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Wann verliert eine Bank einen jungen Kunden? Erst bei der Kündigung? Oder schon dann, wenn das Konto zwar bestehen bleibt, Geldanlage und Finanzwissen aber längst zu anderen Anbietern gewandert sind?
Der Live-Podcast knüpfte an den Impulsvortrag von Ben Müller, Esma Gökgül und Bastian Leuchten an. Die drei zeigten, wie Finanzbildung, Community und Banking Experience dazu beitragen können, junge Menschen als Kunden zu gewinnen und als Mitglieder zu begeistern. Im anschließenden Gespräch ging es darum, was daraus für die Bankpraxis folgt.
Ein Beispiel: Wenn das erste regelmäßige Gehalt eingeht, denkt die Bank vielleicht an ein Girokonto oder einen Sparplan. Der junge Kunde möchte zunächst wissen, wie viel Geld er ausgeben kann, welche Rücklagen sinnvoll sind und wie er mit dem Vermögensaufbau beginnt. Wer an dieser Stelle nur ein Produkt erklärt, lässt die eigentlichen Fragen offen.
Finanzbildung setzt genau dort an. Sie erklärt Zusammenhänge, ordnet Risiken ein und hilft Menschen, eine eigene Entscheidung zu treffen. Dazu gehört auch, von einem Abschluss abzuraten, wenn ein Produkt nicht zur jeweiligen Situation passt. Endet jede Erklärung beim eigenen Angebot, wird aus Bildung Vertrieb.
Dabei können Genossenschaftsbanken etwas leisten, das ein kurzes Video in sozialen Medien nicht ersetzt. Sie können die persönliche Situation berücksichtigen, Risiken konkret einordnen und auch nach der ersten Frage erreichbar bleiben. Dafür müssen digitale Angebote funktionieren und verständlich sein. Bei komplexeren Entscheidungen braucht es zusätzlich Menschen, die erklären können, ohne zu belehren.
Wie trifft man gute Entscheidungen, wenn sich die Märkte innerhalb kürzester Zeit verändern?
Darüber haben wir mit Souâd Benkredda, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DZ BANK, gesprochen. Im Gespräch mit Host Ares Abasi erklärt sie, warum starke Schwankungen an den Kapitalmärkten nicht automatisch eine Krise bedeuten. Für Banken kommt es darauf an, die eigenen Risiken genau zu kennen, Informationen richtig einzuordnen und auch unter Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren.
Im Gespräch geht es außerdem um die wachsende Bedeutung des Kapitalmarkts für die private Altersvorsorge, um die Beratung in den Volksbanken und Raiffeisenbanken und um die Frage, weshalb langfristiges Investieren gerade in unruhigen Phasen wichtig bleibt. Auch persönlich gibt Souâd Benkredda Einblicke: Was gibt ihr Halt, wenn die Verantwortung groß ist und Entscheidungen weitreichende Folgen haben?
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"Stillstand ist in einer Welt, die sich fortlaufend verändert, keine Option mehr,“ sagt Marketing & Communications-Bereichsleiterin Jessica Becker in der neuen Folge von Finanzrauschen. Im Gespräch mit Host Ares Abasi geht es unter anderem um moderne Führung und Kulturwandel. Auch wenn Kulturwandel oder „Change“ oft nach großer Strategie, nach Workshops oder zahlreichen Konzepten klingt, beginnt er im echten Arbeitsalltag viel kleiner: bei klarer Kommunikation, bei Vertrauen, bei Führung, die Orientierung gibt und bei der Frage, wie Unternehmen Veränderung möglich machen, ohne ihre Identität zu verlieren.
Im Gespräch ging es außerdem um
Was hier gute Führung ausmacht: Veränderung nicht nur erklären, sondern Mitarbeiter mitzunehmen und sie zu „Change Agents“ machen und auch mal über Spannungsfelder offen zu sprechen. Jetzt reinhören!
In der neuen Folge von Finanzrauschen ist Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender des Genoverbandes, zu Gast. Im Gespräch mit Host Ares Abasi spricht er über ein Thema, das viele Banken derzeit beschäftigt: die 9. MaRisk-Novelle und die Frage, ob Proportionalität diesmal wirklich in der Praxis ankommt.
Der digitale Euro zählt zu den ambitioniertesten Projekten im europäischen Finanzsystem. Seit mehreren Jahren arbeiten Europäische Kommission, Rat und EZB an einer digitalen Form von Zentralbankgeld, die Bargeld ergänzen und zugleich Souveränität sowie Resilienz im europäischen Zahlungsverkehr stärken soll. Während erste Pilotprojekte ab 2027 geplant sind und eine mögliche Einführung frühestens für 2029 im Raum steht, ist klar: Viele grundlegende Fragen sind derzeit noch offen, technisch, rechtlich und volkswirtschaftlich.
