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Maynat Kurbanova – Vom Krieg berichten, gegen das Vergessen schreiben
Maynat Kurbanova ist Journalistin, Autorin und ehemalige Kriegsberichterstatterin. Sie berichtete aus dem Tschetschenienkrieg für die Nowaja Gaseta und Radio Free Europe/Radio Liberty. Nach Morddrohungen musste sie ihre Heimat verlassen und lebt heute in Wien.
In dieser Ausgabe der Nahversorgerin sprechen wir mit ihr über ihre Erfahrungen als Kriegsreporterin, über Flucht und Exil, die Verantwortung des Journalismus und die Bedeutung von Erinnerung. Und darüber, wie Frauen Krieg erleben, ihre Geschichten erzählen und sich gegen das Vergessen behaupten.
Gedanken zum Handwerk
Das Handwerk hat die Menschheit von Anbeginn begleitet und veränderte sich in Sprüngen wie der Neolithischen Revolution, wo der Mensch sesshaft wird und neue Berufsgruppen entstehen, dem Urbanisierungsprozess im Mittelalter mit höherem Grad der Spezialisierung und Arbeitsteilung sowie der Industriellen Revolution, die in England Ende des 18. Jahrhunderts begann und durch die Watt’sche Dampfmaschine, höhere Arbeitslöhne, Skaleneffekte und Mechanisierung viele Handwerke obsolet machte. Bis zur Industriellen Revolution bestimmte das hölzerne Zeitalter mit Holz als universellem Werkstoff die longue durée des alltäglichen Lebensvollzugs.
In der Gegenwart entwickelt sich durch CNC und vor allen Dingen durch KI ein ähnlicher Sprung, bei dem humanoide Roboter Handwerk ausüben und menschliche Fehler simulieren können. Handwerklich gefertigte Produkte bleiben als Nischenprodukte für eine reiche Oberschicht mit Tokenisierung und Blockchain erhalten, während in verarmten Bevölkerungsschichten aus Lebensnotwendigkeit Upcycling entsteht, ergänzt durch selbst hergestellte Dinge mit emotionaler Bindung, Lernen über YouTube, Reparaturcafés, genossenschaftliches Miteinander und handwerkliche Ausbildung als Plan B.
IntroMusic:
Interpret: Shovel Dance Collective
Interpret: Shovel Dance Collective
Interpret: Meshell Ndegeocello & ANOHNI
Interpret: UB40 & Chrissie Hynde
Interpret: Meshell Ndegeocello & Chaka Khan
Interpret: Kenny Rogers & Dolly Parton
Interpret: The Bee Gees
Interpret: Meshell Ndegeocello & Cynthia Erivo
Interpret: Michael McDonald
Interpret: George Michael & Aretha Franklin
Interpret: Meshell Ndegeocello & Evann McIntosh
Interpret: Brian Eno
Interpret: Meshell Ndegeocello
Interpret: Meshell Ndegeocello & Ink
Interpret: Madeleine Peyroux
Interpret: Barbra Streisand
Interpret: Meshell Ndegeocello & Madison Cunningham
Interpret: Bettye LaVette
Interpret: Dennis Edwards
Dauerhaftigkeit durch Duktilität
Das älteste Gewölbe in Hallstatt ist das Tonnengewölbe des Beinhauses. Es hat die Gestalt eines liegenden Kreiszylinders und ist im Regelfall als Halbkreis geschlagen. Entstanden ist es in der Romanik, etwa im 13. oder 14. Jahrhundert, über einer Schalung aus Brettern, die als Negativform die Wölbung vorgab. Wassersägen sind im Ort erst in den 1520er Jahren nachweisbar. Zuvor wurde das Bloch von Hand über einer Sägegrube Brett für Brett gesägt. Auf die abgestützte Schalung kam entweder ein Mörtelbett, in das kleines Bruchsteinmaterial gedrückt wurde. Die Zwischenräume wurden mit Kalkmörtel ausgefugt. Oder der Bruch lag möglichst dicht auf und erhielt danach einen dünnen Mörtelguss. Beides lässt sich am fertigen Gewölbe kaum noch unterscheiden. An der Gusshaut bleiben die Fugen der Schalbretter als leichte Grate, und mitunter zeichnet sich sogar die Holztextur ab. Beim Brechen des anstehenden Kalks zum Felsen hin fallen Abschläge und Hauklein an, die für Haustein zu unbrauchbar sind und in dieser Gusstechnik dennoch tragen. So geht das gesamte Material des Abbaus in den Bau. Die römische Gussmasse Opus Caementitium stand in der Romanik nicht mehr zur Verfügung. Ihr waren Ziegelmehl und vulkanische Aschen als Puzzolane zugesetzt gewesen, sodass sie auch durch Wasseraufnahme härtete.
