Ryan führt ein langweiliges und zurückgezogenes Leben, beschreibt sich selbst als Loser und wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen netten Wohnung. Außerdem leidet er unter einer milden Form der Infantilen Zerebralparese – eine Art Bewegungsstörung. Boom!
Eines Tages, mit anderen Worten in Folge eins, beschließt Ryan, sein Leben zu ändern – und es endlich so zu leben, wie er es gerne möchte. Er ist übrigens schon 32 Jahre alt. Zu seinem neuen Leben gehört auch, dass er seine Homosexualität auslebt. What? Behindert und schwul. Mindblowing.
Und im Idealfall will er auch einen Freund finden. Einen ersten. Denn Ryan ist auch noch Jungfrau. In der Kombi mit der Behinderung hat man das in noch keiner Serie gesehen. Netflix bricht hier also ganz bewusst wieder die Norm. Etwas, das man sich im klassischen Network-Fernsehen wohl nicht getraut hätte – obwohl es eigentlich ja keinen Grund dafür gibt. "Ein besonderes Leben" kommt trotz des Behinderten-Themas erstaunlich unbeschwert und vor allem selbstironisch daher. Aber man verzichtet gottseidank auf ein hundertprozentiges Happy-End – damit hätte man es sich schließlich zu einfach gemacht. Stattdessen geht man einen gesunden Mittelweg, der auch genug Raum für eine zweite Staffel bietet.