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  • The Amargi Medienplattform - Internationale Berichterstattung und Blicke auf Kurdistan mit Sitz in Leipzig (Serie 1004: CX - Corax - Medien - Netz)
    Die Berichterstattung auf die Region Kurdistan wird besonders durch die staatlichen Akteure der Regionen, also z. B. der Türkei oder dem Irak, geprägt, die Perspektive ethnischer und sozialer Minderheiten verliert dabei schnell an Beachtung, so beschreibt es zumindest "The Amargi", eine Online-Medienplattform, die sich eine vielfältigere Berichterstattung über Kurdistan und den gesamten Nahen Osten auf das Plakat geschrieben hat. Der Dachverein "Amargi e.V." ist dabei in Leipzig zu verordnen, ist jedoch sehr international organisiert. Die Plattform wurde vergangenes Jahr im September gegründet, ist damit noch relativ jung, inzwischen ist die Plattform aber gewachsen. Ein Blick auf die Web- oder Social-Media-Seiten verrät Themen wie die Auflösung der SDF unter dem Damaskus-Deal oder die Brüchigkeit des iranischen Regimes. Radio Corax sprach mit Lisa vom Amargi e.V., einer Medienplattform für kurdische AutorInnen und Berichterstattung über die MENA-Region.
    13 min
  • #alea - Marx und die Maschine. Eine Einführung
    Mitschnitt des Vortrags vom 28.07.2026 im Index in Leipzig.
    Dass künstliche Intelligenz jeden Lebensbereich verändern wird, ist im gegenwärtigen Diskurs eine abgemachte Sache. Im Besonderen soll das auch für die Sphäre der Arbeit gelten. Antizipiert wird eine Welt, in der der Mensch für die Produktion (fast) vollkommen entbehrlich ist. Es sind die Fähigkeiten dieser besonderen Technik selbst, die dieses Versprechen einlösen sollen. Was dabei nicht betrachtet wird, ist wie sich unter den Bedingungen kapitalistischer Produktion eine neue Technik als allgemeine Produktionsweise durchsetzt.
    Was heute der künstlichen Intelligenz an Potenzial zugeschrieben wird, ist in der Vergangheit schon anderen technischen Entwicklungen zugeschrieben worden: der Digitalisierung, davor der Automation und schließlich auch schon der Maschine. Marx hat in seinem Werk die auch heute noch grundlegende Analyse der kapitalistischen Produktion geliefert. In ihr betrachtet er auch die in seiner Zeit fortgeschrittenste Technik: die Maschine. Im Vortrag wollen wir nachvollziehen, wie Marx die Durchsetzung der maschinenmäßigen Produktion, jenseits einer rein technischen Beschreibung, historisch und politökonomisch analysiert hat. Dafür wollen wir uns das Kapitel “Maschinerie und große Industrie” aus dem ersten Band des Kapitals anschauen und in die dort gemachten Überlegungen einführen. Wir wollen damit auch einen Einstieg für alle ermöglichen, die sich nicht ohnehin schon in den Kategorien von Marx Kritik der politischen Ökonomie auskennen. Wir möchten mit euch überlegen und diskutieren, welche Aspekte auf KI angewendet werden können, was unbeantwortet bleibt und welche Anforderungen an eine kritische Analyse der KI zu stellen wären.
    Der Vortrag wurde von zwei Mitgliedern der Leipziger Gruppe alea gehalten und fand statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Künstliche Intelligenz". Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe:
    https://www.alea-le.org/uncategorized/veranstaltungsreihe-kunstliche-intelligenz/
    8 min
  • #alea - Surplus ex machina. KI und die Krise des Akkumulationsregimes
    Mitschnitt des Vortrags vom 14.07.2026 in der Meuterei in Leipzig.
