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  • Widerstand gegen Neonazis in Jamel - Aachener Friedenspreis für Ehepaar Lohmeyer
    Am 1. September 2025, dem Internationalen Antikriegstag, wurde der Aachener Friedenspreis unter anderem an Birgit und Horst Lohmeyer und ihr Musikfestival »Jamel rockt den Förster« in Mecklenburg-Vorpommern verliehen. Jamel, ein Dorf, ansonsten fest in der Hand von Neonazis und völkischen Siedler*innen. Seit bald 20 Jahren setzt sich das Ehepaar Lohmeyer gegen diese Vereinnahmung des Dorfes durch die Rechtsextremist*innen ein und organisiert seit vielen Jahren das Festival "Jamel rockt den Förster". Dieses Jahr versuchten der örtlicher Landrat und die Gemeinde mit zahlreichen Auflagen das Festival auf bürokratischem Weg Steine in den Weg zu legen, wenn nicht sogar zu verhindern.
    Wir sprachen mit Birgit Lohmeyer über die Preisverleihung, "demokratischen Trotz" und die Situation vor Ort, umgeben von Neonazis.
    12 min
  • Interview mit Musiker Ahmed Eid zu seinem Projekt Palestine Music Space (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    »Ein Monument der Hoffung und Kreativität«, so wird der Palestine Music Space auf Ahmed Eids Webseite beschrieben. Der Musiker lebt zwischen Berlin und Ramallah und ist Teil der Band Bukahara. Seit 2024 tourt er auch solo und mit der Band ILYF durch Europa. Ahmed Eid hat sein Leben und seine Kunst dem Aktivismus gewidmet. Mit dem Palestine Music Space in seiner Heimatstadt Ramallah will er für Künstler*innen der Generation Z musikalische Perspektiven schaffen und ihnen einen Ort der Sicherheit bieten. Dabei denkt er insbesondere an junge Menschen aus marginalisierten Gruppen. Im Interview erzählt Eid von den Sorgen und Wünschen der GenZ Palästinas sowie der Musik als Werkzeug, um sich künstlerisch und politisch auszudrücken.
    Das Interview führte Frizzi Brama. Der Audiobeitrag enthält Einspieler aus den folgenden Songs von Ahmed Eid: »Rihlet aLaSaD«, der Resilienz während einer Katastrophe thematisiert. »Ba’yeen Huna« von 2023 – übersetzt heißt das: Wir bleiben hier. Und das Lied »Ya Malaak« aus dem Soloalbum Aghani Akhira - ein Song gegen Femizide und patriarchale Gewalt.
    Foto: Palestine Music Space/Danny Kötter
    13 min
  • Interview mit Sarah Weiß von der Heinrich-Böll-Stiftung: »Wir beobachten immer mehr, dass junge Menschen die Dysfunktionalität ihrer Regierungen satt haben« (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    arum gehen im Globalen Süden vor allem junge Menschen auf die Straße, wenn es um gesellschaftliche Veränderungen geht? Von den Protesten in Kenia über die erfolgreiche Revolution in Bangladesh bis hin zu der End-SARS-Bewegung in Nigeria – weltweit sind es vorwiegend Aktivist*innen der so genannten Generation Z, die den Wandel vorantreiben.
    Eva Gutensohn vom südnordfunk sprach mit Sarah Weiß, Programmleiterin »Junge Aktivist*innen, Globale Abteilung für Demokratie und Menschenrechte« der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel unter anderem darüber, warum konventionelle Politik für junge Menschen oft nicht zugänglich ist und wie soziale Medien Proteste revolutioniert haben. Über die besonderen Herausforderungen junger Menschen im Globalen Süden, die Rolle von Geschlecht und Bildung in Protestbewegungen und die Frage: Was macht eine Bewegung erfolgreich?
    Sarah Weiß erklärt auch, warum wir in Europa oft gar nicht mitbekommen, welche bedeutenden Bewegungen gerade in Afrika, Asien und Lateinamerika entstehen – und was wir von ihren Strategien lernen können, während auch bei uns demokratische Räume schrumpfen.
    Bild: Junge Menschen der Generation Z machen weltweit den Mund auf, um gegen autoritäre Regierungen zu protestieren. Sarah Weiß von der Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit einigen von ihnen zusammen. Quelle: Pia Danner (CC BY-NC-ND 4.0)
    ***
    Übersicht der Heinrich-Böll-Stiftung zu GenZ-Bewegungen im Globalen Süden:
    Asien: https://www.boell.de/en/young-voices-asia-pacific
    Afrika: https://www.boell.de/en/young-voices-africa
    Lateinamerika: https://www.boell.de/en/young-voices-latin-america
    18 min
  • Interview mit Sarah Weiß von der Heinrich-Böll-Stiftung: »Wir beobachten immer mehr, dass junge Menschen die Dysfunktionalität ihrer Regierungen satt haben« (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Warum gehen im Globalen Süden vor allem junge Menschen auf die Straße, wenn es um gesellschaftliche Veränderungen geht? Von den Protesten in Kenia über die erfolgreiche Revolution in Bangladesh bis hin zu der End-SARS-Bewegung in Nigeria – weltweit sind es vorwiegend Aktivist*innen der so genannten Generation Z, die den Wandel vorantreiben.
