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Matthias, Gregor und Sebastian widmen sich diesmal keinem einzelnen Film, sondern dem Phänomen selbst: Was lässt uns als erfahrene Kinozuschauer überhaupt noch gruseln, und was nicht mehr?
Ein Gespräch über die Grenzen des Horror-Genres zwischen atmosphärischer Meisterschaft und kalkuliertem Mainstream-Schreck, über Body Horror, Folk Horror, kosmischen Horror und die Frage, welche Monster einer Zeit ihren Stempel aufdrücken. Mit Ausflügen zu David Lynch, Midnight Mass, dem Exorzisten, den Slashern der 80er, Found Footage, Hammer Horror und dem Film "Man", der einige begeisterte und andere abstieß, und warum das vielleicht kein Zufall ist.
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Coverbild von Gregor Schenker
Soundmix von Sebastian Kempke
Music: "80s Workout Montage", von CrossGateProductions, lizensiert via Envato
Heiko und Marco haben sich mal wieder im Katzencafé zusammengefunden: vier Katzen, jede Menge Blu-rays und ebenso viele Meinungen! Die Katzen wurden allerdings nicht befragt.
Curse 2: The Bite (1989)
Regie: Silvio Amadio. Ein junges Pärchen ignoriert auf einem Highway-Ausflug durch Texas die Warnung vor einem verseuchten Landstrich und landet in einem höllischen Schlangennest. Der Mittelteil zieht sich, aber das Ende hält einen Payoff in der Hinterhand, der den Film über die Ziellinie rettet: intensiv, körperlich und in den besten Momenten mit echter Albtraum-Qualität.
Broken Lullaby (1932)
Regie: Ernst Lubitsch. Ein französischer Soldat kann den Tod eines deutschen Kameraden im Ersten Weltkrieg nicht vergessen und reist zur Familie des Gefallenen. Kein unterhaltsamer Film im klassischen Sinne, aber ein ehrliches Drama, das die moralischen und emotionalen Kosten des Krieges zeigt. Handwerklich souverän, wenn auch noch stark im Theaterhaften verwurzelt.
Kurzreviews:
Spider-Man: Brand New Day (2025), Backrooms (2025), Duanda (2024), Duanda: The Revenge (2024), Red Rooms (2023), The Possession of Joel Delaney (1972), Bullet in the Head (1990), Forbidden World (1982), No Retreat No Surrender 2 / Karate Tiger 2 (1987), Event Horizon (1997), Lips of Blood (1975), Rabbit Dogs (1974), The Face with Two Left Feet (1979), Latrac / Treibjagd (1973), Blackphone 2 (2025), Planet der Affen 2 / Beneath the Planet of the Apes (1970), The Last Viking (2025), The Dogs of War (1980), Malice (1993), Beyond Dream's Door (1989), Over Your Dead Body (2024), Killers of the Flower Moon (2023), Le Samouraï (1967)
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Matthias, Gregor und Sebastian widmen sich diesmal einem Double-Feature eines Videospiels und seiner Verfilmung: Exit 8, das Indie-Spiel von Kotake Create aus dem Jahr 2023, und seine japanische Kinoadaption von Regisseur Genki Kawamura aus dem Jahr 2025. Ein Ausflug in eine endlose U-Bahnhof-Passage, in der Paranoia, beweisbarer Realitätsbruch und die Angst vor Veränderung auf seltsame Art miteinander verkettet zu sein scheinen.
Exit 8 (Kotake Create, 2023)
Ein simples, klaustrophobisches Indie-Spiel aus Japan: Ein Flur in einer Bahnstation, der sich stets wiederholt, mit minimaler Spielmechanik und maximaler Wirkung. Anomalien erkennen, umdrehen oder weiterlaufen. Wer falsch entscheidet, beginnt von vorne. Das Vertraute kippt ins Bedrohliche, das Gehirn wird zur wichtigsten Komponente der Game Engine.
Exit 8 (Genki Kawamura, 2025)
Die Verfilmung des gleichnamigen Spiels durch den Produzenten von "Your Name" und "Monster" (Kore-eda, 2023) überträgt das Spielkonzept auf eine Hauptfigur, die sich an einem persönlichen Wendepunkt befindet. Die Anomalien des Flurs spiegeln die Anomalien seines Lebens – und die Frage, ob man vor einer Situation flieht oder auf sie zugeht, bekommt plötzlich ganz menschliches Gewicht. Klug zurückhaltend, wo eine Videospielverfilmung sonst gerne über die Stränge schlägt.
