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Die Ukrainische Künstlerin Julia Beliaeva balanciert zwischen Virtualität, Körperlichkeit und Fragilität. In ihren digital generierten Skulpturen und Videos interpretiert sie die Vergangenheit für die Gegenwart neu.
Mit dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 ist die multimedial arbeitende Künstlerin mit ihrem Sohn aus ihrer Heimatstadt Kiew geflohen. Auf Einladung der OÖ Landes-Kultur GmbH ist sie im März Teil des Residency-Programms und der neu etablierten Academy of Ceramics Gmunden geworden. Im Zuge ihres Aufenthalts entstand in der Gmundner Keramik ihre bislang monumentalste Arbeit „Fragile City“. Zunächst wie Kachelöfen anmutende Objekte erinnern an zerbombte, ausgebrannte Häuser aus dem Großraum Kiew und erzählen im figurativen Fries von Krieg und Flucht.
Bekannt für ihre digitalen und realen Figuren in Weiß, übersetzt sie 3D-Visualisierungen in keramische Werkstoffe wie Porzellan. Dafür werden historische Vorlagen aktualisiert, in einen neuen Kontext gesetzt. Die zerbrechliche Natur des Materials, aber auch seine Widerstandsfähigkeit stehen für Julia Beliaevas sensible, aber auch kritische Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte und Identität ihres Landes.
Der Albtraum des Krieges, die dadurch ausgelösten Krisen, Traumata und Eindrücke fordern existenziell, persönlich und global. Erinnern und Vergessen sind Prozesse, die das Gedächtnis stetig neu modellieren. Die Lesart bleibt offen, und auch Beliaevas ältere Arbeiten schwingen heute noch stärker nach.
Radio FRO im Künstlerin-Kuratorinnen-Gespräch mit Julia Beliaeva und Genoveva Rückert-Sommerauer: die Ausstellung Fagile City wird am 29. März eröffnet und ist bis Mai im O.K zu sehen. Am 29. März findet zur Ausstellungseröffnung um 18 Uhr auch ein TALK im O.K Mediendeck statt:
JULIA BELIAEVAS WERK UND DIE UKRAINISCHE KUNSTSZENE VOR DEM HINTERGRUND DES KRIEGES
Anmeldung zum TALK am Mi, 29.03.23 erbeten mit dem Kennwort „Julia Beliaeva“ bis 27.03. unter [email protected]
By Pamela NeuwirthDie Ukrainische Künstlerin Julia Beliaeva balanciert zwischen Virtualität, Körperlichkeit und Fragilität. In ihren digital generierten Skulpturen und Videos interpretiert sie die Vergangenheit für die Gegenwart neu.
Mit dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 ist die multimedial arbeitende Künstlerin mit ihrem Sohn aus ihrer Heimatstadt Kiew geflohen. Auf Einladung der OÖ Landes-Kultur GmbH ist sie im März Teil des Residency-Programms und der neu etablierten Academy of Ceramics Gmunden geworden. Im Zuge ihres Aufenthalts entstand in der Gmundner Keramik ihre bislang monumentalste Arbeit „Fragile City“. Zunächst wie Kachelöfen anmutende Objekte erinnern an zerbombte, ausgebrannte Häuser aus dem Großraum Kiew und erzählen im figurativen Fries von Krieg und Flucht.
Bekannt für ihre digitalen und realen Figuren in Weiß, übersetzt sie 3D-Visualisierungen in keramische Werkstoffe wie Porzellan. Dafür werden historische Vorlagen aktualisiert, in einen neuen Kontext gesetzt. Die zerbrechliche Natur des Materials, aber auch seine Widerstandsfähigkeit stehen für Julia Beliaevas sensible, aber auch kritische Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte und Identität ihres Landes.
Der Albtraum des Krieges, die dadurch ausgelösten Krisen, Traumata und Eindrücke fordern existenziell, persönlich und global. Erinnern und Vergessen sind Prozesse, die das Gedächtnis stetig neu modellieren. Die Lesart bleibt offen, und auch Beliaevas ältere Arbeiten schwingen heute noch stärker nach.
Radio FRO im Künstlerin-Kuratorinnen-Gespräch mit Julia Beliaeva und Genoveva Rückert-Sommerauer: die Ausstellung Fagile City wird am 29. März eröffnet und ist bis Mai im O.K zu sehen. Am 29. März findet zur Ausstellungseröffnung um 18 Uhr auch ein TALK im O.K Mediendeck statt:
JULIA BELIAEVAS WERK UND DIE UKRAINISCHE KUNSTSZENE VOR DEM HINTERGRUND DES KRIEGES
Anmeldung zum TALK am Mi, 29.03.23 erbeten mit dem Kennwort „Julia Beliaeva“ bis 27.03. unter [email protected]