    Ökonomische Polykrisen erschüttern in immer kürzeren Abständen die globale Ökonomie. Der Zusammenbruch von Ökosystemen und die Klimakrise werden inzwischen nahezu als unvermeidbare Konstante akzeptiert und fungieren als Grundrauschen dieser Polykrise. Dieses Grundrauschen wird durch geopolitische Konflikte, Kriege, Protektionismus und Unsicherheiten bei globalen Lieferketten ergänzt und hat erhebliche Auswirkungen auf ökonomische Entwicklungen und Akteur*innen. Die Kosten für die Bereitstellung von Produkten steigen, während die Nachfrage teilweise sinkt. Diese Entwicklung trifft bisher vor allem klassische Industriebetriebe, werden von dort aber wie Schockwellen weitergegeben.
    Diese Entwicklungen bleiben auch für politische Systeme in Europa nicht folgenlos. Spätestens seit der Covid-Pandemie sind die politischen Funktionseliten dazu übergegangen Krisen dauerhaft zu verwalten anstatt gesellschaftliche Transformation zu gestalten. Dabei werden drei Mantras beschworen: Bürokratieabbau, Innovationsfähigkeit und Technologieoffenheit.
    Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (kurz: AI/KI) gilt als Heilsbringer. Dabei wird der Begriff zusehends zu einer Projektionsfläche. Riesige Erwartungen und mindestens genauso viel Geld werden in die Bereitstellung von neuen Modellen und die dafür notwendigen Ressourcen gesteckt. Dass der Einsatz von KI gesellschaftliche Strukturen maßgeblich verändern wird, scheint unbestritten. Darüber scheinen sich die Mächte des alten Europas, der Papst, vermutlich einige französische Radikale und sicherlich deutsche Polizist*innen einig zu sein.
    Der Vortrag führt zunächst zentrale Grundbegriffe aus den Bereichen Datenwertschöpfung, Analytics und KI ein und vermittelt ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise und Anwendungsfelder von KI-Systemen. Anschließend sollen anhand einiger Fallbeispiele die Kapitalströme rund um KI-Unternehmen und die zugrundeliegenden Erwartungen analysiert werden, um die Frage zu klären, welcher ökonomische Mehrwert durch KI-Technologien erreicht werden soll. Abschließend soll diskutiert werden, welche gesellschaftlichen Verwerfungen sich rund um das Themenfeld KI auftun und welche Kämpfe es zu führen gilt.
    Zum Referenten: Manuel hat Volkswirtschaftslehre, Informatik und Sozialwissenschaften studiert und lebt in Nürnberg. Er arbeitet als Softwarearchitekt und Projektleiter bei einer IT-Beratung und entwickelt dort Dateninfrastrukturen und -plattformen. Er beschäftigt sich mit der Frage, welche Ansätze und Technologien aus der Informatik für sozial-ökologische Transformation und postkapitalistisches Wirtschaften geeignet sind.
    Der Vortrag fand statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Künstliche Intelligenz", ausgerichtet von der Leipziger Gruppe alea. Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe:
    https://www.alea-le.org/uncategorized/veranstaltungsreihe-kunstliche-intelligenz/
    9 min
  • Reclaim LaCasa - (gescheiterte) Besetzung gegen Antisemitismus
    Seit 2001 existiert in Berlin-Hellersdorf das AJZ Kita, samt Veranstaltungslocation La Casa. Kneipe, Sportraum, Werkstätten und auch Wohnraum finden sich dort. Ein antifaschistischer Leuchtturm im sonst eher rechten Ostberliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Doch seit einigen Jahren gibt es innerhalb des AJZ Probleme politische Probleme.
