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  • Nachrichten aus Nord-Ost Syrien vom 07. Oktober 2026 (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Der Syrische Demokratische Rat hat sich mit mehreren Frauenorganisationen getroffen um Gespräche über die Zukunft der Region fortzusetzen. Sie betonen die notwendigkeit der Beteiligung von Frauen im Aufbau eines neuen Syriens. Die Forderungen nach dem Schutz der kurdischen Sprache und die Gewährleistung des Rechts auf Bildung in kurdischer Sprache dauern an. Rund 1000 Schüler*innen der 9. und 12. Klassen die bisher auf kurdisch Unterrichtet wurden haben zwei Monate nach Beginn des Schuljahrs immer noch kein kurdischen Unterricht. Auch Studierende in Kobane fordern den erhalt bestehender Institute und Fachbereiche und betonen ihr Recht auf Bildung in kurdischer Sprache. Die Bemühungen der Rückehr vertriebener Familien werden fortgesetzt.
    Women Defend Rojava berichten jede Woche von der Weiterführung der kurdischen Frauenrevolution.
    7 min
  • Der 7. Oktober in Israel: Ein Gedenken an das Unbeschreibliche (Serie 999: CX - Corax - AntifaAntira)
    Heute vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, verübten diverse palästinensische bewaffnete Gruppen unter Führung der islamistischen Hamas einen der verheerendsten Terrorangriffe der jüngeren Geschichte. Sie durchbrachen die Grenze zum Gazastreifen und überfielen israelische Ortschaften, Kibbuzim, Militärposten und das Nova-Musikfestival. Innerhalb weniger Stunden wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Für Israel war es der tödlichste Tag seit der Staatsgründung, für Jüdinnen und Juden der tödlichste seit der Shoah. Die Zahl der Todesopfer überstieg die des zuvor tödlichsten Terroranschlags in der Geschichte Israels um mehr als das Dreißigfache.
    Hinter diesen Zahlen steht die konkrete Brutalität dieses Tages: Bewaffnete Angreifer brachen in Häuser ein, erschossen Menschen auf der Flucht und in Schutzräumen, warfen Granaten, setzten Häuser in Brand, töteten und verschleppten deren Bewohner. Ganze Familien wurden so ausgelöscht. Unter den Ermordeten und Verschleppten waren Säuglinge, Kinder und ältere Menschen, darunter auch Holocaustüberlebende. Auf dem Nova-Musikfestival wurden Hunderte junge Menschen ermordet, während sie zu fliehen versuchten. Zu den dokumentierten Verbrechen gehörten auch Folter, Verstümmelungen sowie insbesondere sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt. Die Täter filmten teilweise selbst ihrer Angriffe und verbreiteten die Aufnahmen von Tötungen, Misshandlungen und Verschleppungen. Verwundete und misshandelte Geiseln wurden in den Gazastreifen gebracht; einzelne öffentlich gewordene Aufnahmen aus Gazastadt zeigen, wie die palästinensische Zivilbevölkerung die Verschleppten als Jagdbeute misshandeln.
    Der 7. Oktober war kein außer Kontrolle geratener Angriff, bei dem Israelische Zivilisten zufällig zwischen die Fronten gerieten: Der gezielte Mord an Zivilisten und ihre Verschleppung gehörten zum Plan des Angriffs.
    Der 7. Oktober hat Israel – und weit über Israel hinaus auch die Welt – verändert. Er steht für das Massaker selbst, auch für ein beispielloses Versagen israelischer Sicherheitsstrukturen und für einen massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle weltweit.
    Nun also, drei Jahre später, am 7. Oktober 26, stellt sich die Frage, wie wird der Jahrestag eigentlich in der israelischen Bevölkerung rezipiert? Wie gestaltet sich ein Gedenken an solch ein Massaker überhaupt? Darüber sprach Radio Corax Cyra. Sie promoviert derzeit in Haifa in Israel und beschreibt wie sie den Jahrestag heute, drei Jahre später, in Israel wahrnimmt.
