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Es ist ein Trend, ein Hype, ein Wahnsinn geradezu - das Eisschwimmen. Gerade fanden vom 1. bis zum 6. Januar bundesweit die Eisschwimmtage statt, seit 2025 ist Eisschwimmen eine offizielle Sportart im Deutschen Schwimmverband. Immer mehr Menschen hüpfen im Winter mal eben in den eiskalten See (obwohl man auf keinen Fall hinein „springen“ sollte!). Wir sprechen heute mit Anke Rubien, eine unserer Hörerinnen, aber vor allem - einer Eisschwimmexpertin. Denn sie ist nicht nur selber Eisschwimmerin seit 2016, sondern hat sich auch zum Ice-Instructor ausbilden lassen, quasi zu einer Eisschwimmlehrerin. Zur Zeit kann man diese Ausbildung nur beim bayerischen Schwimmverband machen, Anke kommt selber aus Hessen und lebt zur Zeit bei Hannover - aber das war es ihr wert.
Denn so schön und aufregend Eisschwimmen auch sein kann - es ist nicht ungefährlich. Die beiden wichtigsten Regeln, sagt Anke: NIEMALS allein und - immer bedenken, dass man aus dem kalten Wasser auch wieder rauskommen muss! Wer sich beispielsweise ein Loch in die Eisfläche eines Sees schlägt, handelt grob fahrlässig. Denn da kommt man zwar sehr schnell rein, aber nur sehr schwer wieder raus. Und auch für Retter ist es sehr schwierig, jemanden aus einem Eisloch herauszuziehen.
Wenn man im kalten See schwimmen geht, sollte man auf jeden Fall immer eine Boje dabei haben. Nicht nur, weil man sich im Zweifel daran festhalten kann, sondern weil man einfach besser gesehen wird. Ob mit oder ohne Neoprenanzug, -socken oder -handschuhe - das müsse jeder und jede für sich selber entscheiden, sagt Anke. Neoprensocken seien oft sehr hilfreich, weil man nie so genau wisse, wie der Untergrund im See gerade beschaffen ist. Und wenn man reingeht, so ihr Tipp, dann erstmal bis zum Bauchnabel - und dann langsam, aber zügig den Rest. Und dabei gaaaaanz ruhig atmen!
Anke selbst ist eher durch Zufall zum Eisschwimmen gekommen. Als Kind hatten ihr ihre Eltern das Schwimmtraining verboten, weil sie Angst hatten, dass sie zu muskulös, zu wenig weiblich dadurch werden würde. Mit 40 hat sie dann aber mit den eigenen Kindern wieder angefangen, hat zahlreiche internationale Wettkämpfe mitgeschommen, diverse Trainerscheine gemacht, als Volunteer bei Wettkämpfen unterstützt und sich dann auch noch zum Total Immersion-Coach ausbilden lassen.
Kurz und krumm - das Wasser war und ist ihr Element. Zunächst vor allem im Becken, später, wenn auch zögerlich, im See. 2016 war sie als Zuschauerin bei der Eisschwimm-WM in Burghausen dabei, plötzlich fehlte eine Starterin in der Staffel und Anke wurde gefragt, ob sie nicht vielleicht …? Sie wollte. 25 Meter in eiskaltem Wasser. Bei 1,5 Grad Wasser- und minus 13 Grad Außentemperatur. Danach gab es kein Zurück mehr.
Mittlerweile schwimmt sie auf Wettkämpfen 500 oder auch 1000 Meter. Brust oder Kraul, wobei sie betont, dass Kraulschwimmen im kalten Wasser nochmal eine ganz andere Überwindung ist. Rollwenden sind bei Eisschwimmwettkämpfen übrigens verboten. Und spätestens nach fünf Metern muss der Kopf wieder aufgetaucht sein - „sonst wird man disqualifiziert“.
Das Eisschwimmen war auch eine gute Vorbereitung für eine ganz andere Idee, die Anke mit drei anderen Frauen im Jahr 2023 in die Tat umsetzte: Staffelschwimmen durch den Ärmelkanal und dabei Spenden sammeln für die „German Doctors“, die damit ein Dorf in Indien unterstützen wollten. 4.000 Euro sollten zusammenkommen. Am Ende waren es 32.000.
Am 10. und 11. Januar 2026 wird Anke am vEItSbad Cup teilnehmen, der der Station beim aktuellen Deutschland Ice Cup. Wir wünschen ihr gutes Gelingen und viel Erfolg!