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Musik: "Epilogue (Instrumental Version)" by Josh Woodward
Endlich mal wieder eine echte Folge mit echt trockenen Franzbrötchen, echt viel Kaffee und einem echten Double-Feature, das Sebastian, Heiko und Marco von der Hongkong-New-Wave bis ins neblige norditalienische Hinterland führt!
Dangerous Encounters of the First Kind / Don't Play with Fire (1980)
Regie: Tsui Hark. Ein impulsives Mädchen erpresst drei Schüler, die versehentlich einen Fußgänger überfahren haben, sie bei ihren chaotischen Gewalteskapaden zu unterstützen, bis sich alle Handlungsfäden in einer explodierenden Gewaltspirale vereinen. Ein zynischer Blick auf die sozialen Untiefen Hongkongs 17 Jahre vor der Übergabe an China. Vollgepackt mit filmischen Zitaten, frech ausgeliehener Filmmusik und einer Energie, die beweist, wie hungrig Tsui Hark auf energiegeladenes Kino war.
The House with Laughing Windows / La Casa dalle Finestre che Ridono (1976)
Regie: Pupi Avati. Ein Restaurator wird in ein abgelegenes Dorf berufen, um ein rätselhaftes Kirchengemälde freizulegen, und stößt dabei auf ein Geheimnis, das das Dorf lieber begraben hätte. Atmosphärisch dicht, gemäldeartig inszeniert und mit einem Schweigen durchzogen, das schwerer wiegt als jede Erklärung.
Kurzreviews:
Disclosure Day (2025), Mission Impossible – die letzten Teile, Patrick (1978), Bullet in the Head (1990), Forbidden World (1982), No Retreat No Surrender 2 / Karate Tiger 2 (1987), Event Horizon (1997), The Hourglass Sanatorium (1973), Man from the Gutter (1983)
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Spinoff-Time! Das heutige Double Feature stellt Heiko und Marco vor einige Herausforderungen: Erst schlägt die unheilvolle Adlerklaue zu und mutierte Riesenzecken beißen und saugen direkt hinterher! Ein ganz normaler Start in den Sommer halt.
Snake in the Eagle's Shadow / Die Schlange im Schatten des Adlers (1978)Regie: Yuen Woo-ping. Ein Findelkind begegnet einem heruntergekommenen alten Meister und lernt den Schlangenstil – bis die Adlerklaue zum finalen Showdown fordert. Jackie Chans Durchbruch und Yuen Woo-pings Regiedebüt steckt voller Energie, Slapstick und phantasievoll choreografierter Kämpfe.
Ticks / C2-Killer-Insekt (1993)Regie: Tony Randel. Eine Gruppe Jugendlicher aus L.A. macht mit ihrem Sozialtherapeuten einen Trip in die Wälder und trifft dabei auf mutierte Riesenzecken. Trotz Direct-to-Video: klassische Creature-Feature-Vibes mit charmanten praktischen Effekten.
Kurzreviews:Soylent Green (1973), The Omega Man (1971), Thunder (1983), Thunder 2 (1985), Shakedown (1988), Sandokan (1976), The Night of the Following Day (1968), Warlords of Atlantis (1978), Impossible Object (1973), The Ghost (1963), Late Night Trains / L'ultimo treno della notte (1975), The Colossus of Rhodes (1961), A Man on His Knees (1979), Battle of the Commandos (1969), Commandos (1968), McCabe & Mrs. Miller (1971)
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Matthias, Gregor und Sebastian besprechen heute zwei bizarre Heldensagen, eine aus dem brasilianischen Dschungel, eine aus dem westdeutschen Avantgarde-Theater. Ein Double Feature mit überraschenden Gemeinsamkeiten, jedoch keinesfalls unkompliziert.
Macunaíma (Joaquim Pedro de Andrade, 1969)Basierend auf Mário de Andrades satirischem Modernismus-Roman von 1928 folgt der Film dem „Held ohne jeden Charakter": Als schwarzer Mann im Urwald geboren, verwandelt er sich in einen weißen Mann und zieht nach São Paulo, wo er auf nymphomane Guerilleras, kannibalistische Industriemagnaten und politischen Wahnsinn stolpert. Ein anarchischer Höhepunkt des Cinema Novo, politisch aufgeladen und gedreht im Schatten der brasilianischen Militärdiktatur.
