In Memoriam Udo Kier
Freitag, 06.03.2026 19:30 Uhr "Andy Warhols Frankenstein 3D" FRA/ITA 1973
Regie Paul Morrisey mit Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique van Vooren, Arno Jürging
Spielzeit 94 Min. Fassung: Englisch Originalfassung FSK 18
Der wahnsinnige und mit seiner Schwester verheiratete Baron Frankenstein will ein nach seinen Vorstellungen perfektes Menschengeschlecht schaffen. Zusammen mit seinem Assistenten Otto plant er, aus Leichenteilen ein Pärchen zusammen zu basteln, das diese Übermenschen zeugen soll. In der Nähe eines Bordells sucht Frankenstein nach dem Kopf eines besonders virilen Mannes, um eine möglichst paarungsfreudige Kreatur zu erschaffen. Doch es kommt zu einer Verwechselung, im Zuge derer eben nicht der potente Stallbursche Nicholas geköpft wird, sondern sein homosexueller Freund Sascha…
Diese freie Adaption der Frankenstein-Geschichte hat es in sich: Sie ist bizarr, verdammt witzig, sexuell freizügig, grenzüberschreitend, blutig, total campy und insgesamt einfach ein großer Spaß. Ein besonderes Highlight neben der extravaganten Ausstattung und der verspielt-penetrativen 3D-Effekte ist die theatralische, von seinem starken deutschen Akzent geprägte Performance des jungen Udo Kier in der Hauptrolle.
----------------------------------------------------
Zum Weltfrauentag
Sonntag 08.03.2026 19:30 Uhr // Mittwoch 11.03.2026 17:30 Uhr "No Mercy" DEU/AUT 2025
Regie Isa Willinger - Dokumentarfilm
Spielzeit 104 Min. Fassung: Mehrsprachig mit deutschen Untertitel FSK k. A.
„No Mercy“ ist ein filmischer Befreiungsschlag, ein energiegeladener, wilder Trip durch das revolutionäre Filmschaffen von Frauen – direkt, sinnlich, unbequem und voller Kraft. Die radikale Bestandsaufnahme bringt einige der bedeutendsten Regisseurinnen* unserer Zeit zusammen: Unter anderem Céline Sciamma, Alice Diop, Ana Lily Amirpour, Catherine Breillat, Monika Treut und Virginie Despentes sprechen über die These, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze. Schonungslos ehrlich, überraschend humorvoll, provokant und herausfordernd geht NO MERCY mitten hinein in die Fragen, die heute brennen: Wo stehen wir wirklich in Sachen Macht, Geschlecht und Freiheit – im Kino wie im Leben?