(Bildquelle: IMAGO / Zoonar / Timon Schneider / Bearbeitung: GIGA)
Wer mit einem Plex-Kauf geliebäugelt hat, muss sich jetzt beeilen.
Der bekannte Medienserver-Anbieter Plex hat eine Preiserhöhung angekündigt, die es in sich hat und selbst die großen Streaming-Giganten wie Unschuldslämmer aussehen lässt. Ab dem 1. Juli 2026 wird der Preis für den Plex Pass auf Lebenszeit verdreifacht. Bislang kostete die einmalige Lizenz für alle Premium-Funktionen in den USA 250 US-Dollar – dies soll nun auf 750 US-Dollar angehoben werden. In Deutschland waren es bislang 230 Euro, der Preis dürfte hierzulande also auf knapp 700 Euro ansteigen.
Plex gibt Monster-Preiserhöung bekannt
Plex ist eine Software, mit der ihr eure eigenen Filme, Serien und Musikdateien auf einem privaten Server organisieren und auf verschiedenste Geräte wie Fernseher, Smartphones oder Tablets streamen könnt. Viele Kernfunktionen sind kostenlos, doch für den vollen Komfort wird der kostenpflichtige Plex Pass benötigt.
Dieser schaltet unter anderem das wichtige Streaming außerhalb des eigenen Heimnetzwerks, das automatische Überspringen von Serien-Intros und weitere nützliche Features frei.
Mit der drastischen Preisanpassung wird das Lebenszeit-Modell für Neukunden deutlich unattraktiver. Bisher hatte sich die Einmalzahlung im Vergleich zum Jahresabo (60 Euro) bereits nach etwa vier Jahren amortisiert.
Nach der Erhöhung würde es über elf Jahre dauern, bis ihr die Kosten wieder eingespielt habt. Als Begründung gibt Plex an, dass der alte Preis das monatliche Abo-Modell untergraben habe und die Anpassung den gestiegenen Wert der Software widerspiegeln soll.
Selbst wer nach den konstanten Preiserhöhungen von Anbietern wie Netflix von der Streaming-Branche mittlerweile völlig desillusioniert ist, muss bei dieser Preisansage wohl einmal tief durchatmen. Die Preise für das monatliche oder jährliche Abonnement bleiben von der Änderung allerdings immerhin vorerst unberührt (Quelle: Plex).
Bestehende Plex-Nutzer sind fein raus
Wer bereits mit dem Kauf des Lifetime Pass geliebäugelt hat, hat also noch bis zum Stichtag am 1. Juli Zeit, zum alten, deutlich günstigeren Preis zuzuschlagen.
Für alle, die diesen Schritt nicht mitgehen wollen, gibt es kostenlose Alternativen wie die Open-Source-Software Jellyfin. Wer bereits einen Lifetime Pass besitzt, kann dagegen aufatmen – für euch ändert sich nichts.