als sie 1888 auf den Markt kam. Die Kamera in Box-Bauweise vereinfachte das Fotografieren erheblich und spielte eine wichtige Rolle in der Verbreitung der Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert.
Daniela Dietrich (Leiterin der Museumspädagogik, DFF) erzählt im Podcast, wie die Kodak Nr. 1 funktionierte, welche Kameras ihr nachfolgten und welche ungewöhnlichen Werbeaktionen dazu führten, dass in den 1930er Jahren innerhalb kurzer Zeit fast alle eine Box-Kamera besaßen.
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