    Eva Gutensohn vom südnordfunk sprach mit Sarah Weiß, Programmleiterin »Junge Aktivist*innen, Globale Abteilung für Demokratie und Menschenrechte« der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel unter anderem darüber, warum konventionelle Politik für junge Menschen oft nicht zugänglich ist und wie soziale Medien Proteste revolutioniert haben. Über die besonderen Herausforderungen junger Menschen im Globalen Süden, die Rolle von Geschlecht und Bildung in Protestbewegungen und die Frage: Was macht eine Bewegung erfolgreich?
    Sarah Weiß erklärt auch, warum wir in Europa oft gar nicht mitbekommen, welche bedeutenden Bewegungen gerade in Afrika, Asien und Lateinamerika entstehen – und was wir von ihren Strategien lernen können, während auch bei uns demokratische Räume schrumpfen.
    Bild: Junge Menschen der Generation Z machen weltweit den Mund auf, um gegen autoritäre Regierungen zu protestieren. Sarah Weiß von der Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit einigen von ihnen zusammen. Quelle: Pia Danner (CC BY-NC-ND 4.0)
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    Übersicht der Heinrich-Böll-Stiftung zu GenZ-Bewegungen im Globalen Süden:
    Asien: https://www.boell.de/en/young-voices-asia-pacific
    Afrika: https://www.boell.de/en/young-voices-africa
    Lateinamerika: https://www.boell.de/en/young-voices-latin-america
    17 min
  • »Eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit«: Ausschnitte aus einem Klimagerechtigkeits-Workshop auf dem Transborders Camp in Nantes (Frankreich) (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Vielen in Deutschland bleibt die Flutkatastrophe im Sommer 2021 in Erinnerung. 135 Menschen starben alleine im Ahrtal, insgesamt 195 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Katastrophen in dieser Größenordnung ereignen sich in Niger Jahr für Jahr. Zwischen August und Oktober leidet der Sahelstaat unter extremen Überschwemmungen. 2024 wurden mehr als 40.000 Haushalte zerstört. Aber von solchen Folgen des Klimawandels außerhalb Europas bekommen wir in der Regel nur wenig mit.
    Im August 2025 hat das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact einen Workshop zum Thema Klimagerechtigkeit organisiert. Aktivist*innen aus Niger, Mali, Togo und Guinea berichteten, wie die Menschen in Westafrika schon heute mit den Folgen des Klimawandels leben. Was ist hier die Verantwortung Europas? Können die Betroffenen auf Kompensationszahlungen für Schäden und Verluste hoffen? Oder bringen diese vielmehr neue Probleme mit sich? Ein Beitrag von Lars Springfeld.
    Bild: Bei dem Workshop auf dem Transborder Camp in Nantes im August 2025 ging es um Klimagerechtigkeit. Auch beim diesjährigen Agrikulturfestival in Freiburg hat das Netzwerk Afrique-Europe-Interact Klimagerechtigkeit gefordert – etwa auf diesem Banner. Quelle: Lars Springfeld
    11 min
  • Südnordfunk #136 | Klimagerechtigkeit in Westafrika | GenZ-Bewegungen im Globalen Süden | Jugend-Musik-Zentrum in Palästina (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Warum gehen im Globalen Süden vor allem junge Menschen auf die Straße, wenn es um gesellschaftliche Veränderungen geht? Darüber sprechen wir dieses Jahr häufiger im südnordfunk. Im Interview mit Sarah Weiß, Programmleiterin »Joung Advocates for Democracy« der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel, verschaffen wir uns in dieser Sendung einen Überblick über GenZ-Bewegungen weltweit. Für jungen Menschen in Palästina hat der Musiker Ahmed Eid einen Ort zum Musikmachen aufgebaut: den Palestine Music Space. Auch darum geht es in dieser Sendung.
    Außerdem: Die Lage von Asylsuchenden aus Kolumbien in Deutschland und westafrikanische Perspektiven auf Klimagerechtigkeit, mitgeschnitten beim Transborders Camp in Nantes.
    Bild: Junge Menschen der Generation Z erheben weltweit ihre Stimmen. Quelle: Pia Danner (CC BY-NC-ND 4.0)
    0 min
  • "die Befreiung der Westsahara wird letztlich kommen"
    Auf Einladung der Frente Polisario fand im April 2025 eine Delegationsreise in die Westsarahara statt.
