Finanzrauschen - Der Banking Podcast

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Finanzrauschen - Der Banking Podcast episodes

  • Live-Podcast mit Ben Müller von neonblau: Gen Z versteht Banking. Versteht Banking Gen Z?

    Wann verliert eine Bank einen jungen Kunden? Erst bei der Kündigung? Oder schon dann, wenn das Konto zwar bestehen bleibt, Geldanlage und Finanzwissen aber längst zu anderen Anbietern gewandert sind?

    Diese Fragen standen im Mittelpunkt der ersten Live-Aufnahme unseres Podcasts Finanzrauschen auf der PayForward2026. Host Ares Abasi sprach mit Ben Müller von neonblau vor Publikum über das Thema „Gen Z versteht Banking. Versteht Banking Gen Z?“

    Der Live-Podcast knüpfte an den Impulsvortrag von Ben Müller, Esma Gökgül und Bastian Leuchten an. Die drei zeigten, wie Finanzbildung, Community und Banking Experience dazu beitragen können, junge Menschen als Kunden zu gewinnen und als Mitglieder zu begeistern. Im anschließenden Gespräch ging es darum, was daraus für die Bankpraxis folgt.

    Ein Beispiel: Wenn das erste regelmäßige Gehalt eingeht, denkt die Bank vielleicht an ein Girokonto oder einen Sparplan. Der junge Kunde möchte zunächst wissen, wie viel Geld er ausgeben kann, welche Rücklagen sinnvoll sind und wie er mit dem Vermögensaufbau beginnt. Wer an dieser Stelle nur ein Produkt erklärt, lässt die eigentlichen Fragen offen.

    Finanzbildung setzt genau dort an. Sie erklärt Zusammenhänge, ordnet Risiken ein und hilft Menschen, eine eigene Entscheidung zu treffen. Dazu gehört auch, von einem Abschluss abzuraten, wenn ein Produkt nicht zur jeweiligen Situation passt. Endet jede Erklärung beim eigenen Angebot, wird aus Bildung Vertrieb.

    Für Genossenschaftsbanken ist das eng mit der Frage verbunden, wie sie jüngere Kunden langfristig halten. Ein von den Eltern eröffnetes Konto verschafft einen frühen Kontakt. Eine belastbare Beziehung entsteht daraus erst, wenn die Bank später einen eigenen Grund liefert, warum der junge Mensch bleiben und Mitglied werden sollte.

    Dabei können Genossenschaftsbanken etwas leisten, das ein kurzes Video in sozialen Medien nicht ersetzt. Sie können die persönliche Situation berücksichtigen, Risiken konkret einordnen und auch nach der ersten Frage erreichbar bleiben. Dafür müssen digitale Angebote funktionieren und verständlich sein. Bei komplexeren Entscheidungen braucht es zusätzlich Menschen, die erklären können, ohne zu belehren.

    Im Live-Podcast sprechen Ben Müller und Ares Abasi außerdem darüber, was junge Menschen von Banking erwarten, wie Mitgliedschaft im Alltag sichtbar werden kann und weshalb Banken früher ansetzen müssen als bei der Baufinanzierung.

    25 min
  • Souâd Benkredda spricht über volatile Kapitalmärkte: Chance oder Risiko?

    Wie trifft man gute Entscheidungen, wenn sich die Märkte innerhalb kürzester Zeit verändern?

    Darüber haben wir mit Souâd Benkredda, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DZ BANK, gesprochen. Im Gespräch mit Host Ares Abasi erklärt sie, warum starke Schwankungen an den Kapitalmärkten nicht automatisch eine Krise bedeuten. Für Banken kommt es darauf an, die eigenen Risiken genau zu kennen, Informationen richtig einzuordnen und auch unter Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Im Gespräch geht es außerdem um die wachsende Bedeutung des Kapitalmarkts für die private Altersvorsorge, um die Beratung in den Volksbanken und Raiffeisenbanken und um die Frage, weshalb langfristiges Investieren gerade in unruhigen Phasen wichtig bleibt. Auch persönlich gibt Souâd Benkredda Einblicke: Was gibt ihr Halt, wenn die Verantwortung groß ist und Entscheidungen weitreichende Folgen haben?

    Jetzt reinhören!

    22 min
  • Change, Kulturwandel und moderne Führung: Jessica Becker im Gespräch
    Wie Change, Transparenz und Vielfalt echte Transformation ermöglichen: Insights aus dem Führungsalltag.

    "Stillstand ist in einer Welt, die sich fortlaufend verändert, keine Option mehr,“ sagt Marketing & Communications-Bereichsleiterin Jessica Becker in der neuen Folge von Finanzrauschen. Im Gespräch mit Host Ares Abasi geht es unter anderem um moderne Führung und Kulturwandel. Auch wenn Kulturwandel oder „Change“ oft nach großer Strategie, nach Workshops oder zahlreichen Konzepten klingt, beginnt er im echten Arbeitsalltag viel kleiner: bei klarer Kommunikation, bei Vertrauen, bei Führung, die Orientierung gibt und bei der Frage, wie Unternehmen Veränderung möglich machen, ohne ihre Identität zu verlieren.

