Filme und Serien stehen Streaming-Kunden nicht ewig zur Verfügung – auch bei Amazon Prime Video. Jetzt verliert der Streaming-Dienst jedoch einen Oscar-Gewinner aus den eigenen Reihen. Wer „Amerikanische Fiktion“ noch sehen will, muss sich sputen – besonders, weil den Film sonst niemand zeigt. Einen Eindruck vom Film könnt ihr euch mit dem obigen Trailer verschaffen.
Update vom 12.02.2025: Jetzt wissen wir auch, wie lange „Amerikanische Fiktion“ noch für Kundinnen und Kunden von Amazon Prime Video verfügbar ist. Die satirische Komödie kann noch bis einschließlich 24. Februar angesehen werden – danach ist erstmal Schluss (bei Amazon Prime Video ansehen).
Originaler Artikel vom 03.02.2025:
Prime-Nutzer im Zugzwang: Amazon verliert „Amerikanische Fiktion“
Schon kurios: Normalerweise geben Streaming-Dienste Filme und Serien nur dann ab, wenn sie nicht mehr über die notwendigen Lizenzen verfügen. Wenn dies aber Eigenproduktionen trifft, ist das sehr ungewöhnlich. Demnächst ereilt dieses Schicksal „Amerikanische Fiktion“ – ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2023, der letztes Jahr für fünf Oscars nominiert war und am Ende die Trophäe für das beste adaptierte Drehbuch mit nach Hause nahm.
Vertrieben wurde der Oscar-Gewinner von Orion Pictures, das mittlerweile zu den Amazon MGM Studios gehört. Deshalb steht der Film seit geraumer Zeit auch exklusiv Kundinnen und Kunden mit Prime-Abo bei Amazon ohne Extrakosten zur Verfügung. Anderswo gibt es den Film nirgends, auch nicht gegen extra Geld.
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Jetzt allerdings findet sich „Amerikanische Fiktion“ in Amazons ominöser Liste „In weniger als 30 Tagen nicht mehr in Prime enthalten“. Ein exaktes Datum für den Abgang nennt Amazon noch nicht. Da der Anbieter mit dem Countdown aber erst ab 14 Tagen herunterzählt, bedeutet das, dass der Film noch mindestens zwei Wochen, aber weniger als 30 Tage zur Verfügung steht. Ergo: Irgendwann Mitte bis Ende Februar fliegt er raus (bei Amazon Prime Video sehen).
Inhalt und Resümee
Doch worum geht es eigentlich im Film von Regisseur und Drehbuchautor Cord Jefferson? „Amerikanische Fiktion“ ist eine satirische Dramakomödie, die den Literaturbetrieb und gesellschaftliche Klischees hinterfragt. Im Mittelpunkt steht Thelonious „Monk“ Ellison, ein frustrierter, hochgebildeter Schriftsteller, dessen Werke kaum Beachtung finden, während stereotype Geschichten über das schwarze Leben gefeiert werden.
Jeffrey Wright ist Thelonious „Monk“ Ellison.
Aus Protest schreibt er unter Pseudonym ein überzogen klischeehaftes Buch – und wird plötzlich zum gefeierten Star. Doch sein Erfolg bringt unerwartete Konsequenzen mit sich, die sein berufliches und persönliches Leben auf den Kopf stellen.
Die Jury der Academy of Motion Picture Arts and Sciences konnte der Film bereits begeistern, aber auch die IMDb-Bewertung von 7,5 Punkten spricht für sich. Noch besser das Votum bei Rotten Tomatoes: 93 Prozent der Profikritiker heben den Daumen, bei den Zuschauern sind es gar 95 Prozent.
Wer also ein Prime-Abo besitzt, sollte sich den letztjährigen Oscar-Gewinner nicht entgehen lassen und muss handeln – vor allem, weil niemand weiß, wo der Film demnächst landen könnte.