Freak Orlando (Ulrike Ottinger, 1981)Inspiriert von Virginia Woolfs Orlando (ebenfalls 1928) erzählt Ottinger in fünf Episoden eine Geschichte der Welt vom Altertum bis zur Gegenwart, mit der zeitreisenden Orlando als stetig wandelnder Figur durch Inquisition, Freak-Shows und Kaufhäuser. Ein Zeitdokument der Westberliner Avantgarde-Szene, bemerkenswert in seiner Kühnheit, herausfordernd hinsichtlich seiner Distanziertheit zum Zuschauer.
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Heiko und Marco sind müde und versuchen sich mit reichlich Filmtipps und einem Sci-Fi-Publikumsliebling wachzurütteln - vergebens!
Coherence (2013) Regie: James Ward Byrkit. Eine Gruppe von Freunden feiert eine Party – bis ein vorbeiziehender Komet übernatürliche Ereignisse auslöst und die Realität ins Wanken bringt. Für Marco seinerzeit ein Geheimtipp, der diesmal nicht mehr ganz so zündet; Heiko haderte mit dem Indie-Stil und den wenig sympathischen Figuren. Beide geben 6/10.
Kurzreviews: Power of the Whistler (1945), End of Days (1999), Remember Me (2010), Captain Blood (1935), The Fugitive (1993), Hot Snake (1978), Amuck! (1972), White Key of Diablo (1954), Blood and Diamonds (1977), Cattle Empire (1958), What Have You Done to Solange? (1972), Assault: Jack the Ripper (1976)
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Herzlich willkommen zur 31. Folge des Shawscope Marathons! Sebastian, Heiko und Marco schauen sich gemeinsam durch Arrows legendäre Shawscope-Boxen – heute mit einem Film, der weit mehr zu bieten hat, als sein Titel vermuten lässt.
Intimate Confessions of a Chinese Courtesan (1972) Regie: Chor Yuen. Die junge Ainu wird von Menschenhändlern in ein Bordell verschleppt, wo die eiskalte Madame Chun ein besonderes Auge auf sie geworfen hat. Was zunächst nach Exploitation aussieht, entpuppt sich als düsterer, eleganter Rachefilm mit starken Figuren, eindrucksvoller Action-Choreografie und überraschend viel emotionaler Tiefe. Sebastian: 9/10, Heiko: 8/10, Marco: 8/10.
Als nächstes auf der Liste: 14 Amazons und The Magic Blade.
Filmkammer: https://linktr.ee/filmkammer Kontakt: [email protected]
Sound Mix: Sebastian Kempke Musik: „Kung Fu Warriors" von Tim Donovan, lizensiert via Envato
Heiko und Marco setzen ihr Filmwochenende souverän fort, wie immer mit polierten Klassikern, einigen Novitäten und reichlich verbalen Bodychecks!
La Polizia Chiede Aiuto / Der Tod trägt schwarzes Leder (1974) Regie: Massimo Dallamano. Mario Adorf ermittelt in einem Mädchenentführungsfall, der in reiche und politische Kreise führt. Handwerklich herausragend, mit grandiosem Score und starken Bildern.
The Searchers / Der schwarze Falk (1956) John Ford, John Wayne, Panavision, Technicolor – und eine UHD, die all das zum Leuchten bringt. Ein Klassiker, der für sich steht: episch, dunkel, handwerklich makellos.
Kurzreviews: Lady Bird (2017), The Fastest Gun Alive (1956), I Confess (1953), House Party (1990), Project Hail Mary (2025), Sinbad the Sailor (1947)
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Heiko und Marco haben sich für einen ganzen Filmtag in Hamburg zusammengefunden – mit anständigem Equipment, Franzbrötchen und einem vollen Programm!
Hard Boiled (1992) Regie: John Woo. Ein Cop und ein Unercoverermittler lassen zusammen eine Bande von gnadenlosen Waffenschiebern hochlegen - wortwörtlich!
Trick or Treat (2007) Regie: Michael Dougherty. Ein Halloween-Anthologiefilm mit vier schauerlichen Geschichten, viel Stimmung und reichlich Süßem und Saurem.
High Crime / Tote Zeugen singen nicht (1973)Regie: Enzo G. Castellari. Franco Nero als cholerischer Kommissar, der mit rabiaten Methoden einem großen Drogenring auf die Spur kommt. Actionlastig, kompromisslos und gut in Form.
Kurzreviews: City Kobra / Full Alert / Tarzan Feature / Born Yesterday / Flashpoint / 7 Days in May / Picture of a Nymph / Crime 101 / 6 Assassins / A Hard Day / The Vampire / Police Academy 2
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