(Bildquelle: IMAGO / Daniel Scharinger / Bearbeitung-GIGA)
Kaum sind die Feiertagswochenenden vorbei, droht der perfekte Stauinfarkt: Der Brenner wird am 30. Mai geschlossen.
Der ADAC hat eine klare Warnung für alle Autofahrer herausgegeben, die um den 30. Mai in Richtung Italien unterwegs sind. Der Club rechnet mit extremen Verzögerungen, denn die beliebte Brenner-Autobahn wird am Samstag in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Auch für Freitag und Sonntag sei mit erheblichem Verkehrsaufkommen und Staus zu rechnen.
ADAC: Brenner dicht, nichts geht mehr
Zwischen 11 und 19 Uhr geht auf der Brenner-Autobahn Richtung Süden (A13) am Samstag wegen einer geplanten Demonstration gegen die starke Verkehrsbelastung nichts mehr. Weil Sperrungen auch vorbereitet werden müssen und die Aktion im Nachhinein abgebaut wird, ist ab dem 29. Mai bis weit in den Sonntag, 31. Mai, mit hoher Staugefahr zu rechnen. Von Italien Richtung Norden kommend wird sogar noch länger gesperrt: Von 10:30 bis 20 Uhr wird der Brenner (A22) dicht gemacht.
Mal eben auf die üblichen Ausweichrouten abfahren, ist auch keine Option. Laut ADAC hat die Tiroler Landesregierung entschieden, auch die Ausweichrouten Brennerstraße B182 und Ellbögener Straße L38 e zu sperren. Soll heißen: Wer mit dem Auto von Deutschland über Österreich oder die Schweiz weiter in Richtung Süden oder umgekehrt von Italien aus nach Deutschland fährt, sollte großzügige Umwege nutzen.
Auswärtiges Amt warnt: „Keine Ausweichmöglichkeit“
Wegen der extremen Auswirkungen auf den Reiseverkehr hat sogar das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Italien für das kommende Wochenende ausgesprochen. Das sollte allen, die sich nicht unbedingt auf den Weg machen müssen, Warnung genug sein: „Es gibt keine Ausweichmöglichkeit“, macht das Auswärtige Amt unmissverständlich klar.
Der ADAC sieht es etwas anders und führt die Gotthard- und San-Bernardino-Routen oder den Reschenpass als mögliche Ausweichstrecken. Gleichzeitig warnen jedoch auch die Verkehrsprofis, dass diese Strecken erheblich überlastet sein können. In Tirol behält man sich obendrein vor, alle Grenzübergänge einzuschränken oder sogar komplett zu sperren, sollte es rund um Innsbruck zum Verkehrsinfarkt kommen.
Autofahrer sollten grundsätzlich beachten, dass bei hohem Verkehrsaufkommen in Süddeutschland kurzfristig Abfahrtssperren aktiviert werden können. Weil sich der Rückstau durch Brenner-Sperrung bis weit nach Süddeutschland ziehen könnte, informieren teils schon vor Nürnberg und Würzburg auch Hinweise an der Autobahn darüber, besser noch auf andere Routen zu wechseln.
ADAC rät: Dieser Tipp bringt euch im Stau weiter
Das Fazit ist klar: Wer kann, sollte in Richtung Italien das Auto einfach stehen lassen. Wenn es nicht anders geht, solltet ihr ausreichend Puffer einplanen sowie Getränke und Verpflegung mitnehmen. Das letzte Mai-Wochenende soll wieder sommerlich heiß werden, daher ist vor allem ausreichend Wasser Pflicht. Autofahrer sollten sich außerdem an die empfohlenen Umfahrungen halten oder sogar noch größere Umwege einplanen.
Wenn alles schief geht, kann vor allem ein Tipp des ADAC Gold wert sein: Die Autobahn zu verlassen, lohnt sich laut ADAC erst ab einer Staulänge von mindestens 10 km oder bei Vollsperrung. Ansonsten habt ihr in der Regel weniger Stress und kommt früher an, wenn ihr den Stau auf der Autobahn aussitzt.