    Die Westsahara, das schmale, ressourcenreiche Küstenland südlich von Marokko gelegen zwischen Marokko und Mauretanien ist seit dem Ende der Kolonialzeit Spaniens 1975 vom Nachbarn Marokko besetzt. Die Indigene Bevölkerung der Sahauries lebt deshalb seit Generationen großteils in Geflüchteten Camps u.a. im Nachbarland Algerien. Die 1973, damals gegen die spanische Besatzung gegründetet Frente Polisario, als nationale linke Befreiungsbewegung der Sahrauis, kämpft seither gegen die neuen Besatzer.
    Es gibt aktuell kaum Aufmerksamkeit für diesen alten Konflikt auch weil
    Wirtschaftliche und Migrationsbehindernde Abkommen z.B. Der EU mit Marokko dafür sorgen, dass die Kritik an der Annektion der Westsahara ausbleiben.
    2 Aktivist*innen die an der Delegation teilgenommen haben berichten im Interview von ihrer Reise. Von der basisdemokratischen organisationsform der Sahauris in den geflüchteten Camps, dem Kampf der Frente Polisario und ihrer Inspirationskraft für sie als radikale Linke.
    In der Roten Hilfe Zeitung 4 2024 https://rote-hilfe.de/rote-hilfe-zeitung-4-2024 wird der Konkflikt um die Westsahara als Schwerpunktthema bahandelt.
    29 min
  • Frankreich vor Neuwahlen ? Das Scheitern der Vertrauensabstimmung von Bayrou scheint für nahezu alle Beobachtenden sicher (Serie 347: Mittagsmagazin)
    Die Sommerpause ist auch in Frankreich vorbei. Das auf 8.9. angekündigte Vertrauensvotum in Verbindung mit dem Sparprogramm bei gleichzeitiger Aufrüstung und Schulderhöhung durch Verschonug und Subvention der Vermögenden hat einerseits Parallelen zu dem Merz-Klingbeil Koalitionskurs in Deutschland. Allerdings regiert der von Macron ernannte Premier Bayrou mit wechselnden Mehrheiten. Links wie rechts wird aus diametral entegegensetzten Gründen der Premier jedoch keine Mehrheit erlangen können. Breite Demonstrationen sind für den 10.9 und 18.9.25 bereits angekündigt. Auch was in den politischen Kalkülen der politischen wi9e gesellschaftlichen auch gegen die Neuwahlen spricht, besprachen wir mit Bernard Schmid.
    Derweil tagten die Ministerinnen-auf-Abruf von Bayrou mit ihren deutschen noch-Cunterparts in Toulon. Das Streithema des europäischen Dome wurde wegen der Konkurrenz der Rüstungskonzerne gleich ganz ausgeklammert.
    17 min
  • Im Februar 2026 läuft der Start-3 Vertrag zwischen USA und Russland ab|Marcron und Merz fantasieren über strategische Atomabschreckungs- Mythen (Serie 347: Mittagsmagazin)
    Die Generalversammlung der UN beschloss 2017 den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV). Mittlerweile von 144 Staaten unterstützen und haben ihn auch teilweise ratifiziert. Deutschlad hat ihn weder unterstützt geschweige denn unterschrieben, folglich aucvh nicht ratifiziert.
    In seiner ersten Präsidentschaft (P45) kündigte Trump den INF-Vertrag 2019 über die Nuklear-Mittelstreckenrakten auf: Die Iskander Stationierung u.a. in Kaliningrad durch das Putin-Regime wurde so möglich. Das angekündigte Auslaufenlassen des Start 3 Vertrages, der die Begrenzung der Trägersysteme und Obergrenzen der strategischen atomaren Sprengköpfe von USA und Russland inklusive strikter Verifizierung und Inspektion, durch Trump1 wurde mit dem Wahlsieg Bidens 2021 gestoppt. Der Vertrag um 5 weitere Jahre verlängert. Am 5.2.26 läuft dieser Vertrag wieder aus.
    Während die urdeutsche Friedensbewegung immer mehr an die Seite Putins driftet und seine nicht mehr verhehlbaren imperialistischen Angriffskriegs Ziele appeast in dem sie im Aufruf zum Antikriegstag am 1.9.25 jegliche Kritik einstellt, verrät sie auch weitgehend ihre eigene Geschichte des Kampfes gegen den Atomtod bis hin zur Stationierung von Mittelstreckenraketen. Ihre Funktionäre schweigen auch zum beidseitig intendierten Auslaufen des Start -3 Abkommens dröhnend. Forderung nach einer Initiative der EU-Staaten zur Abschaffung aller Atomwaffen fehlen in ihren Zielen und aktuellen Forderungen völlig. Freie Bahn für das Gedröhne von Macron und Merz und ihrer wahnwitzigen Idee einer euopäischen Atomabschreckung. (MM)
    Wir sprachen mit Christof von Lieven von ICAN e.V.
    12 min

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