    Im Gespräch ging es außerdem um

    • Change, der nicht von oben verordnet wird,
    • Mitarbeitende, die Erwartungen heute klarer formulieren als früher,
    • hybride Teams, die Nähe brauchen, auch wenn nicht alle im selben Raum sitzen
    • und Vereinbarkeit, die nicht perfekt ist, aber funktionieren kann, wenn beide Seiten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
    • Was hier gute Führung ausmacht: Veränderung nicht nur erklären, sondern Mitarbeiter mitzunehmen und sie zu „Change Agents“ machen und auch mal über Spannungsfelder offen zu sprechen. Jetzt reinhören!

      25 min
    • Genoverband-Vorstand Michael Hoeck über die neue MaRisk-Novelle und Proportionalität

      In der neuen Folge von Finanzrauschen ist Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender des Genoverbandes, zu Gast. Im Gespräch mit Host Ares Abasi spricht er über ein Thema, das viele Banken derzeit beschäftigt: die 9. MaRisk-Novelle und die Frage, ob Proportionalität diesmal wirklich in der Praxis ankommt.

      Klar ist: Die Richtung stimmt. Die Konsultationsfassung setzt stärker auf Prinzipienorientierung, weniger Komplexität und eine differenziertere Betrachtung nach Institutsgröße. Für viele kleine und sehr kleine Institute ist das ein wichtiges Signal. Michael Hoeck macht aber auch deutlich: Entlastung wirkt nur dann, wenn sie eindeutig, praxistauglich und mit einfachen Nachweispflichten umsetzbar ist.
      Besonders spannend: Proportionalität ist nicht nur eine fachliche, sondern auch eine kulturelle Frage. Wer Regulierung wirksam vereinfachen will, muss den Mut haben, Prozesse, Berichte und Routinen zu hinterfragen, die über Jahre gewachsen, aber nicht zwingend mehrwertstiftend sind.
      Im Podcast geht es außerdem darum,
      • welche konkreten Erleichterungen die Konsultation vorsieht,
      • wo zugleich neue Anforderungen entstehen
      • und wie ein zukunftsfähiges, stärker datengetriebenes Risikomanagement aussehen könnte.

      23 min
    • Digitaler Euro im Realitätscheck: Zwei Stimmen aus der Praxis

      Der digitale Euro zählt zu den ambitioniertesten Projekten im europäischen Finanzsystem. Seit mehreren Jahren arbeiten Europäische Kommission, Rat und EZB an einer digitalen Form von Zentralbankgeld, die Bargeld ergänzen und zugleich Souveränität sowie Resilienz im europäischen Zahlungsverkehr stärken soll. Während erste Pilotprojekte ab 2027 geplant sind und eine mögliche Einführung frühestens für 2029 im Raum steht, ist klar: Viele grundlegende Fragen sind derzeit noch offen, technisch, rechtlich und volkswirtschaftlich.

      In der aktuellen Folge des Podcasts „Finanzrauschen“ steht der digitale Euro daher im Spannungsfeld zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzbarkeit. Diskutiert wird, welche Rolle der digitale Euro im Vergleich zu bestehenden und entstehenden Alternativen wie Instant Payments, Giralgeld‑Token, Stablecoins oder tokenisiertem Zentralbankgeld spielen kann.

      Zu Gast sind Jens Holeczek, Abteilungsleiter Digitaler Zahlungsverkehr beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), sowie Hans‑Rainer van den Berg, Founder und CEO von euro‑V. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Zahlungsverkehr und begleiten den digitalen Euro aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie beantworten unter anderem: Wo wir heute beim digitalen Euro stehen, welche Anwendungsfälle sich realistisch adressieren lassen, wo Doppelstrukturen drohen und wie klar der regulatorische Rahmen tatsächlich ist. Außerdem klären sie, welche Erwartungen realistisch sind und wo Zurückhaltung geboten ist.

      46 min
    • Irankrieg: Teure Rohstoffe, schlechte Bankbilanzen – mit BVR-Chefvolkswirt Dr. Andreas Bley
      mit Dr. Andreas Bley vom BVR

      Die Blockade der Straße von Hormus trifft die deutsche Volkswirtschaft stark. 20 Prozent des globalen Öl- und Gasvolumens laufen durch diese Engstelle und die ist derzeit nur eingeschränkt passierbar. Wie lange der aktuelle Waffenstillstand hält, ist noch nicht absehbar. Die Folge: Energiepreise, die nicht nachhaltig sinken, und Wachstumsprognosen, die es tun. Dr. Andreas Bley (LinkedIn), Chefvolkswirt des BVR, erläutert im Gespräch mit Host Ares Abasi, was das bedeutet.

