Erfolg ist eine Frage der Werte
Magnus erzählt, warum er sich für eine Zukunft im Unternehmen entschieden hat, obwohl seine Mutter ihm zunächst davon abriet. Er ist noch nicht Geschäftsführer, gestaltet nach eigener Aussage aber bereits große Entscheidungen mit. Dabei geht es ihm nicht allein um wirtschaftliche Kennzahlen. Für ihn stellt sich immer wieder die Frage, wie ein Unternehmen arbeiten, wachsen und Verantwortung übernehmen will.
Manomama beschäftigt Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt häufig mit Hürden konfrontiert sind. Magnus beschreibt Motivation und Lernbereitschaft als zentrale Voraussetzungen. Das Unternehmen versteht Qualifizierung als eigene Aufgabe und setzt auf eine Arbeitskultur, in der alle mit anpacken. Wenn ein Auftrag fertig werden muss, helfen Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen mit.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Textilproduktion. Materialien werden in einem maximalen Umkreis von 500 Kilometern beschafft, produziert wird in Augsburg. Das ist wirtschaftlich anspruchsvoll. Trotzdem hält er faire Mode aus Deutschland für möglich, wenn Unternehmen andere Prioritäten als maximale Margen und permanentes Wachstum setzen.
Im Gespräch geht es außerdem um Generationenbilder, sinnvolle Arbeit und die Verantwortung von Konsumentinnen und Konsumenten. Magnus verbindet gute Arbeit mit der Frage, wofür Menschen ihre Zeit einsetzen. Er spricht über bewussten Konsum, die Kosten regionaler Produktion und die Spannung zwischen fairen Löhnen und günstigen Preisen.
Politisch positioniert er sich ziemlich klar. Er vertritt die Ansicht, dass Unternehmen Demokratie schützen und sich dazu äußern sollten. Mit der Jeanskollektion „FCKAFD“ setzen Magnus und das Unternehmen manomama ein politisches Statement. Magnus beschreibt die Aktion als Ausdruck persönlicher Überzeugung und nicht als Marketingmaßnahme.
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