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Der Münchner Rapper tiduz. war zu Gast. Wir haben uns über Sexismus, politische Bildung, weiße Privilegien, seine EP "Milch & Honig" und seine Jugend in Hamm unterhalten.
Über tiduz.:
Deutschrap, der auf sexistische Inhalte, Mackertum und Markenfetischismus verzichtet, ist schon lange kein Nischenthema mehr. Statt toxische Männlichkeitsbilder zu reproduzieren und sich dabei die Weste mit der Ausrede von künstlerischer Freiheitreinzuwaschen, zeigen Rapper:innen, dass es auch anders geht: tiduz. ist einer von ihnen. Der Münchner MC verbindet HipHop mit Politik und schafft es dabei trotz komplexer Inhalte, einen Sound zu kreieren, der sowohl zum Feiern im Club, als auch zum darin Versinken auf langen Zugfahrten einlädt. tiduz. steckt den Finger tief in die Wunde und macht dabei keinen Unterschied, ob es die seines konservativen Nachbarn oder die eigene ist.
Bis zum Projekt tiduz. war die Reise allerdings lang. Mit 15 Jahren spielte er in seiner ersten Band als Gitarrist –erst mit 25 und einem Umzug in die Niederlande kam der Umbruch: Die Gitarre wich für das Mikrofon. Nach etlichen weiteren Umzügen, landet tiduz. 2019 schließlich in München und lernt auf einer Jam den Rapper und Produzenten Manoo kennen. Die beiden beschließen einen Song zu machen -und produzieren eine ganze EP zusammen. Auch Live stehen tiduz. und Manoo mittlerweile gemeinsam auf der Bühne und erschaffen einzigartige Konzerterlebnisse, die sämtliche HipHop-Hände mit Muskelkater nach Hause schicken.
tiduz. macht keine Musik für Hintergrundbeschallung –seine Texte verlangen nach Aufmerksamkeit. Wer genau zuhört, bekommt Geschichten erzählt, wie sonst von guten Freund:innen nach zuviel Bier. Jedoch mit mehr Struktur, perfekt geflowt und immer ohne Blatt vor dem Mund. Solange er diese gewaltige Rap-Power noch nicht live performen kann, schreibt tiduz. immer weiter an neuer Musik. 2020 erschien bereits die EP „Der Regen kommt noch“–knapp ein Jahr später legt er mit „Milch & Honig“ jetzt nach. Die ersten Songs für das nächste Release sind bereits in Arbeit.
By Jan DahlmannDer Münchner Rapper tiduz. war zu Gast. Wir haben uns über Sexismus, politische Bildung, weiße Privilegien, seine EP "Milch & Honig" und seine Jugend in Hamm unterhalten.
Über tiduz.:
Deutschrap, der auf sexistische Inhalte, Mackertum und Markenfetischismus verzichtet, ist schon lange kein Nischenthema mehr. Statt toxische Männlichkeitsbilder zu reproduzieren und sich dabei die Weste mit der Ausrede von künstlerischer Freiheitreinzuwaschen, zeigen Rapper:innen, dass es auch anders geht: tiduz. ist einer von ihnen. Der Münchner MC verbindet HipHop mit Politik und schafft es dabei trotz komplexer Inhalte, einen Sound zu kreieren, der sowohl zum Feiern im Club, als auch zum darin Versinken auf langen Zugfahrten einlädt. tiduz. steckt den Finger tief in die Wunde und macht dabei keinen Unterschied, ob es die seines konservativen Nachbarn oder die eigene ist.
Bis zum Projekt tiduz. war die Reise allerdings lang. Mit 15 Jahren spielte er in seiner ersten Band als Gitarrist –erst mit 25 und einem Umzug in die Niederlande kam der Umbruch: Die Gitarre wich für das Mikrofon. Nach etlichen weiteren Umzügen, landet tiduz. 2019 schließlich in München und lernt auf einer Jam den Rapper und Produzenten Manoo kennen. Die beiden beschließen einen Song zu machen -und produzieren eine ganze EP zusammen. Auch Live stehen tiduz. und Manoo mittlerweile gemeinsam auf der Bühne und erschaffen einzigartige Konzerterlebnisse, die sämtliche HipHop-Hände mit Muskelkater nach Hause schicken.
tiduz. macht keine Musik für Hintergrundbeschallung –seine Texte verlangen nach Aufmerksamkeit. Wer genau zuhört, bekommt Geschichten erzählt, wie sonst von guten Freund:innen nach zuviel Bier. Jedoch mit mehr Struktur, perfekt geflowt und immer ohne Blatt vor dem Mund. Solange er diese gewaltige Rap-Power noch nicht live performen kann, schreibt tiduz. immer weiter an neuer Musik. 2020 erschien bereits die EP „Der Regen kommt noch“–knapp ein Jahr später legt er mit „Milch & Honig“ jetzt nach. Die ersten Songs für das nächste Release sind bereits in Arbeit.