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  • Bitterfeld-Wolfen: "Demokratie leben!" mit Fragezeichen (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Zivilgesellschaftliches Engagement in Deutschland fördern. Das will das Programm Demokratie Leben! unter Federführung des Bundesfamilienministeriums erreichen. Doch der Druck wächst. Nicht nur im Bund, sondern bereits seit längerem in Bitterfeld-Wolfen.
    Am Mittwoch tagte der Stadtrat Bitterfeld-Wolfen und vergab die Trägerschaft der externen Fach- und Koordinierungsstelle von "Demokratie Leben" an den Verein "Stadtring 4.0". An der Entscheidung und dem allgemeinen Umgang des Stradtrats mit dem Programm Demokratie Leben! regt sich Kritik, unter anderem vom Bündnis "Netzwerk Zukunft. Miteinander gestalten".
    Darüber sprachen wir mit Bettina Kutz vom "Netzwerk Zukunft. Miteinander gestalten", einem Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen und Parteien für ein demokratisches Miteinander.
    10 min
  • Reform des Förderprogramms "Demokratie leben!" bedroht Projekte und Vereinsarbeit - im Gespräch mit der Amadeo-Antonio-Stiftung (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Schon mehr als 10 Jahre fördert der Bund mit dem Förderprojekt "Demokratie leben" Projekte, die sich für Demokratie und gegen Extremismus, Rassismus und Radikalisierung einsetzen. Darunter fallen u.a. HateAid, die Amadeo-Antonio-Stiftung und der Zentralrat der Juden. In diesem Jahr gibt die Bundesregierung dafür etwa 190 Millionen Euro aus.
    Die Bundesfamilienministerin Karin Prien (von der CDU) hat nun angekündigt, Förderungen aus dem Programm "Demokratie leben" Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Bis zum Sommer will das Familienministerium eine neue Förderrichtlinie erarbeiten. Damit können sich die Projekte erneut bewerben. Betroffen davon sind etwa 200 Projekte.
    Die Amadeo-Antonio-Stiftung ist eine gemeinnützig anerkannte Stiftung, die gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in der deutschen Zivilgesellschaft arbeitet. Radio Corax sprach mit Timo Reinfrank, aus dem Vorstand der Stiftung, über die geplante Reform, was das für die Stiftung bedeutet, und auch über die hitzige Debatte, die um diese Reform entbrannt ist. Kern der Diskussion: Welche Projekte werden vom Staat gefördert - und nach welchen Kriterien wird geprüft?
    Kontrovers wurde das vor allem nach Protesten gegen die Union im vergangenen Jahr: Da hatte die Union unter anderem gemeinsam mit der AfD im Bundestag abgestimmt. Daraufhin kam es zu Protesten, Tausende Menschen gingen auf die Straße und protestierten auch vor der Parteizentrale der CDU. Der damalige Vorwurf der Union: Diese Demonstrationen würden indirekt auch durch das Programm "Demokratie leben", also über staatliche Fördergelder finanziert. An den Protesten hatten sich nämlich Projekte beteiligt, die die Förderung erhalten.
    Die CDU stellte daraufhin im Bundestag 551 Fragen an die Bundesregierung zur Finanzierung von gemeinnützigen Organisationen, von denen mehrere zu den Demonstrationen gegen rechts aufgerufen hatten.
    Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt kündigte Prien eine Neuaufstellung von „Demokratie leben“ und eine neue Förderrichtlinie an – mit mehr Fokus auf Projekte gegen Islamismus, Antisemitismus, Linksextremismus und Hass im Internet. Laut CDU fördere das Programm auch antisemitische Projekte. taz.de berichtete, AfD und Rechtsaußen-Medien wie Nius hätte in einer Kampagne unterstellt, dass mit dem Programm Demokratie-leben vornehmlich Linksradikale finanziert würden.
