„SWARM SPRINT /n“ ist eine Lecture Performance, die
das CCRU-Konzept der Hyperstition – die selbsterfüllen-
de Prophezeiung, bei der Fiktionen in die Realität einsi-
ckern und sie formen – in eine dreiteilige Versuchsanord-
nung übersetzt.
Sie untersucht das scheinbar unvermeidliche Aufkommen
autonomer Drohnenschwärme nicht als technologischen
Determinismus, sondern als Ergebnis einer langen kultu-
rell-imaginären Rückkopplungsschleife. Die Arbeit orches-
triert ein lineares Narrativ, einen rekursiven Videoloop und
eine regelbasierte Publikumsintervention zu einer perfor-
mativen Spirale, in der Erzählung, Bild und Handlung ein-
ander fortwährend bedingen und destabilisieren.
Ich habe den Künstler am Abend vor dem Vortrag interviewt, der Teil des Programms „ALUCINATIONS – Artistic Re-Appropriations of AI“ im Rahmen der Leipziger Buchmesse war.