Zu Gast sind Jens Holeczek, Abteilungsleiter Digitaler Zahlungsverkehr beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), sowie Hans‑Rainer van den Berg, Founder und CEO von euro‑V. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Zahlungsverkehr und begleiten den digitalen Euro aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie beantworten unter anderem: Wo wir heute beim digitalen Euro stehen, welche Anwendungsfälle sich realistisch adressieren lassen, wo Doppelstrukturen drohen und wie klar der regulatorische Rahmen tatsächlich ist. Außerdem klären sie, welche Erwartungen realistisch sind und wo Zurückhaltung geboten ist.
Die Blockade der Straße von Hormus trifft die deutsche Volkswirtschaft stark. 20 Prozent des globalen Öl- und Gasvolumens laufen durch diese Engstelle und die ist derzeit nur eingeschränkt passierbar. Wie lange der aktuelle Waffenstillstand hält, ist noch nicht absehbar. Die Folge: Energiepreise, die nicht nachhaltig sinken, und Wachstumsprognosen, die es tun. Dr. Andreas Bley (LinkedIn), Chefvolkswirt des BVR, erläutert im Gespräch mit Host Ares Abasi, was das bedeutet.
Die ursprüngliche Wachstumserwartung von einem Prozent für 2025 hält er nicht mehr für realistisch. Dreiviertel Prozent sind es noch. Der Anteil, der aus genuiner wirtschaftlicher Erholung stammt, geht sogar gegen null.
Das Gespräch geht aber über Makroökonomie hinaus: Welche Branchen geraten bei anhaltend hohen Energiepreisen unter Druck? Wie reagieren Banken bei Kreditvergabe und Risikoeinschätzung, wenn geopolitische Unsicherheit zur Dauerlage wird? Und was unterscheidet diesen Schock strukturell vom Ukraine-Kriegsbeginn 2022?
Die deutsche Wirtschaft dümpelt vor sich hin. Viele Unternehmen klagen über Unsicherheiten. Genossenschaftsbanken sind in diesen Zeiten ein verlässlicher Partner im Kreditgeschäft. Das zeigt sich auch konkret in Zahlen: Laut dem BVR ist das Kreditvolumen 2025 um 29 Milliarden Euro gewachsen. Gleichzeitig kennen nur knapp vier von zehn 16- bis 28-Jährigen überhaupt Genossenschaftsbanken und fast ein Viertel der Befragten hält Sparkassen für genossenschaftliche Institute.
Was heißt das denn für die Zukunftsfähigkeit dieses Modells, und wie merkt ein Kunde in einer digitalen Welt überhaupt noch, dass er Teil einer Gemeinschaft ist? Genau diese Fragen beantwortet Vorständin beim Genoverband e.V., Katja Lewalter-Düssel, im Gespräch mit Host Ares Abasi.
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Jeder vierte Vorstand einer Genossenschaftsbank ist über 60. In fünf Jahren steht in jeder zweiten Bank ein Wechsel an. Was passiert jedoch, wenn geeignete Nachfolger fehlen? Oder wie stellt man sicher, dass Wissen nicht verloren geht?
**Shownotes
Boris Nannt LinkedIn
46 Millionen Europäer nutzen bereits Wero, die europäische Wallet-Lösung der European Payments Initiative (EPI). Seit dem 17. November 2025 ist Wero auch im Online-Shopping verfügbar.
Die EU will die CSRD vereinfachen – doch was bedeutet das für Banken und Finanzinstitute konkret? Die neue Nachhaltigkeitsrichtlinie soll Berichtspflichten vereinheitlichen, Transparenz schaffen und Bürokratie abbauen. In der Praxis sieht das anders aus. Viel mehr wächst die Unsicherheit: Wann gilt was? Wer muss berichten? Und welche Daten genügen künftig den ESRS-Anforderungen? Zwischen Omnibus-Reform, Stop-the-Clock-Mechanismus und freiwilligem VSME-Standard fragen sich viele Institute, wie sie ihre Berichte rechtssicher und effizient gestalten können. Host Ares Abasi fragt Nana von Rottenburg und Jula Bartscher vom BVR, ob die CSRD am Ende wirklich Erleichterung bringt – oder neue Hürden schafft.
Nana von Rottenburg:
Nana von Rottenburg | LinkedIn
Jula Bartscher:
Jula B. | LinkedIn
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