Symlinks – Was ist das?
Symlink ist die Kurzform für einen sogenannten Symbolic Link – eine symbolischen Verknüpfung. Es gibt zwei Arten. In der Windows-Welt werden die zwei Arten aber anders genannt, wie folgende Tabelle zeigt:
Link-Art
Windows-interne Bezeichnung
Erklärung
Soft Symlink (Soft-Link)
Symbolic Link
Ähnlich wie eine Standard-Verknüpfung. Ein Soft-Link leitet euch an die Stelle, wo sich das Ziel (Datei, Ordner, Programm) befindet.
Hard Symlink (Hard-Link)
Hard Link
Ein Hard-Link lässt es so aussehen, als ob das verknüpfte Ziel tatsächlich an der Stelle des Hard-Links vorhanden wäre.
Windows 11, 10, 7, 8 und Vista können mit Symlinks umgehen. Zum eindeutigen Verständnis werden wir im Folgenden die Begriffe Soft-Link und Hard-Link nutzen.
Wozu braucht man Symlinks?
Ein Beispiel:
Ein Programm lässt sich nur im Ordner
C:\Calcu installieren. Ihr wollt den Speicherpfad aber lieber nach
D:\Tom\Calcu verschieben. Wenn ihr das Programm einfach so verschiebt, dann startet es nicht mehr, da es prüft, wo es derzeit abgelegt ist.
Was also tun?
Ihr verschiebt das Programm. Dann erstellt ihr einen Hard-Link namens
C:\Calcu, der nach
D:\Tom\Progs zeigt. Wenn das Programm startet, wird es auf
C:\Calcu zugreifen, Windows leitet es aber automatisch nach
D:\Tom\Calcu, ohne dass das Programm davon etwas „merkt“.Symlinks erstellen in Windows mit mklink-Befehl
Syntax: MKLINK [/D] | [/H] | [/J] Verknüpfungsziel
In Windows könnt ihr Symlinks mit dem mklink-Befehl in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten erstellen. Die folgende Tabelle zeigt die Befehle für Soft- und Hard-Links. Gebt statt „Quelle“ und „Ziel“ die entsprechenden Speicherpfade ein, wie weiter unten erläutert.
CMD-Befehl
Auswirkung
mklink Verknüpfung Ziel
Befehl erstellt einen Soft-Link bei / namens „Verknüpfung“, der auf die Datei „Ziel“ zeigt.
mklink /D Verknüpfung Ziel
Befehl erstellt einen Soft-Link bei / namens „Verknüpfung“, der auf das Verzeichnis „Ziel“ zeigt.
mklink /H Verknüpfung Ziel
Befehl erstellt einen Hard-Link bei / namens „Verknüpfung“, der auf die Datei „Ziel“ zeigt.
mklink /J Verknüpfung Ziel
Befehl erstellt einen Hard-Link bei / namens „Verknüpfung“, der auf das Verzeichnis „Ziel“ zeigt.
Hinweis: Das Ziel kann hier ein relativer oder absoluter Pfad sein.
Beispiel:
Wir verschieben unser Programm von
C:\Calcu in das Verzeichnis
D:\Tom\Calcu. Den Ordner
C:\Calcu gibt es nicht mehr, da er verschoben ist. Nun wollen wir einen Hard-Link in
C:\Calcu erstellen, der auf das Verzeichnis
D:\Tom\Calcu zeigt. Wir tippen in die Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein:
mklink /J C:\Calcu D:\Tom\CalcuInfo: Setzt Anführungszeichen um die Speicherpfade, sofern Leerzeichen in den Pfaden vorkommen, also: mklink /J "C:\Calcu" "D:\Tom\Calcu"
Eingabeaufforderung: Unten seht ihr die Eingabe gemäß unseres Beispiels.
Ergebnis:
Unter C:\ finden wir nun den Hard-Link. Ihr erkennt ihn am Verknüpfungssymbol:
Der Hard-Link wurde im Ordner C:\ erstellt.
Das eigentliche Programm „Calcu“ hatten wir vorher aber auf D:\Tom\Calcu verschoben:
Hier ist das Programm „Calcu“ wirklich gespeichert.Symlinks löschen
Ihr könnt die Symlinks löschen, indem ihr die Windows-Verknüpfungen im jeweiligen Ordner einfach mit der Maus markiert und die Entf-Taste drückt. Alternativ geht das auch per Eingabeaufforderung:
rmdir „C:\Calcu“