Aufnahme des Vortrages "Antisemitismus im Antiimperialismus" von Luise Henckel, organisiert vom Kollektiv gegen Antisemitismus Hannover (https://www.instagram.com/koga_hannover/).
Ankündigung: Im gegenwärtigen Selbstverständnis von Akteuren und Bewegungen, die sich selbst als „links“, „progressiv“ oder „sozialistisch“ verstehen, geistert mal wieder der Begriff des Antiimperialismus selbstbewusst herum. Angesichts der Jahrzehnte, die das Vokabular schon auf dem Buckel hat, mag die Hartnäckigkeit der antiimperialistischen Logik auf den ersten Blick vielleicht verwundern. Der Vortrag versucht eine Scharfstellung des Verhältnisses von Antiimperialismus und der Reproduktion antisemitischer Ressentiments zu leisten, der die historische Entwicklung der Artikulationsformen des Antiimperialismus ebenso umreißt, wie die möglichen Erklärungen ihrer Beharrsamkeit.
Luise Henckel hat Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften und Politische Theorie studiert, arbeitet am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main und promoviert an der Universität Halle zur Judenemanzipation im 19. Jahrhundert. Sie publiziert und hält Vorträge zur frühen kritischen Theorie, materialistischer Staatstheorie und zum (linken) Antisemitismus.