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Künstliche Intelligenz verändert die Anforderungen an den Arbeitsmarkt rasant. Doch statt harter Programmierkenntnisse rücken zunehmend menschliche Eigenschaften in den Fokus.
KI-Textgeneratoren schreiben fehlerfreie Aufsätze, lösen komplexe Rechenaufgaben und spucken Code-Zeilen aus. Diese Entwicklung ist zwar in vielen Bereichen praktisch, doch bei der Förderung eures Nachwuchses zwingt sie euch zum Umdenken. Galt vor kurzer Zeit das Erlernen von Programmieren noch als sicherer Weg zum Erfolg, gelten zukünftig neue Prioritäten.
US-Tech-CEO Scott Galloway prophezeite jüngst im Podcast „The Diary of a CEO“, dass künftig nämlich ganz andere Skills den Unterschied auf dem Lebenslauf machen werden (Quelle: Business Insider): Während IT-Fähigkeiten laut dem Experten mehr und mehr an Wert verlieren, steigen für zukünftige Generationen die unverwechselbar menschlichen Kompetenzen wieder zu entscheidenden Karrieregaranten auf.
Die drei wichtigsten Fähigkeiten für Gen Alpha#1 Geschichten erzählen und überzeugen
Galloway betrachtet vor allem ein gekonntes Storytelling als die wichtigste Kompetenz der Zukunft. Die Fähigkeit, trockene Fakten in einen fesselnden Erzählbogen zu verpacken, schlägt dabei die reine Datenverarbeitung. Wer Informationen anschaulich aufbereiten und überzeugend weitergeben kann, gewinnt Menschen für sich. Das gilt für das Schulreferat ebenso wie für die spätere Gehaltsverhandlung.
Ermutigt ihr eure Kinder also Tag für Tag, von ihren Erlebnissen zu erzählen, erlernen sie so vielleicht die wichtigste Fähigkeit für ihre berufliche Zukunft.
#2 Langfristige Beziehungen aufbauen
Algorithmen scheitern an menschlicher Bindung. In einer digitalen Welt verschafft die Kompetenz, echte zwischenmenschliche Beziehungen zu knüpfen, einen massiven Vorteil. Denn wir arbeiten am liebsten mit Leuten zusammen, denen wir vertrauen und zu denen wir eine starke Bindung aufbauen. Zu dieser „Beziehungskompetenz“ gehören aktives Zuhören, das Aushalten von Konflikten und auch eine hohe Frustrationstoleranz.
Helft euren Kindern, Rückschläge oder ein „Nein“ nicht als Niederlage zu werten. So werden sie resilienter im Umgang mit anderen und auf ihrem Weg zum Ziel.
#3 Interesse an Naturwissenschaften
Die Welt verstehen zu wollen, bildet eine wertvolle Basis für das Technologiezeitalter. Galloway meint damit nicht das bloße Auswendiglernen von naturwissenschaftlichen Formeln. Vielmehr verlangt der Arbeitsmarkt der Zukunft laut dem Unternehmer nach Menschen, die Phänomene hinterfragen und Zusammenhänge großflächig begreifen.
Fördert diese Neugier im Alltag. Experimentiert beim Spielen, lest gemeinsam ein Buch über das Wetter oder ergründet die Funktionsweise technischer Geräte im Haushalt.
Alltag schlägt teure Spezialkurse
Für diese drei entscheidenden Kompetenzen benötigen eure Kinder weder teure Zusatzkurse noch schulischen Leistungsdruck. Die entscheidenden Stärken wie Neugier, Empathie und Ausdruckskraft wachsen am besten direkt in eurem Alltag. Unterstützt euren Nachwuchs bei gemeinsamen Aktivitäten und bleibt mit ihnen im kommunikativen Austausch. Genau an diesen menschlichen Punkten setzt ihr an, um sie optimal auf eine von KI geprägte Zukunft vorzubereiten.
Und neben den menschlichen Fähigkeiten entscheidet natürlich auch der gekonnte Umgang mit der Technologie selbst über den künftigen Erfolg. Die Autorin Viola Patricia Herrmann zeigt euch, wie euer Kind den sicheren Einsatz der neuen Werkzeuge lernt. Ihr Buch „Mein Kind kann KI: 7 Schritte, um Kinder und Jugendliche souverän im Umgang mit KI-Tools, Digitalisierung & Co. zu begleiten“ (bei Thalia ansehen) liefert konkrete Hilfestellungen für euren Familienalltag.