    16 min
  • Es ist kein normaler Landtag (Serie 999: CX - Corax - AntifaAntira)
    Gestern hat sich der Landtag in Sachsen-Anhalt zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammengesetzt. Dass vor dem Landtag währendessen mehrere Hundert Menschen protestierten, hinderte das Parlament nicht daran, den ersten rechtsextremen Landtagspräsident seit 1945 zu wählen. Mit Tilschneider wurde auch ein AfDler Vizepräsident. Aufgerufen zu den Protesten hatte unter anderem das Bündnis Solidarisches Magdeburg. Auch vor der Wahl war das demokratische Engagement aus der Zivilbevölkerung immens. Für diese Bündnisse geht jetzt die Arbeit weiter, gleichzeitig verändert sich die Situation. Mit Radio CORAX hat David Begrich von Miteinander e.V. über den Protest und seine Analye zum gestrigen Tag gesprochen.
    14 min
  • 2. Dörferolympiade Wettin-Löbejün: »Six, seven!« und Spaß dabei (Serie 1513: CX - Corax - Lokales - Mikro)
    Am Tag der Deutschen Einheit fand in diesem Jahr die 2. Dörferolympiade von Wettin-Löbejün im Saalekreis statt. 10 Teams traten in verschiedenen spaßig-sportlichen Disziplinen gegeneinander an. Dieses Jahr ausgerichtet in der Turnhalle des SV "Glück Auf" Plötz war die tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax vor Ort und berichtet über »Six, seven«, eine Menge Spaß und Engagement sowie ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Region.
    20 min
  • Soligruppe 9. Oktober (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Im Gespräch mit Rachel Spicker, sie ist Teil der Soligruppe 9. Oktober und des Solidaritätsnetzwerks der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Die „Soligruppe 9. Oktober“ ist ein Netzwerk aus Überlebenden des Anschlags vom 9. Oktober 2019 und ihren Unterstützer*innen. Der Anschlag in Halle (Saale) am 9. Oktober 2019 war der Versuch eines Massenmordes an Juden an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Dort erschoss der rechtsextreme Täter vor dem Gebäude der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle im Paulusviertel und in einem Imbiss zwei Menschen. Auf seiner Flucht versuchte er, weitere Personen zu erschießen, und verletzte zwei davon schwer. Der Anschlag jährt sich nun am Freitag, dem 9. Oktober
    15 min
  • Who can afford to care about the climate? (Serie 998: CX - Corax - Umwelt - Grünes)
    [Deutsch weiter unten]
    Because global warming leads zu climate disasters, everybody can become a victim of climate change. In Turkey, global warming can be felt through ever more severe droughts. But not everyone has the equal chance to do something about climate change. The economic reality of many people makes it hard or impossible to actively work towards climate justice. Turkey is classified as a middle income country, where many people have to struggle to make a living. This lead a group of students at Yaşar University in Izmir to discuss the socioeconomic context in relationship to how and if people engage with climate justice.
    [Deutsch]
    Weil die Erderwärmung zu Klimakatastrophen führt, sind alle Menschen davon betroffen - eine Überschwemmung wie im Ahrtal zum Beispiel macht nicht halt vor den Häusern derer, welche versuchen möglichst Nachhaltig zu leben. Global gesehen wird die Diskrepanz noch drastischer, so ist Nepal zum Beispiel eines der Länder welches am wenigsten Emissionen zu Verantworten hat. Doch gerade dort wurde jüngst ein ganzer Landstrich durch eine Flut ausgelöscht, welche wegen der höheren Temperaturen ausgelöst wurde. Die Türkei wiederum ist ein Land welches global gesehen irgendwo dazwischen liegt, als Teil der Gruppe an sogenannten middle-income Ländern. Auch hier sind die Folgen der Erderwärmung vor allem durch zunehmende Dürren spürbar. Im Rahmen des Projekts Sonic Resilience hat sich eine Gruppe von Studierenden der Yaşar Universität in Izmir mit verschiedenen Aspekten des sozioökonomischen Stands beschäftigt im Bezug zur Bereitschaft der Bevölkerung etwas gegen die Erderwärmung zu tun. Das Gespräch, welches sich daraus entspann adressiert auf englisch mehrere Aspekte, welche dabei eine Rolle spielen.
