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Inhaltshinweis: In dieser Folge geht es um sexualisierte Gewalt gegen Kinder.
In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Ruth und Rebecca über François Ozons Film „Gelobt sei Gott“ (2019). Er basiert auf dem realen Missbrauchsskandal um den Priester Bernard Preynat, der in den 1980er-Jahren im Erzbistum Lyon Dutzende Pfadfinder sexualisierter Gewalt aussetzte.
Erzählt wird aus der Sicht von drei erwachsenen Männern, die sich Jahrzehnte später zusammenschließen, um das Schweigen zu brechen. Der Titel spielt auf Kardinal Philippe Barbarin an, der 2016 sagte, die meisten Taten seien „Gott sei Dank“ verjährt. Im Gespräch geht es um institutionelle Vertuschung, kirchliche Machtstrukturen und die Frage, wie ein System Täter über Jahrzehnte schützen konnte.
Instagram: @owlsome_ovo @ruthhabeland
In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Ruth und Rebecca über das autobiografische Buch "Mama, bitte lern Deutsch" von Tahsim Durgun. Das Werk erzählt die Geschichte eines Jungen, der in Deutschland heranwächst und zunehmend realisiert, wie stark seine Familie von der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen wird. Im Zentrum stehen strukturelle Hürden, Armut und der Versuch einer Eingliederung in ein oft abweisendes System.
Im Gespräch geht es um Alltagsrassismus, Klassismus und Intersektionalität. Ruth und Rebecca diskutieren die vielen alltäglichen Ausgrenzungen auf Ämtern oder im Supermarkt sowie die weitreichende Diskriminierung im deutschen Schulsystem. Sie reflektieren zudem das Lesen aus einer weißen Mehrheitsperspektive und besprechen, warum die biografischen Schilderungen oft Scham über das eigene Wegsehen auslösen.
Instagram:
@owlsome_ovo & @ruthhabeland
In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Ruth und Rebecca über Emily Brontës Roman “Sturmhöhe” und dessen aktuelle Verfilmung. Die Handlung folgt der destruktiven Liebesgeschichte zwischen Catherine und Heathcliff in der Abgeschiedenheit der englischen Moore. Das Werk bricht mit klassischen Vorstellungen von Romantik und erzählt von Besessenheit und sozialen Barrieren.Im Gespräch geht es um die Frage, warum das Buch oft fälschlich als reine Liebesgeschichte vermarktet wird und welche Rolle koloniale Untertöne spielen. Ruth und Rebecca diskutieren zudem die moderne Inszenierung von Emerald Fennell und die Kritik an einer Ästhetik, die mehr an Popkultur als an die literarische Vorlage erinnert.Instagram:@owlsome_ovo@ruthhabeland
Content Note: Sensible Inhalte. Vergewaltigung und Gewalt
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In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Ruth und Rebecca über VIEWS von Marc-Uwe Kling. Der Erfinder der Känguru-Chroniken wagt sich mit diesem Roman an einen düsteren Thriller. Die BKA-Ermittlerin Samira sucht nach einer vermissten Jugendlichen, während ein brutales Video im Netz für eine gesellschaftliche Eskalation und unkontrollierbare digitale Gewalt sorgt.
Ruth und Rebecca diskutieren, wie Klings Wechsel von der Satire ins Krimi-Genre funktioniert. Im Zentrum ihres Gesprächs steht außerdem eine Debatte um die Erzählperspektive: Wie glaubwürdig ist es, wenn ein weißer Autor aus der Sicht einer migrantischen Polizistin schreibt – und gerät das gut gemeinte Bild der Behörden dabei zu glatt?
Es geht um einen überforderten Staat, den Ruf nach Selbstjustiz, rechtsextreme Netzwerke und gesellschaftliche Spaltung in einer turbulenten Zeit.
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In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Ruth und Rebecca über die dänische Netflix-Miniserie „Reservat“ (2025).
