Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) ist ein Paradebeispiel für die Komplexität gefäßmedizinischer Erkrankungen: Es vereint Stoffwechselstörungen, vaskuläre und neuropathische Ursachen – und erfordert ein enges Zusammenspiel vieler Disziplinen.
In dieser Folge spricht PD Dr. Barbara Rantner mit Dr. Hartmut Görtz, langjähriger Chefarzt in Lingen mit besonderer Expertise im Diabetischen Fuß, und PD Dr. Christian Alexander Behrendt, Leiter des Deutschen Instituts für gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG) in Hamburg. Beide engagieren sich zudem in der PAVK-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG).
Das Gespräch beleuchtet aktuelle epidemiologische Daten, diagnostische Herausforderungen und neue Versorgungskonzepte. Es zeigt, warum das DFS ein Musterfall integrierter Versorgung ist – und wie Gefäßchirurgie, Diabetologie und Fußchirurgie gemeinsam die Zahl der Amputationen senken können.
Diskutiert werden unter anderem die neuen Entwicklungen in der medikamentösen Therapie, die Grenzen klassischer Diagnostik, die Bedeutung der Polyneuropathie sowie der Stand der Leitlinienarbeit.
Ein interdisziplinäres, praxisnahes und zugleich visionäres Gespräch – ganz im Sinne des Mottos: „Wir denken Gefäße weiter.“
Themen in dieser Episode:
• Prävalenz und Versorgungsdaten zum Diabetischen Fußsyndrom in Deutschland
• Altersverteilung und Risikoentwicklung bei Diabetespatientinnen und -patienten
• Diagnostische Herausforderungen
• Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gefäßchirurgie, Diabetologie und Fußchirurgie
• Polyneuropathie versus Angiopathie – was ist die Ursache, was die Folge?
• Leitlinienlage und internationale Empfehlungen
• Netzwerkbildung und integrierte Versorgung als Schlüssel zur Amputationsvermeidung
• Zukunft der Gefäßmedizin zwischen Ökonomie, Qualität und Weiterbildung