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  • Wie reagiert die syrische Zivilgesellschaft?
    Das Ende des Assad-Regimes in Syrien ist ein historischer Moment. Mit dem Sturz Baschar Al-Assads geht eine jahrzehntelange Diktatur zu Ende, die geprägt war von der Willkür der Geheimdienste.
    Das ist auch deshalb denkwürdig, weil die Bewegung zum Sturz Assads aus der syrischen Gesellschaft heraus entstanden ist. Bisher war vor allem von den Milizen die Rede, die daran beteiligt waren. Doch welche Rolle spielte und spielt die Zivilbevölkerung dabei?
    Darüber haben wir mit Sara Stachelhaus gesprochen. Sie arbeitet als Programmkoordinatorin für Syrien bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut viel mit der syrischen Zivilgesellschaft zusammen.
    7 min
  • Wie ist es zum Sturz Assads gekommen?
    In der Nacht auf Sonntag hat eine Koalition von syrischen Rebellengruppen die syrische Hauptstadt Damaskus eingenommen und das Regime Baschar Al-Assad gestürzt. Angeführt wurde die Koalition von der islamistischen Miliz Haiat Tahrir ash-Sham (HTS).
    Wie kam es dazu? Wie ist die HTS einzuschätzen, der nachgesagt wird, seit einigen Jahren einen gemässigteren Kurs zu fahren? Wer war an der Koalition sonst noch beteiligt? Und wie geht es weiter? Über diese und weitere Fragen haben wir live in der Sendung mit Ali Sonay, Dozent im Fachbereich Mittlerer Osten und muslimische Gesellschaften der Universität Bern gesprochen.
    13 min
  • Performance über Solastalgie: «Das Stück ist ein Appell, die Trauer zu politisieren»
    Kennt ihr das? Man geht im Spätsommer in die Berge, schaut sich die herumliegende Landschaft an, betrachtet die Eisfelder und die schwindenden Gletscher, und plötzlich ist da in der Brust dieses beklemmende Gefühl. Diese Gewissheit, dass diese Landschaft, wie man sie vor sich hat, bald nicht mehr sein wird. Dass die Gletscher verschwinden, die Bäche versickern, die Wälder verdursten. Ein Verlust, dessen Ausmass unsere Vorstellungskraft übersteigt. Dieses Gefühl hat einen Namen: Solastalgie. Solastalgie ist das Gegenstück zur Nostalgie. Während diese in die Vergangenheit blickt, beschreibt Solastalgie die Trauer über einen Verlust, der uns noch bevorsteht.
    Diese Solastalgie wird dieses Wochenende im Schlachthaus Theater verhandelt. Benjamin Burger nimmt das Publikum in einer autofiktionale Solo-Performance mit auf den erodierenden Rhonegletscher. «Dieses Gefühl, dass ich in eine schon verlorene Landschaft schaue, hatte ich auf dem Gletscher zum ersten Mal», so Burger.
    Neben der Trauer über den sterbenden Gletscher kam in ihm während seiner Schaffenszeit aber noch die Trauer um seine verstorbene Grossmutter auf. «Das war total verrückt, wie sich diese Trauer transformiert hat: Zuerst über den Gletscher, der stirbt, und dann über meine Grossmutter. Das hat mich überrascht!». In seiner Performance verwebt Burger die beiden Verluste miteinander. Der schmelzende Gletscher weckt einen alten Familienspuk, der sich um einen gewalttätigen Grossvater dreht. Das Leben der Grossmutter wandelt sich von einer Märchenerzählung zu einer Widerstandsgeschichte. «Das Stück ist ein Appell, die Trauer zu politisieren und deren Ursprung zu verfolgen», so Burger.
    7 min
  • «Das Schöne und die Gewalt: All das passiert immer gleichzeitig»
    Der Film «The Landscape and the Fury» ist die neuste Kreation der Schweizer Regisseurin Nicole Vögele. Es ist ein Portrait des Ortes Ravnize, ein kleiner Weiler an der EU-Aussengrenze in Bosnien. Der Film erzählt die Geschichten einer Landschaft, in der Migrantinnen, die Zuflucht suchen, und die Traumata des Bosnienkrieges aufeinander treffen.
    13 min
  • Notfallpsychologin: "In Gaza gibt es keinen sicheren Ort"
    Die humanitäre Lage in Gaza spitzt sich weiter zu, die USA hat Israel nun ein Ultimatum gestellt.
    Über die humanitäre Lage in Gaza geht es bei uns in der heutigen Sendung -
    Mit uns hier im Studio darf ich jetzt Katrin Glatz Brubakk begrüssen. sie ist Kinderpsychologin und spezialisiert auf Traumata.
    Immer wieder hat sie die Insel Lesbos besucht und auf die prekäre Menschenrechtslage in Moria aufmerksam gemacht. Moria ist das grösste Flüchtlingscamp Europas.
    Diesen Frühling ist ihr Buch erschienen mit dem Titel Inside Moria – Europas Verrat an Moral und Menschlichkeit.
    Die letzten Wochen war in Gaza,
    Sie war als Notfallpsychologin für die Organisation Ärzte ohne Grenzen im Einsatz.
    21 min
  • Santiago de Chile: Der Wald soll zurück in die Stadt
    Anmoderation: In einer Stadt wie Bern, Zürich oder Berlin ist es schwer sich vorzustellen, was Städte mit kaum Grünfläche sind.
    Santiago de Chile ist teilweise genau das:
    Aufgrund der langen Trockenperioden im Sommer wächst kaum etwas, ohne dass es explizit gepflanzt wird.
    Gerade die Armenviertel sind daher trockene Staubwüsten im Sommer. Das möchte die Regionalregierung der Metropolregion nun ändern und sucht dabei nach Wegen, die chilenische Hauptstadt an den Klimawandel anzupassen.
    6 min
  • Israels Innenpolitik ein Jahr nach dem 7. Oktober
    Seit dem 7. Oktober 2023 scheint die Welt eine andere: In den Morgenstunden startete die Hamas einen Terrorangriff auf Israel. Sie feuerten zuerst 3000 Raketen ab, drangen dann nach Israel ein. 1200 Menschen sterben an dem Tag, 250 werden als Geiseln genommen. Israel reagierte mit einer Offensive in Gaza. Dieser Krieg hat bisher über 40 000 Todesopfer gefordert. Wo steht die Innenpolitik Israels heute, ein Jahr nach dem 7. Oktober? Darüber haben wir mit der Historikerin und Israelexpertin Jenny Hestermann gesprochen.
    6 min
  • Künstlerin Indu Antony: «Die öffentlichen Räume der Stadt sind vergeschlechtlicht»
    Wie bewegen sich Frauen, wie bewegen sich Männer durch die Stadt? Wie viel Raum nehmen queere Menschen ein? Wer fühlt sich auf der Strasse sicher, wer nicht? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Indu Antony. Sie ist eine multidisziplinäre Künstlerin aus Südindien. Ihre Kunst ist eine Auseinandersetzung mit Geschlecht und Körper im öffentlichen Raum. Antony lebt in Bangalore im Süden Indiens, wo sie einen öffentlichen Raum kreiert hat, in dem Frauen sich erholen können und nichts tun müssen. Indu Antony war für eine Kunstaustausch in Bern. Sarah Heinzmann hat sie getroffen und sie gefragt, wieso sie als Künstlerin sich mit dem öffentlichen Raum auseinandersetze.
    0 min

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