    8 min
  • Kontinuität der NS-Verfolgung als "assozial, arbeitsscheu und sexuell verwahrlos" (Serie 1001: CX - Corax - Geschichte/Gesellschaft - Dialektik)
    Eine oft vergessene und spät anerkannte Gruppe der Verfolgten des Nationalsozialismus sind die als asozial und/oder sexuell verwahrlost Betitelten. Dieses Stigma traf im großen Maße auch junge Menschen, die unter dieser Betitelung oftmals in sogenannte Jugendschutzlager inhaftiert worden sind und dort Zwangsarbeit, oftmals bis zum Tod verrichten mussten. Und doch wird diese Gruppe der Verfolgten erst seit 2020 offiziell von der Bundesregierung als Opfer des NS-Regimes anerkannt. Über die Dimensionen und Kontinuitäten dieser Verfolgung sowie den langen Weg zur Anerkennung sprach Konsti aus der tagesaktuellen Redaktion mit Prof. Dr. Esther Lehnert. Sie lehrt seit mehr als 10 Jahren an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin zur Theorie, Geschichte und Praxis sozialer Arbeit. Sie promovierte zur sozialen Arbeit im Nationalsozialismus und forscht u.a. zu den Themen Gender und Rechtsextremismus sowie Jugendhilfe/Heimerziehung in der BRD und DDR.
    27 min
  • Individual solutions to climate change aren’t enough (Serie 998: CX - Corax - Umwelt - Grünes)
    [Deutsch weiter unten]
    How can support for climate justice and action against global warming be generated? The answer to this question is complex. In Germany the society as a wohl supports climate policies in general, but still there is not enough actual political action to at least limit the impacts of global warming. But the situation is different in every country. During a workshop by Radio Grenouille, Apaçik Radyo and Radio Corax in Izmir a group of turkish students tried to find an answer to this question in regards to the turkish situation, where climate change is discussed a lot less among the general public. We recorded what they came up with. This report is part of the sonic resilience project.
    [Deutsch]
    Wie bekommt man Unterstützung um etwas gegen die Erderwärmung und für Klimagerechtigkeit zu tun? Die Antwort auf diese Frage ist komplex. In der BRD ist die gesellschaftliche Unterstützung für Veränderung sehr hoch, trotzdem passiert politisch zu wenig um das Ausmaß der Erderwärmung nennenswert zu begrenzen. Doch in jedem Land ist die Lage anders, Bei einem Workshop von Radio Grenouille, Radio Corax und Apaçik Radyo in Izmir hat eine Gruppe studierende sich mit dieser Frage beschäftigt vor dem Hintergrund der Situation in der Türkei, wo im gesellschaftlichen Diskurs deutlich weniger über die Erderwärmung gesprochen wird. Ihre Überlegungen haben sie als Gespräch auf englisch aufgezeichnet. Der Beitrag entstand im Rahmen des Sonic Resilience Projekts.
    11 min
  • Zwischen Recht und Widerstand: Kongress kritischer Jurist:innen in Halle
    Am kommenden Wochenende trifft sich in Halle das who is who der Menschen, die sich in juristischen Fragen auskennen und Wissen, dass das bürgerliche Recht auch seine Schattenseiten hat: Auf dem Kongress des Netzwerks kritischer Juristen und Juristinnen geht es um das Verhältnis von Recht, Demokratie und gesellschaftlicher Gegenwehr. Workshops thematisieren den Halle-Prozess, feministisches anwaltliches Arbeiten, Rassismus gegen Romnja und Sintizze, die Verschärfung des Asylrechts, zivilgesellschaftliches Engagement unter Druck, Polizeigewalt und weitere Fragen kritischer Rechtspraxis. Zwei der Organisatorinnen geben im Gespräch mit Radio Corax einen ersten Einblick.
    25 min

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