By Ute Zill, Martina SchreyEs ist ein Trend, ein Hype, ein Wahnsinn geradezu - das Eisschwimmen. Gerade fanden vom 1. bis zum 6. Januar bundesweit die Eisschwimmtage statt, seit 2025 ist Eisschwimmen eine offizielle Sportart im Deutschen Schwimmverband. Immer mehr Menschen hüpfen im Winter mal eben in den eiskalten See (obwohl man auf keinen Fall hinein „springen“ sollte!). Wir sprechen heute mit Anke Rubien, eine unserer Hörerinnen, aber vor allem - einer Eisschwimmexpertin. Denn sie ist nicht nur selber Eisschwimmerin seit 2016, sondern hat sich auch zum Ice-Instructor ausbilden lassen, quasi zu einer Eisschwimmlehrerin. Zur Zeit kann man diese Ausbildung nur beim bayerischen Schwimmverband machen, Anke kommt selber aus Hessen und lebt zur Zeit bei Hannover - aber das war es ihr wert.
Denn so schön und aufregend Eisschwimmen auch sein kann - es ist nicht ungefährlich. Die beiden wichtigsten Regeln, sagt Anke: NIEMALS allein und - immer bedenken, dass man aus dem kalten Wasser auch wieder rauskommen muss! Wer sich beispielsweise ein Loch in die Eisfläche eines Sees schlägt, handelt grob fahrlässig. Denn da kommt man zwar sehr schnell rein, aber nur sehr schwer wieder raus. Und auch für Retter ist es sehr schwierig, jemanden aus einem Eisloch herauszuziehen.
Wenn man im kalten See schwimmen geht, sollte man auf jeden Fall immer eine Boje dabei haben. Nicht nur, weil man sich im Zweifel daran festhalten kann, sondern weil man einfach besser gesehen wird. Ob mit oder ohne Neoprenanzug, -socken oder -handschuhe - das müsse jeder und jede für sich selber entscheiden, sagt Anke. Neoprensocken seien oft sehr hilfreich, weil man nie so genau wisse, wie der Untergrund im See gerade beschaffen ist. Und wenn man reingeht, so ihr Tipp, dann erstmal bis zum Bauchnabel - und dann langsam, aber zügig den Rest. Und dabei gaaaaanz ruhig atmen!
Anke selbst ist eher durch Zufall zum Eisschwimmen gekommen. Als Kind hatten ihr ihre Eltern das Schwimmtraining verboten, weil sie Angst hatten, dass sie zu muskulös, zu wenig weiblich dadurch werden würde. Mit 40 hat sie dann aber mit den eigenen Kindern wieder angefangen, hat zahlreiche internationale Wettkämpfe mitgeschommen, diverse Trainerscheine gemacht, als Volunteer bei Wettkämpfen unterstützt und sich dann auch noch zum Total Immersion-Coach ausbilden lassen.
Kurz und krumm - das Wasser war und ist ihr Element. Zunächst vor allem im Becken, später, wenn auch zögerlich, im See. 2016 war sie als Zuschauerin bei der Eisschwimm-WM in Burghausen dabei, plötzlich fehlte eine Starterin in der Staffel und Anke wurde gefragt, ob sie nicht vielleicht …? Sie wollte. 25 Meter in eiskaltem Wasser. Bei 1,5 Grad Wasser- und minus 13 Grad Außentemperatur. Danach gab es kein Zurück mehr.
Mittlerweile schwimmt sie auf Wettkämpfen 500 oder auch 1000 Meter. Brust oder Kraul, wobei sie betont, dass Kraulschwimmen im kalten Wasser nochmal eine ganz andere Überwindung ist. Rollwenden sind bei Eisschwimmwettkämpfen übrigens verboten. Und spätestens nach fünf Metern muss der Kopf wieder aufgetaucht sein - „sonst wird man disqualifiziert“.
Das Eisschwimmen war auch eine gute Vorbereitung für eine ganz andere Idee, die Anke mit drei anderen Frauen im Jahr 2023 in die Tat umsetzte: Staffelschwimmen durch den Ärmelkanal und dabei Spenden sammeln für die „German Doctors“, die damit ein Dorf in Indien unterstützen wollten. 4.000 Euro sollten zusammenkommen. Am Ende waren es 32.000.
Am 10. und 11. Januar 2026 wird Anke am vEItSbad Cup teilnehmen, der der Station beim aktuellen Deutschland Ice Cup. Wir wünschen ihr gutes Gelingen und viel Erfolg!