De/Centering BIPoC – Über Selbstbezeichnungen, anti-rassistische Allianzen und den Elefanten im Raum
mit Kien Nghi Ha
Der aus dem US-Kontext stammende BIPoC-Begriff hat sich auch in Deutschland inzwischen in vielen Debatten fest verankert, mit wenigen offenen oder öffentlich wahrnehmbaren Diskussionen über Potentiale und Risiken dieses Ansatzes. Dies ist umso erstaunlicher, da nicht nur die zahlreichen und sich zum Teil auch offensichtlich widersprechenden Begriffsvariationen zur Debatte einladen. Kien Nghi Ha eröffnet unsere Zukunftswerkstatt mit Fragen zur Vergleichbarkeit nordamerikanischer und europäischer Realitäten und identitätspolitischen Zielvorstellungen.
Kien Nghi Ha ist promovierter Kultur- und Politikwissenschaftlern. Er hat an der New York University sowie an den Universitäten in Bremen, Heidelberg, Tübingen und Bayreuth zu postkolonialer Kritik, Rassismus, Migration und Asian Diasporic Studies geforscht und gelehrt. Als Kurator hat er u.a. im Berliner Haus der Kulturen der Welt und im Hebbel am Ufer-Theater Berlin verschiedene Projekte über asiatische Diaspora realisiert. Er ist Wissenschaftlicher Mtarbeiter an der Universität Tübingen.