Dichter Dachsteinkalk, im Dialekt Palfen genannt, ist äußerst druckfest, während der Kalkmörtel auch nach langer Aushärtung weich und formbar bleibt. Diese Nachgiebigkeit heißt Duktilität. Im 19. Jahrhundert ließ der Hallstätter Bergmeister Ramsauer druckhafte Strecken im Salzbergwerk auf zwei Arten ausmauern. Einmal mit genau zugehauenen Trapezsteinen aus harten Palfen, deren Fugen wie bei einem Gewölbe auf einen Mittelpunkt zielen. Daneben mit kleinem Bruchstein in Kalkmörtel, ähnlich dem Gussgewölbe des Beinhauses. Unter hohem Gebirgsdruck barsten die Werksteine und splitterten ab. Die weiche Kalkmatrix nahm die ungleichen Spannungen auf und lagerte sie um. Hieraus ergibt sich, dass die weniger aufwendigen Strecken geringere Schäden zeigten. Im Geißwandtunnel zwischen Ebensee und Traunkirchen steht innen eine harte Stahlbetonschale, während der Zwischenraum zur ausgebrochenen Felswand mit einer weichen Masse gefüllt ist, mitunter mit Styroporbeton aus zementgebundenen Kügelchen. Der Gebirgsdruck setzt dann nicht an einzelnen Stellen an, sondern verteilt sich über die Schale.
Gedanken zum Handwerk
Das Handwerk hat die Menschheit von Anbeginn begleitet und veränderte sich in Sprüngen wie der Neolithischen Revolution, wo der Mensch sesshaft wird und neue Berufsgruppen entstehen, dem Urbanisierungsprozess im Mittelalter mit höherem Grad der Spezialisierung und Arbeitsteilung sowie der Industriellen Revolution, die in England Ende des 18. Jahrhunderts begann und durch die Watt’sche Dampfmaschine, höhere Arbeitslöhne, Skaleneffekte und Mechanisierung viele Handwerke obsolet machte. Bis zur Industriellen Revolution bestimmte das hölzerne Zeitalter mit Holz als universellem Werkstoff die longue durée des alltäglichen Lebensvollzugs.
In der Gegenwart entwickelt sich durch CNC und vor allen Dingen durch KI ein ähnlicher Sprung, bei dem humanoide Roboter Handwerk ausüben und menschliche Fehler simulieren können. Handwerklich gefertigte Produkte bleiben als Nischenprodukte für eine reiche Oberschicht mit Tokenisierung und Blockchain erhalten, während in verarmten Bevölkerungsschichten aus Lebensnotwendigkeit Upcycling entsteht, ergänzt durch selbst hergestellte Dinge mit emotionaler Bindung, Lernen über YouTube, Reparaturcafés, genossenschaftliches Miteinander und handwerkliche Ausbildung als Plan B.
Diesmal eine sehr persönliche Folge. Mit intimen Einblicken in Personen und Persönlichkeiten. Und Liedern, Liedern vom Menschsein.