    16 min
  • Antifanews für den 2. April 2026 (Serie 999: CX - Corax - AntifaAntira)
    Heute geht es um in-humanitäre Migrationspolitik. An der italienischen Küste, in Berlin und auch im Europäischen Parlament. Eine Menge rechtsmotivierte Gewalt soll Thema sein und eine interessante Entscheidung der Landesdirektion Sachsen zum CSD Dresden. Außerdem hören wir einen Bericht aus der Prozessbegleitung im Düsseldorfer Antifa-Ost-Verfahren, und als kleinen rot schimmernde Bengalo-Lichtblick von einer ziemlich großen Demonstration in London. Außerdem gedenken wir wie jede Woche Opfern rechter Gewalt und kommen zum Schluss zu Veranstaltungshinweisen.
    34 min
  • Nachrichten aus Nord-Ost Syrien vom 1. April 2026 (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Es sind nun zwei Monate vergangen nach dem Abkommen zwischen der syrischen Übergangsregierung und der kurdischen Selbstverwaltung: Die Stimmung ist nach wie vor angespannt und die kurdische Gesellschaft nach wie vor in Verteidigungsbereitschaft. Die Aufnahme der Rechte für Frauen in die syrische Verfassung ist ein anhaltender Prozess. Heute am 1. April wird das assyrische Neujahrsfest Akitu (z. dt. Gerste) begannen. Das ist eines der ältesten aufgezeichneten religiösen Feste der Welt. Der Festtag wird getrübt von einer neuen Meldung: In Aleppo wurde nun ein Massengrab gefunden - darunter einige Leichen, die sichtbare Merkmale von Misshandlungen aufweisen. Women Defend Rojava berichten ebenso über den in Kritk stehenden Empfang von Ahmed al-Sharaa in Berlin beim Bundeskanzler Friedrich Merz. Außerdem geht es in den Nachrichten um einen Großbrand bei Hesekê. Nach einem Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Nordostsyrien ist dort ein Getreidelager in Brand geraten.
    7 min
  • Nachrichten aus der Ukrainischen Welt, vom 1. April 2026 (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Nachrichten aus der Ukrainischen Welt: Das sind Meldungen aus ukrainischer Berichterstattung, aufgearbeitet von Anastasiia. Sie ist Redakteurin bei Common Voices, eine Redaktion von/für/mit migrantischen und mehr-sprachigen Menschen bei Radio Corax.
    Darunter: (1) Ukrainische Streitkräfte griffen wichtige Ölinfrastruktur in Russland mehrmals an. (2) Die Ukraine überlebte zwei der größten Angriffe Russlands seit Beginn der Invasion vor vier Jahren. (3) In Berlin protestieren ein wieder Menschen vor der Staatsoper Unter den Linden gegen die russische Opern-Sängerin Anna Netrebko. (4) An Einheiten der ukrainsichen Nationalgarde sollen 15.000 STRILA Abfangdrohnen übergeben werden, finanziert von der deutschen Regierung.
    5 min
  • Für die Anerkennung des Journalismus als Gemeinnützig (Serie 1004: CX - Corax - Medien - Netz)
    Der Bundesverband freier Radios (BFR) ist dem Forum Gemeinnütziger Journalismus beigetreten. Gemeinnützige Medien seien, so die Position des Verbands, ein wichtiger Teil einer emanzipatorischen Neuausrichtung des Mediensystems in der BRD. Das Forum Gemeinnütziger Journalismus setzt sich dabei für die Anerkennung von Journalismus als gemeinnützige Tätigkeit ein. Warum diese Entscheidung getroffen wurde und worum es bei gemeinnützigen Journalismus geht, darüber sprach Radio Corax mit Aljoscha Hartmann aus dem Vorstand des BFR.
    16 min
  • »Das ist keine Collage über NEWS!« (Serie 1004: CX - Corax - Medien - Netz)
    Nachrichten können anstrengend sein. Sind Nachrichten Gegner:in, Verbündete:r oder alles dazwischen und außerhalb? Wer steht uns eigentlich im Weg und wie ist die Stimmung im Land? Gunnar aus der tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sagt: Don’t shoot the messenger, send a message to the shooter.
