Wussten Sie, dass in Italien täglich 16 Menschen verschwinden. Rund die Hälfte taucht nie wieder auf. Wenn Menschen nicht mehr nach Hause kommen, dann wird die Polizei eingeschaltet, tagelang und wochenlang in alle Richtungen gesucht, wilde Spekulationen kursieren, vor allem ist das ein großer Schmerz für die Angehörigen – vor allem dann, wenn es keine Spur gibt.
So wie bei Andrea Liponi, den die Eltern seit 13 Jahren vermissen. Sie haben das Vermisstennetzwerk Penelope Trentino/Südtirol gegründet und wollen an diesem Wochenende mit einer spezialisierten Hundestaffel das Gebiet oberhalb von Nals absuchen – wo ihr Sohn das letzte Mal gesehen wurde. Wie können Angehörige mit diesem Schicksal umgehen? Wann soll man die Hoffnung aufgeben? Und wie kann man sich von einem lieben Menschen innerlich abschieden? Darüber spricht Ursula Oberschmied mit Edmund Senoner, Psychologe und Psychotherapeutin in Bad Bachgart.