Die Verbauung des Hallstätter Mühlbachs in den Jahren 1885 bis 1888 gilt als das erste Großprojekt der k.u.k. forsttechnischen Abteilung für Wildbachverbauung. Prototypisch wurden hier steinerne Verbauten mit umfangreichen forsttechnischen Begleitmaßnahmen kombiniert, sodass über Jahrzehnte ein wirksamer Schutz der UNESCO-Welterbestätte Hallstatt gewährleistet war. Am Übergang von Oberlauf zum Mittellauf des Mühlbachs wurde bereits 1885 die Falkenhayn-Sperre, benannt nach dem damaligen Ackerbauminister, aus großen Kalksteinblöcken errichtet. Der Querbau weist eine Spannweite von 14.6 m, eine Höhe von durchschnittlich 5 m und eine Kronenbreite von 2.0 m auf. Das Werk ist mit dem rechten Flügel im gewachsenen Felsen, mit dem linken in einem Kolossal-Felsblock eingelassen.
Weiterführende Informationen zur Verbauung des Hallstätter Mühlbachs.
Bricoleur – Tinker – Bastler
Bricolage beschreibt ein solches Vorgehen, bei dem ein begrenztes Repertoire an Materialien oder Ideen durch Kombination und Improvisation zu funktionsfähigen Ergebnissen führt, ohne dass ein detaillierter Entwurf vorab festgelegt wird.
In der Entwicklung lebender Wesen zeigt sich dieses Prinzip deutlich: Bestehende Strukturen werden nicht vollständig ersetzt, sondern in neuen Konfigurationen weiterverwendet. So integrieren sich alte Hirnregionen in komplexere Systeme, indem sie mit neueren Schichten verbunden werden und dabei ihre ursprünglichen Funktionen teilweise umgestalten. Ganz ähnlich verfahren handwerkliche Traditionen in Situationen mit eingeschränktem Zugang zu neuen Materialien. Hier sammeln sich gebrauchte Bauteile wie Schalter, Kabel oder Rohrverbindungsstücke aus früheren Installationen. Bei Bedarf werden sie geprüft, angepasst und neu zusammengefügt, um eine Reparatur oder Erweiterung zu ermöglichen. Diese Herangehensweise setzt auf genaue Kenntnis des Vorhandenen und auf experimentelles Erproben innerhalb der gegebenen Grenzen.
Weil der Mensch selbst durch vergleichbare rekombinierende Prozesse hervorgegangen ist, erzeugt diese Art der Gestaltung eine besondere Vertrautheit. Gebäude und Objekte, die nicht auf makellose Perfektion abzielen, sondern auf funktionale Lösungen aus vorhandenen Mitteln, sprechen daher unmittelbar an. Sie wirken weniger fremd und ermöglichen ein Gefühl der Zugehörigkeit. Aus dieser Einsicht heraus entstehen gegenwärtig neue Praktiken, die das Prinzip bewusst aufgreifen. In städtischen Kontexten werden Materialien aus bestehenden Beständen gewonnen und neu arrangiert, um menschlichere Umgebungen zu schaffen. Ebenso eröffnen Systeme, die große Wissensbestände neu kombinieren, Räume für experimentelles Ausprobieren und überraschende Verbindungen, die ähnlich befriedigend wirken wie das Wohnen in gewachsenen Strukturen.
Intro Musik:
Interpret: ⣎⡇ꉺლ༽இ•̛)ྀ◞ ༎ຶ ༽ৣৢ؞ৢ؞ؖ ꉺლ – Four Tet
anno 2026
Interpret: Neil Young & Neil Young & The Chrome Hearts
Interpret: Neil Young
Interpret: Neil Young & Neil Young & The Chrome Hearts
Interpret: Kate Campbell & Spooner Oldham
Interpret: Neil Young
Interpret: Linda Ronstadt
Interpret: Percy Sledge
Interpret: Neil Young & Neil Young & The Chrome Hearts
Brandon Flowers und The Killers
Interpret: Brandon Flowers
Interpret: The Killers
Interpret: The Killers
Achtung: Moderationsfehler – gespielt wurde tatsächlich
Interpret: Brandon Flowers
Free Flow Sektor:
Interpret: Joe Goddard
Interpret: Balaphonic
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