Gedichte aus der Geschichte

Gedichte aus der Geschichte

By Franziska und Sophie VogtHistory
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Gedichte aus der Geschichte episodes

  • Es hatte sich ein Strand von Blut zu röten

    Beim Fotoepigramm 47 aus Bertolt Brechts „Kriegsfibel“ handelt es sich auf den ersten Blick um vier recht kryptische Verse. Sie sind nur in Zusammenhang mit dem Pressefoto und dessen Untertitel zu verstehen, auf die sie sich beziehen. 


    Das Bild zeigt einen japanischen Soldaten, der von einem amerikanischen Soldaten im Zuge der Schlacht um Buna erschossen wurde. Was das für eine Schlacht war und was man alles aus vier Versen herausholen kann, erfahrt ihr in der aktuellen Folge. 

    30 min
  • Wunde, die dein Herz durchschnitt

    Luise von Mecklenburg-Strelitz war eine beeindruckende Frau. Sie beriet ihren Mann König Friedrich Wilhelm III, setzte sich für einen Krieg gegen Frankreich ein und verhandelte nach Preußens Niederlage mit Napoleon. Über die überaus beliebte  Königin wurden zahlreiche Gedichte geschrieben. Eines von ihnen ist Heinrich von Kleists Sonett „An die Königin Luise von Preußen“, das er ihr 1810 zu ihrem 34. Geburtstag überreichte und das Gegenstand unserer heutigen Folge ist.

    50 min
  • Zermürbet, gebrochen, dem Henker gestellt

    Auch die heutige Folge rückt das Werk eines Laiendichters in den Fokus. In „Einer von vieren“ verarbeitet Kurt Pollak seine Gefangenschaft als politischer Häftling. In den 40er Jahren gehörte Pollak, der einen jüdischen Vater hatte, der „Mischlingsliga Wien“, einer aus dem kommunistischen Umfeld hervorgegangen Widerstands- und Jugendorganisation an. 

    Danke an Wasbishergeschah.at, dass ihr auf die MLW und Pollak aufmerksam gemacht habt, und herzlichen Dank an die Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen der Uni Wien fürs Bereitstellen von Pollaks Lebenserinnerungen.

    1 hr 2 min
  • Die Kraniche ziehen klagend heimwärts

    Unsere heutige Folge widmet sich mal wieder einer Laiendichterin. Die Ostpreußin Anna Buttkus musste nach dem Krieg Zwangsarbeit in einer sowjetischen Kolchose leisten. Ihre Erlebnisse und ihre Sehnsucht nach ihrer Familie in Deutschland verarbeitete sie in ihrem Tagebuch, in dem sie auch das Gedicht niederschrieb, das wir heute besprechen. Vielen Dank an das Dokumentationszentrum @flucht_vertreibung_versoehnung und @reus.sophie, die uns das Tagebuch zur Verfügung gestellt hat. 

    43 min
  • Zwecklos und sinnreich / wie ein Gedicht aus Messing

    Hans Magnus Enzensbergers Ballade „Giovanni de‘ Dondi“ bildet den Auftakt seines Gedichtbands „Mausoleum. Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts“. Sie widmet sich De‘ Dondis Astrarium, einer astronomischen Uhr, die 1364 vollendet wurde und anhand derer der Autor die Möglichkeit autonomer Kunst im Sinne Theodor Adornos abhandelt. 

    43 min
  • Tand, Tand / Ist das Gebilde von Menschenhand

    Am 28. Dezember 1879 stürzte der Mittelteil der erst im Jahr zuvor fertiggestellten Brücke über den schottischen Firth of Tay mitsamt eines Personenzugs auf seinem Weg von Edinburgh nach Dundee in den Fjord. Dieses Unglück verarbeitet Theodor Fontane in seiner Ballade „Die Brück‘ am Tay“, die nur wenige Tage später entstand. Sie spiegelt den Widerstreit zwischen der menschengemachten Technik und den Kräften der Natur. 

    49 min
  • Das letzte Gold verfallener Sterne

    Alle niedersächsischen 12. Klässler:innen kennen Elis aus E.T.A. Hoffmanns „Die Bergwerke zu Falun“. Aber von welcher historischen Person wurde Elis inspiriert und wie beeinflusste wiederum Hoffmanns Figur Georg Trakl bei seinem Gedicht „An den Knaben Elis“? Diesen Fragen gehen wir heute in unserer Folge über den Untergang der Poesie nach.

    1 hr 5 min
  • Beil und Scheit und Würgerluft

    Der SPD-Reichstagsabgeordnete Hermann Tempel musste vor den Nazis ins Exil flüchten, stellte sich nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande jedoch selbst, als die Gestapo auf der Suche nach ihm seinen ehemaligen Vermieter ins Visier nahm. Während seiner Haft im Strafgefängnis Wolfenbüttel schrieb er sein Gedicht „Unter dem Beil“, das neben Tempels Biographie Gegenstand unserer heutigen Folge sein wird. Wenn ihr mehr über das Strafgefängnis Wolfenbüttel erfahren möchtet, besucht die Ausstellung der @gedenkstaettewolfenbuettel – eine sehr lohnenswerte, interessante und vielseitige Ausstellung!

    1 hr 10 min
  • Zum Erhabenen muss man geboren sein

    Die heutige Folge widmet sich dem einzig bekannten Gedicht Albert Einsteins „Zu Spinozas Ethik“, in dem er sich mit dem Hauptwerk des bedeutenden Philosophen des 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Die beiden verbindet ein streng deterministisches Weltbild und ein personaler Gottesbegriff. 

    43 min
  • Die meisten Menschen haben einen Schnupfen

    Wie wir im Januar 2024 begonnen haben, so setzen wir unseren Podcast dieses Jahr fort: Mit einem Gedicht des Expressionismus. Jakob van Hoddis‘ „Weltende“ entstand 1910 unter dem Eindruck der Hysterie, welche die Annäherung des Halleyschen Kometen an die Erde auslöste.

    53 min

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Jeden Monat stellen wir euch ein Gedicht vor, das sich auf ein spezielles historisches Ereignis bezieht oder von besonderer historischer Relevanz ist. Wir, das sind Sophie und Franziska, zwei Deutsch- und Geschichtslehrerinnen.