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Gas noch teurer: Experte rechnet mit höheren Kosten


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(Bildquelle: IMAGO / blickwinkel / Bearbeitung: GIGA)

Gas könnte bald teurer werden, warnt der Chef der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur erwartet infolge des Iran-Kriegs steigende Gaspreise in Deutschland. Besonders bei neuen Verträgen könnten Haushalte künftig mehr zahlen müssen. Gleichzeitig versucht Behördenchef Klaus Müller zu beruhigen.

Bundesnetzagentur: Neue Risiken für Gaspreise

Nach Einschätzung von Müller verteuert die Lage im Nahen Osten bereits jetzt den Einkauf von Gas an den internationalen Märkten. „Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen“, so Müller.

Für viele Privathaushalte gelten hingegen noch Preisgarantien über zwölf Monate oder länger. Deshalb dürften höhere Kosten zunächst nicht sofort bei allen Kunden ankommen (Quelle: RND).

Bei Anschlussverträgen könnte sich die Lage allerdings verändern. Dort rechnet die Bundesnetzagentur mit moderaten Preissteigerungen. Extreme Sprünge wie während der Energiekrise 2022 erwartet die Behörde derzeit hingegen nicht. Deutschland habe seine Versorgung in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt und sei heute weniger abhängig von einzelnen Lieferanten.

Müller mahnt trotzdem zu einem sparsamen Umgang mit Energie. „Gas ist ein wertvolles Gut“, sagte der Chef der Bundesnetzagentur. Gleichzeitig verweist er auf zusätzliche Flüssiggasterminals an Nord- und Ostsee, die bereits im vergangenen Winter geholfen hätten, die Versorgung stabil zu halten.

Strompreise entwickeln sich anders

Während Gas wieder teurer werden könnte, zeigt sich beim Strom eine gegenteilige Entwicklung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sinken dort die Preise aktuell sogar. Verantwortlich dafür ist unter anderem der hohe Anteil vergleichsweise günstiger erneuerbarer Energien im Netz. Auch saisonale Effekte spielen laut Behörde eine wichtige Rolle.

Sorgen über die aktuellen Speicherstände hält Müller dagegen für übertrieben. Die großen deutschen Gasspeicher könnten innerhalb von 30 Tagen deutlich gefüllt werden. „Man muss jetzt nicht in Hektik verfallen“, erklärte der Behördenchef. Die Lage im Iran erschwere den Handel zwar, dennoch werde weiterhin Gas eingespeichert.

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