    Anfang Juli wurde das AJZ Kita schließlich von einigen Nutzenden und Bewohnenden besetzt, um auf den sich breit machenden Antisemitismus im Haus aufmerksam zu machen und einen zentralen Akteur aus dem Haus zu werfen. Das endete in einer neuen Qualität von Gewalt gegenüber den Besetzenden und verhaltenen bis verständnisvollen Reaktionen aus der (Berliner) Linken. Wir sprachen mit einem Vertreter vom Zusammenschluss Reclaim LaCasa, das die Besetzung organisierte über eben jene, ihren Ablauf, Ausgang und wie es jetzt weitergehen soll.
    https://reclaimlacasa.wordpress.com/
    https://www.goodcrowd.org/la-casa-antifaschistisch
    https://taz.de/Nahostkonflikt-und-die-Linke/!6191102/
    11 min
  • Demonstration 5.9.26 "Antifa bleiben" in Halle/Saale
    In einigen Wochen steht in Sachsen-Anhalt der Wahltag an. Die aktuellen Prognosen zur Landtagswahl zeigen klar, dass die Realität einer AfD-Regierung als Ergebnis durchaus ernst zu nehmen ist.
    Unter dem Motto "Antifa bleiben" wird am Vorabend der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, am Samstag den 5.9., in Halle demonstriert. Aufgerufen wird von verschiedenen antifaschistischen Gruppen aus und um Halle. Wir sprachen mit einem Vertreter aus der Orga über die Demo und was darüber hinaus im Angesicht der Wahl wichtig ist.
    - Aufruf:
    https://antifavernetzunglsa.noblogs.org/post/2026/08/08/05-sep-2026-i-demonstration-antifa-bleiben/
    - Aktuelles auf Instagram:
    @lacolere.halle
    @antifa.vernetzung.lsa
    7 min
  • Interview mit Tim Klüssendorf zu Plänen der SPD bei der Vermögenssteuer (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Die Haushaltslage in Deutschland ist angespannt, sei es in den Kommunen, bei den Ländern oder auf Bundesebene. Woher soll das Geld kommen? Bislang macht es den Eindruck, als ob vor allem die Allgemeinbevölkerung zur Kasse gebeten wird. Stichwort: Krankenkassen- und Bürgergeldreform, Kürzungen beim Programm "Demokratie leben!" sowie die Kürzungsvorschläge für Menschen mit Behinderungen. Die SPD trägt diese Reformen, Reformvorschläge und Kürzungen bislang größtenteils mit. Kann es auch anders gehen? Wie kann die Last bei der Finanzierung des Haushalts gerechter werden? SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf war am 07.08.2026 für einen Gesprächsabend mit der SPD in Halle, davor haben wir ihn bei Radio Corax interviewt. Er fordert die Einführung einer Vermögens- und Erbschaftssteuer für Superreiche. Ein Ziel, das sich zwar im Programm der SPD findet, nicht aber im gemeinsamen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD auf Bundesebene.
    11 min
  • Was macht eigentlich so unterdessen das Kartellamt? MC#39 (Serie 1409: Moneycracy )
    Die Treibstoffpreise explodieren, die Fieberkurve der Inflation steigt in Richtung rot und die Gewinne der Mineralölkonzerne vervielfachen sich. Nicht zum ersten Mal stellen sich BürgerInnen und Öffentlichkeit die Frage, ob die Ölmultis nicht als Krisengewinnler Sondergewinne auf Kosten der VerbraucherInnen und der gesamten Gesellschaft erzielen. Wäre das nicht eine Aufgabe für das Kartellamt?
    15 min
  • "Ein Schuldspruch, der wirkt wie ein Freispruch" - NSU-Watch zum Ende des 2. NSU-Prozess’ (Serie 999: CX - Corax - AntifaAntira)
    Im November 2025 startete der 2. NSU-Prozess in Dresden gegen die NSU Unterstützerin Susann Eminger. Verhandelt wurde darin Emingers Rolle bei einem Raubüberfall sowie die Unterstützung einer Terroristischen Vereinigung. Nun wurde am 17. Juli 2026 das Urteil im 2. NSU-Prozess verkündet. Eminger wurde zwar in allen Punkten schuldig gesprochen, das Urteil fällt aber sehr milde aus - es ist ein „Schuldspruch, der wirkt wie ein Freispruch“, schreibt NSU-Watch dazu. Radio Corax sprach mit Caro Keller von NSU-Watch über den Ausgang des zweiten NSU-Prozess’.
    18 min

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