Die Serie erzählt von zwei wohlhabenden Familien, deren Alltag ins Wanken gerät, als ein Kindermädchen verschwindet. Im Mittelpunkt stehen Reichtum, Abhängigkeiten und das Leben in einer abgeschotteten Welt.
Im Gespräch geht es um Klassismus, Care-Arbeit und soziale Isolation, um ästhetische Codes von Reichtum und um die Frage, warum die Serie bewusst auf klare Täter-Opfer-Zuschreibungen verzichtet.
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In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Rebecca und Ruth über den Klassiker „Sissi“ (1955), und darüber, warum dieser Film für viele bis heute Pflichtprogramm ist: Alpenidylle, Kostüme, Kaiserkitsch und Kindheitserinnerung.
Im Zentrum steht Elisabeth als junges „Naturmädchen“, das plötzlich im strengen Wiener Hof landet. Rebecca und Ruth schauen auf den Film mit Nostalgie, aber auch mit Gegenwartsblick: Was ist heute noch charmant? Welche Bilder und Rollenklischees sind problematisch? Und was macht Sissi zu so einem unkaputtbaren Popkultur-Phänomen?
Übrigens: Das Sisi Museum befindet sich in der Hofburg in Wien, in den Kaiserappartements, und zeigt persönliche Gegenstände und das wahre Leben der Kaiserin Elisabeth.
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In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT sprechen Rebecca und Ruth über den Weihnachtsklassiker „Tatsächlich Liebe“ (2003). Im weihnachtlichen London verwebt der Film die Geschichte eines frisch gewählten Premierministers, eines trauernden Vaters, eines zynischen Popstars und eines Schriftstellers, der sich ohne gemeinsame Sprache verliebt.
Zwischen Nostalgie und Gegenwartsblick nehmen sie die unterschiedlichen Liebesformen des Films in den Blick: romantische Projektionen, Freundschaft, Verlust, Machtgefälle und Klassenunterschiede. Welche Beziehungen berühren bis heute? Und welche Szenen sind schlecht gealtert?
Eine Folge über Liebe, Popkultur und die Frage, wie man einen Film lieben kann, ohne ihn unkritisch zu feiern.
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In der neuen Folge GEDRUCKT & GEDREHT besprechen Ruth und Rebecca den Roman “Herzklappen von Johnson und Johnson” von Valerie Fritsch (2020).
Alma und Friedrichs Sohn spürt keinen Schmerz – ein Segen und Fluch zugleich. Während Alma ihn obsessiv vor unsichtbaren Verletzungen schützt, beginnt ihre Großmutter von Krieg und Verlust zu erzählen. So verknüpfen sich familiäre Traumata mit der Frage: Wie lernt ein Mensch Empathie, wenn er selbst keine Schmerzen kennt?
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Heute geht es um “Popkultur auf höchstem Niveau”, wie Rebecca sagt. Auf ihren Wunsch besprechen Ruth und Rebecca den Kultfilm “Clueless - Was sonst?” (1995).
Was die beiden von der Romcom über Freundschaft, Mode und Selbstfindung in Beverly Hills halten, erfahrt ihr in dieser Folge.
“Clueless – Was sonst?” mit Alicia Silverstone und Stacey Dash in den Hauptrollen ist ein Film von Amy Heckerling und kam 1995 in die Kinos.
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Ruth und Rebecca sprechen über “Als wir Schwäne waren” (2024) von Behzad Karim Khani.
Der Roman erzählt aus der Perspektive eines Jungen, der in den 1990er Jahren als iranischer Geflüchteter im Ruhrgebiet aufwächst. Es ist eine Geschichte über Migration, Selbstbehauptung, Fremdheit und die Entscheidung zur Freiheit durch Weggehen.
Der Erzähler erkennt spät, dass er nicht Heilung suchte, sondern Gleichheit mit anderen im Schmerz. Um sich von dieser Gewalt zu lösen, wählt er die Trennung – das Gehen. Die Frage, ob Schwäne Zugvögel sind, spiegelt seine Entscheidung wider: „Ich gehe, bevor die Geschichten dieses Ortes zu meinen werden.“
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