      Die ursprüngliche Wachstumserwartung von einem Prozent für 2025 hält er nicht mehr für realistisch. Dreiviertel Prozent sind es noch. Der Anteil, der aus genuiner wirtschaftlicher Erholung stammt, geht sogar gegen null.

      Das Gespräch geht aber über Makroökonomie hinaus: Welche Branchen geraten bei anhaltend hohen Energiepreisen unter Druck? Wie reagieren Banken bei Kreditvergabe und Risikoeinschätzung, wenn geopolitische Unsicherheit zur Dauerlage wird? Und was unterscheidet diesen Schock strukturell vom Ukraine-Kriegsbeginn 2022?

      15 min
    • Genoverband-Vorständin Katja Lewalter-Düssel über Wachstum und digitale Gemeinschaft

      Die deutsche Wirtschaft dümpelt vor sich hin. Viele Unternehmen klagen über Unsicherheiten. Genossenschaftsbanken sind in diesen Zeiten ein verlässlicher Partner im Kreditgeschäft. Das zeigt sich auch konkret in Zahlen: Laut dem BVR ist das Kreditvolumen 2025 um 29 Milliarden Euro gewachsen. Gleichzeitig kennen nur knapp vier von zehn 16- bis 28-Jährigen überhaupt Genossenschaftsbanken und fast ein Viertel der Befragten hält Sparkassen für genossenschaftliche Institute.

      Was heißt das denn für die Zukunftsfähigkeit dieses Modells, und wie merkt ein Kunde in einer digitalen Welt überhaupt noch, dass er Teil einer Gemeinschaft ist? Genau diese Fragen beantwortet Vorständin beim Genoverband e.V., Katja Lewalter-Düssel, im Gespräch mit Host Ares Abasi.

      Jetzt reinhören!

      23 min
    • ADG-Vorstand Boris Nannt über Generationenwechsel im Bankenvorstand

      Jeder vierte Vorstand einer Genossenschaftsbank ist über 60. In fünf Jahren steht in jeder zweiten Bank ein Wechsel an. Was passiert jedoch, wenn geeignete Nachfolger fehlen? Oder wie stellt man sicher, dass Wissen nicht verloren geht?

      In der neuen Folge von Finanzrauschen spricht Host Ares Abasi mit Boris Nannt, Vorstandsvorsitzender der Akademie Deutscher Genossenschaften, außerdem darüber, warum

      • Aufsichtsräte Architekten des Wechsels sein müssen,
      • Diversität mehr Produktivität bedeutet,
      • Kultur über Erfolg entscheidet
      • und warum Übergaben kurz, aber Vorbereitung lang sein sollte.
      • **Shownotes

        Boris Nannt LinkedIn

        ADG
        ADG

        19 min
      • Wero startet im E-/M-Commerce durch

        46 Millionen Europäer nutzen bereits Wero, die europäische Wallet-Lösung der European Payments Initiative (EPI). Seit dem 17. November 2025 ist Wero auch im Online-Shopping verfügbar.

        In unserer neuen Podcastfolge spricht Host Ares Abasi mit Anne Grünkorn, Abteilungsleiterin Zahlungsverkehr beim BVR, über das, was hinter diesem Meilenstein steckt:

        • Warum Wero jetzt im E-/M-Commerce durchstartet,
        • welche Rolle 1 Million aktive Wallets spielen,
        • wie Banken gemeinsam eine europäische Alternative zu Internationalen Playern schaffen
        • und was Banker schon heute tun können, um den „Wero E-/M-Commerce Rollout“ 2026 erfolgreich vorzubereiten.
        • 26 min
        • CSRD & Omnibus: Mehr Klarheit oder neue Hürden?

          Die EU will die CSRD vereinfachen – doch was bedeutet das für Banken und Finanzinstitute konkret? Die neue Nachhaltigkeitsrichtlinie soll Berichtspflichten vereinheitlichen, Transparenz schaffen und Bürokratie abbauen. In der Praxis sieht das anders aus. Viel mehr wächst die Unsicherheit: Wann gilt was? Wer muss berichten? Und welche Daten genügen künftig den ESRS-Anforderungen? Zwischen Omnibus-Reform, Stop-the-Clock-Mechanismus und freiwilligem VSME-Standard fragen sich viele Institute, wie sie ihre Berichte rechtssicher und effizient gestalten können. Host Ares Abasi fragt Nana von Rottenburg und Jula Bartscher vom BVR, ob die CSRD am Ende wirklich Erleichterung bringt – oder neue Hürden schafft.

          Nana von Rottenburg:

          Referentin Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

          Nana von Rottenburg | LinkedIn

          Jula Bartscher:

          Referentin für Nachhaltigkeitsberichterstattung beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

          Jula B. | LinkedIn

          23 min

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