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Braun und Clarke haben im Jahr 2006 eines der meistzitiertesten Methodenpaper in den Sozialwissenschaften veröffentlicht. Darin entwickeln sie ein einheitlicheres Framework für die thematische Analyse, die bisher sehr heterogen angewendet wurde. Mit ihrem Ansatz, die thematische Analyse sowohl für theoriegeleitete, deduktive Anwendungen als auch induktiv-interpretative Analysen flexibel zu halten, haben sie in der Academia überzeugt. Inzwischen beziehen sich die Psychologinnen stärker auf ihre Weiterentwicklung der reflexiven thematischen Analyse, die stärker im konstruktivistischen Paradigma verhaftet ist.
Marlene Schuster von der FH Wiener Neustadt erklärt uns, wie die reflexive thematische Analyse funktioniert. Im Gespräch gleichen wir das Vorgehen immer wieder mit bekannten Analysemethoden auf dem vorhandenen Spektrum ab, so mit Mayring und Kuckartz/ Rädiker auf dem stärker strukturierenden Ende, aber auch der Grounded Theory als sehr stark prozessorientierte Methdodologie.
Zum Schluss besprechen wir, ob die reflexive thematische Analyse mi KI-Unterstützung angewendet werden kann. Marlene stellt dabei fest: Ja, aber Spaß muss sein!
M:K-Folgen, die wir erwähnen bzw. zu den Themen passen:
- Folge 41: Mit generativer KI qualitative Daten interpretieren
- Folge 24: Neues entdecken mit der Grounded Theory
- Folge 7: Qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz, und: Man muss das Rad nicht immer neu erfinden
Schaut auf www.methodenkoffer.info vorbei für die erwähnte Literatur. Hier findet ihr auch mehr Infos über die anderen Folgen und die Möglichkeit, uns für Feedback, Fragen und Anregungen zu kontaktieren!