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Gabriele Schiebe, Vorsitzende des Sozialausschusses in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung
Sie wollte die Verantwortung nicht einfach auf andere abschieben und hat sich deshalb für die Kommunalpolitik entschieden. Seit Jahren leitet Gabriele Schiebe das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg und sitzt nun seit vier Jahren für die CDU in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung. Doch eine neue Karriere ist das nicht, eher die logische Fortsetzung ihrer Arbeit, denn als Schulleiterin hat sie immer schon Erfahrungen mit der Lokalpolitik gemacht.
Ihre Arbeit als Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales, Bürgerbeteiligung und Tourismus empfindet sie schon als anstrengend. Angesichts von Corona, Ukraine-Krieg und der politischen Zusammensetzung des Parlaments, aber es lohnt sich. Wenn sie eine Einigung oder einen Kompromiss erzielt hat, erfüllt sie das mit Stolz und Zufriedenheit. "Das pusht mich richtig", sagt sie. Überhaupt kann sie einige Erfahrungen aus der Politik in die Schule übertragen. Denn Politik ist für sie in erster Linie Kommunikation.
Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist der Meinung, dass das traditionelle Rollenbild noch viele Frauen zögern lässt, in die Politik zugehen. Deshalb möchte sie Frauen ermutigen. Denn Frauen sind sachbezogen, ungezwungen und konzentriert in der Zusammenarbeit.
Gerrit Große, Vorsitzende des Verbandes der Musik- und Kunstschulen in Brandenburg, von 2009 – 2014 Vizepräsidentin des Landtages
Birgit Tornow-Wendland, Geschäftsführerin der Kommunalen Betreiber- und Immobiliengesellschaft (KBI GmbH) der Stadt Hennigsdorf
Ines Hübner, Bürgermeisterin der Stadt Velten
Ines Hübner ist schon rein statistisch eine besondere Frau, denn nur jede 10. Kommune in Deutschland hat eine Bürgermeisterin. Die Bürgermeisterin von Velten ist die einzige Frau in diesem Amt im Landkreis Oberhavel.
Seit über 10 Jahren regiert sie in der Stadt mit mehr als 13.000 Einwohnern. Bis zur Wendezeit hat sie in ihrem Traumberuf als Buchhändlerin gearbeitet, dann kam sie über Umwege in die Verwaltung. Um dafür gewappnet zu sein, studierte sie ein zweites Mal, nämlich Verwaltungswissenschaften. Ines Hübner mag es immer noch, wenn sie beim Einkaufen angesprochen wird, denn sie sei eine „Kommunale“ durch und durch.
In dem Podcast spricht sie über Stadtverordnetenversammlungen per Live-Stream, darüber wie wichtig Räume oder schöne Orte in einer Stadt sind, über ihre Familie und den schönsten Moment in ihrer Karriere.
Anja Penßler-Beyer, Vorsitzende des Bundes deutscher Kriminalbeamter in Brandenburg
Dieses Amt ist mein politisches Comeback, sagt Anja Penßler-Beyer. Schon als Schülerin hat sie sich politisch engagiert. Sie hat heftig ein neues Schulgesetz in Thüringen verteidigt und später ging es in der Stadtpolitik in Kassel weiter.
Die Digitalexpertin und Linguistin kam als Quereinsteigerin zur Brandenburgischen Polizei, sie arbeitet an der Hochschule der Polizei in Oranienburg als Dozentin und ist die erste Frau an der Spitze des BDK-Landesverbandes.
Mittlerweile sei sie ruhiger geworden. Sie erlebt, dass sich Frauen in der Politik inzwischen bewusster unterstützen. In dem Podcast spricht sie über den Stolz, den sie im Brandenburger Landtag empfunden hat, über ihren Gestaltungswillen und über politische Spielchen, die sei einfach nicht mitspielt.
Susanne Zamecki, Aufsichtsratsvorsitzende der Oranienburg-Holding
Jenny Fulde, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Oberhavel
Mehr Männer als Frauen trifft sie in ihrem Beruf als Finanzberaterin und auch im Ehrenamt bei den Wirtschaftsjunioren. Das nimmt Jenny Fulde wahr, aber die klassischen Rollenzuschreibungen sind ihr nicht wichtig. Für ein Jahr ist sie die Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Oberhavel und erlebt eine sehr vernünftige Kommunikation. Das führt sie darauf zurück, dass sich junge Führungskräfte weitergebildet haben und deshalb eine zugewandte, respektvolle Gesprächskultur selbstverständlich sei.
Die Mittdreißigerin ist Mutter zweier Kinder, freut sich über den guten Wirtschaftsstandort Oberhavel und beschreibt ihre Visionen dafür. Sie erzählt aber auch von ihren persönlichen Träumen und Vätern, die selbstverständlich für ihre Kinder da sind.
Stefanie Rose, Dezernentin Bürgerdienste in Oranienburg
Eine gute Politikerin muss in erster Linie zuhören können, meint Stefanie Rose. Mit Anfang 40 hat die Politikerin schon viele Erfahrungen gesammelt. Nach einem Politikstudium hat sie für Bundes- und Landtagsabgeordnete gearbeitet, war Gemeindevertreterin und Kreisvorsitzende ihrer Partei.
Sie erlebt in ihrer Arbeit, dass Frauen Debatten versachlichen und kompromissbereiter sind als Männer.
Die dreifache Mutter hat einen Mann, der ihr den Rücken freihält und schöpft Kraft aus dem Privatleben.
In diesem Gespräch erfahren wir etwas über Debattenkultur von Männern und Frauen, über sinnstiftende Arbeit und die Frage, die immer nur Frauen gestellt wird: Wie schaffen sie es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?
Heike Bergmann, Immobilienmaklerin
Die Handwerksmesse in Oranienburg, der Weihnachtsmarkt in Sachsenhausen, Unternehmerstammtisch: Alles undenkbar ohne Heike Bergmann. Die 60-Jährige will nicht nur Mitgliedsbeiträge zahlen, sondern sich auch einbringen und gestalten.
Sie hat sich gleich nach der Wende als Immobilienmaklerin selbständig gemacht und ein Unternehmen mit 14 Beschäftigten aufgebaut.
Etwas halbherzig hat die dreifache Mutter für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert und ist jetzt erleichtert, dass es nicht geklappt hat. So kann sie effektiver arbeiten, meint sie. Außerdem schreckt sie der rüde Umgang in den sozialen Medien vor allem mit Politikerinnen ab. Heike Bergmann ermutigt Frauen, selbstbewusst aufzutreten, beschreibt die Freude am Ärmel hochkrempeln und wie wichtig gemeinsames Lachen ist.
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