Rudolf Duala Manga Bell
Gleiche Rechte für Alle!
Widerstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft in Kamerun.
Referent: Jean-Pierre Félix-Eyoum - sein Großneffe
Videoaufnahme des AK Kolonialgeschichte
https://kolonialgeschichtema.com/2023/04/10/gleiches-recht-fuer-alle-der-widerstand-von-rudolf-duala-manga-bell-vortrag-25-04-23/
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Rudolf Duala Manga Bell (1873-1914) war der
anerkannte Vertreter der Duala, der Bevölkerung am
Atlantikhafen in Kamerun. Er forderte Gerechtigkeit nach
deutschem Recht. Eine Forderung, welche die deutsche
Kolonialherrschaft als anmaßend empfand. Mit einer
Petition im Reichstag und einer Reise seines Sekretärs
Ngoso Din nach Deutschland versuchte er, das deutsche
Reich zur Anerkennung universeller Menschenrechte zu
bewegen und ein Verbleiben der Duala auf ihrem
angestammten Grund und Boden zu sichern.
Am 8. August 1914 ließ ihn die deutsche Kolonial-
regierung nach einem Scheinverfahren hinrichten. Bereits
damals wurde von einem Justizmord gesprochen.
Ihm zu Ehren wurden in mehreren deutschen Städten
Straßen und Plätze benannt, u.a. in Aalen, wo er fünf
Jahre lebte, und in Ulm, wo er die Schule besuchte.
Der Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim schlägt ihn für
die Neubenennung einer Straße in Rheinau-Süd vor.
Am 25. April 2023 ist sein in Deutschland lebender
Großneffe Jean-Pierre Félix-Eyoum zu Gast in
Mannheim. Er berichtet über das Leben und die
Hinrichtung von Rudolf Duala Manga Bell sowie über die
Situation im kolonialen Kamerun.
Vor Kurzem hat er eine Petition an den Deutschen
Bundestag gerichtet, in der er die Rehabilitierung seines
Großonkels und dessen Sekretär Ngoso Din fordert.
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