    Nach "Das ist keine Collage über WELSE" und "Das ist keine Collage über BUXTEHUDE", hören wir heute: Das ist keine Collage über NEWS.
    10 min
  • Von Tür-zu-Tür vor der Landtagswahl: Das Landesnetzwerk Migrant*innenorganisationen unterwegs in Sachsen-Anhalt (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)
    Im September 2026 finden in Sachsen-Anhalt die Landtagswahlen statt. Mit einer eigenen Kampagne begleitet das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt, kurz LAMSA, die Zeit vor den Wahlen. LAMSA möchte an drei Wochenenden in Halle (Saale), Stendal und Dessau Gespräche in der Nachbarschaft führen. Geführt werden die Gespräche von Engagierten aus der breiten Zivilgesellschaft. Wir sprachen mit Heike, Koordinatorin der Kampagne der Tür-zu-Tür-Gespräche.
    12 min
  • Rassistische Wohnverhältnisse in Leipzig und darüber hinaus (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)
    Viele Menschen, die sich aufmerksam durch die Stadt bewegen, haben vielleicht schon einmal bemerkt, dass einem in bestimmten Vierteln und Straßen wenig bis keine Schwarze Menschen oder People of Colour begegnen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von einem rassistischen Wohnungsmarkt in Zeiten starker Wohnungsknappheit.
    Für alle ist es momentan schwer, an eine Mietwohnung in einer Großstadt zu kommen. Doch für rassifizierte Menschen und Migrant:innen ist der Zugang zum Wohnungsmarkt noch schwerer. Deshalb geraten sie häufiger in prekären Wohnverhältnissen mit schlechten Mietverträgen, höherer Umweltbelastung und mangelhafter Infrastruktur. Das bestätigt auch eine Studie des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (nadira), die im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Die Studie liefert erstmalig eine umfassende Analyse des rassistischen Wohn- und Mietmarktes in Deutschland.
    Während die Politik aber weitestgehend nichts gegen diese Ungleichheit unternimmt, gibt es in Leipzig eine zivilgesellschaftliche Initiaitve, die sich bereits seit zehn Jahren in dem Bereich engagiert. Die Rede ist von der Kontaktstelle Wohnen in Leipzig, die Beratung für Menschen auf Wohnungssuche anbietet. Ihre Klient:innen sind vor allem Geflüchtete, die aus Sammelunterkünften in eine eigene Wohnung ziehen wollen oder Frauen, die nach einem Aufenthalt im Frauenhaus ein eigenes zu Hause suchen.
    Wie sich Rassismus auf dem Wohnungsmarkt konkret äußert und wie eine Leipziger Initiative versucht einen Ausgleich für die Betroffenen zu schaffen. Mit Stimmen von Mine Hänel, Mitarbeiterin bei der Kontaktstelle-Wohnen, und Klara Podowik, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim nadira.
    https://www.rassismusmonitor.de/publikationen/wohnenbericht/
    https://www.kontaktstelle-wohnen.de/
    Bildrechte: "The Billion Euro House" by infomatique is licensed under CC BY-SA 2.0.
    18 min
  • Start des Aktionscamps gegen zunehmende Obdachlosigkeit - Hamburger Bündnis"Solidarität statt Ausgrenzung" (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)
    Immer mehr Menschen in Deutschland sind wohnungslos. Die Zahl der wohnungslosen Menschen hat sich in Deutschland von 2022 zu 2024 verdoppelt, auf über 500.000. Ungefähr jede zehnte wohnunglose Person hat keine Unterkunft und ist obdachlos. In Hamburg startet heute das Aktionscamp „Die Straße ist kein Zuhause - Obdachlosigkeit abschaffen jetzt!“.
    Radio Corax sprach darüber mit Cedric Horbach. Er ist vom "Bündnis Solidarität statt Ausgrenzung" und ist am Aktionscamp mit beteiligt.
    11 min

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