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Folge #2: Fürsprache. Mit Florian Kessler und Iuditha Balint


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Im Januar 2014 löst Florian Kessler mit seinem Artikel »Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn!« (DIE ZEIT) eine Debatte über Uniformität und Repräsentation im Literaturbetrieb aus. Eine Debatte, die zu grundlegenden Reflexionen über die Beschaffenheit des literarischen Feldes führt, genauer darüber, wer wessen Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit bestimmt und wer aus welchen Gründen marginalisiert bleibt. Von diesem Artikel ausgehend spricht Iuditha Balint mit Florian Kessler über Fürsprache im Literaturbetrieb und in der Literatur. Sie fragen danach, inwiefern und wie Institutionen des Literaturbetriebs als Fürsprecher einer vielgestaltigen Literatur betrachtet werden können; und ob Fürsprache als literarisches Verfahren gelingen kann. Zwei Texte haben sie dafür mitgebracht: Sebastian Haffners Roman »Abschied« (Hanser 2025) und Dinçer Güçyeters Roman »Unser Deutschlandmärchen« (Mikrotext 2022).

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auto:montageBy Literaturforum im Brecht-Haus