(Bildquelle: IMAGO / Guido Schiefer / Bildbearbeitung GIGA)
Stellt euch vor, ihr werft versehentlich hunderte Millionen in den Müll oder bezahlt für zwei Pizzen eine Summe, für die man heute ganze Inseln kaufen könnte. Im Netz gibt es allerlei freudige sowie herzzerreißende Geschichten, die allesamt mit Bitcoin zu tun haben – doch diese 9 sind besonders krass.
Bitcoin ist die wohl bekannteste Kryptowährung und wahrscheinlich ein absoluter Glücksgriff für jeden „Early Adopter“, der Geduld bewies und seine Bitcoins erst vor Kurzem verkaufte.
Innerhalb weniger Jahre schnellte der Wert von Bitcoin von einem Bruchteil eines Cents auf über 100.000 Euro in der Spitze. Inzwischen geht der Trend geht wieder etwas nach unten.
Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass der Aufstieg der Kryptowährung die eine oder andere abgefahrene Geschichte hervorgebracht hat. Die interessantesten wollen wir euch nun erzählen.
Der größte Bitcoin-Raub aller Zeiten(Bildquelle: Getty Images / BrianAJackson)
Mt. Gox war zu seiner Zeit der wohl größte Handelsplatz für Bitcoins. Obwohl zur damaligen Zeit ein Bitcoin gerade einmal einen Wert von 0,50 US-Dollar besaß, lockte die schiere Menge an gehandelten Bitcoins auch einige schwarze Schafe an.
Ein Hacker schaffte es eines Tages tatsächlich, 850.000 Bitcoin von der Plattform zu stehlen. Damals waren die Bitcoin insgesamt rund 400.000 US-Dollar wert, heute (Stand: 16.04.2026) haben sie einen unfassbaren Wert von umgerechnet 53.614.917.781 Euro.
Das Unternehmen erholte sich nie von diesem Vorfall und musste kurze Zeit später Konkurs anmelden.
Falls ihr euch ein Krypto-Portfolio aufbauen und etliche unterschiedliche Währungen kaufen und verkaufen wollt, lohnt sich für euch vielleicht ein Blick auf die Krypto-Plattform Kraken.
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7.500 Bitcoins einfach weg(Bildquelle: IMAGO / Panthermedia)
James Howells entschied sich bereits im Jahr 2009 dazu, Bitcoin zu minen. Zum damaligen Zeitpunkt konnte man selbst mit geringem Rechenaufwand mehrere Bitcoin an einem Tag schürfen. Da die Währung jedoch zum damaligen Zeitpunkt fast nichts wert war, vergaß er sie kurze Zeit später wieder.
Ein paar Jahre später, als er seinen Schreibtisch aufräumte, stieß er wieder auf die Festplatte, auf der die 7.500 Bitcoin gespeichert waren. Leider konnte er sich nicht mehr daran erinnern, dass genau auf dieser Platte die Kryptowährung gespeichert war, und warf sie kurzerhand weg.
Als er seinen Fauxpas realisierte, war es leider schon zu spät.
15-Jähriger investiert in Bitcoin und macht riesigen Profit(Bildquelle: Getty Images / p_ponomareva)
Erik Finman erhielt im Jahr 2012 0,2 Bitcoin von seinem Bruder, damit er „ein Gefühl dafür bekommt, wie es ist, Bitcoin zu besitzen“. Einige Zeit später erhielt er stolze 1.000 US-Dollar als Ostergeschenk von seiner Großmutter, die er kurzerhand in Bitcoin investierte. Anderthalb Jahre später verkaufte er alle seine gesammelten Bitcoin für rund 100.000 US-Dollar.
Mit dem Geld stampfte der junge Mann Botangle.com aus dem Boden, einen Online-Unterricht-Service. Dieser wurde kurze Zeit später übrigens von einem anderen Bitcoin-Millionär aufgekauft.
Die teuerste Pizza der Welt
Im Mai 2010 war Bitcoin noch weitestgehend unbekannt und lediglich einen Bruchteil eines Cents wert. Doch eine Währung ist nur dann eine Währung, wenn man sich auch etwas davon kaufen kann! Das dachte sich wohl auch Laszlo Hanyecz und versprach einem Typen aus Großbritannien 10.000 Bitcoin, wenn er ihm eine Pizza bestellen würde.
Deal! Der Brite stimmte zu und schickte nicht nur eine, sondern gleich zwei Pizzen zu Laszlo nach Hause, wie das hochgeladene Bild beweist.
Heutzutage (Stand: 16.04.2026) wären diese 10.000 Bitcoin rund 631 Millionen Euro wert.
El Salvador – das gescheiterte Bitcoin-Experiment(Bildquelle: IMAGO / HMB-Media / Bildbearbeitung GIGA)
2021 schrieb El Salvador Geschichte: Als erstes Land der Welt führte es Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel ein. Neben dem US-Dollar mussten plötzlich alle Unternehmen Bitcoin akzeptieren. Die Idee: mehr finanzielle Teilhabe, günstigere Überweisungen aus dem Ausland und ein Innovationsschub für die Wirtschaft.
In der Praxis lief es anders. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung nutzte Bitcoin überhaupt, viele Unternehmen akzeptierten es nur widerwillig. Die starke Kursschwankung machte den Alltagseinsatz unattraktiv, und auch technische Probleme spielten eine Rolle.
Nach knapp vier Jahren zog die Regierung die Reißleine: 2025 wurde Bitcoin wieder als offizielles Zahlungsmittel abgeschafft.
Vergessen und wiedergefunden(Bildquelle: Getty Images / Ridofranz)
Manchmal kann es ganz praktisch sein, wenn man seine Bitcoin vergisst. Der Norweger Kristoffer Koch kaufte aus einer Laune heraus im Jahr 2009 5.000 Bitcoin für den heute lächerlichen Preis von 27 US-Dollar.
Im Oktober 2013 erinnerte er sich wieder an seinen Kauf. Für den Preis von 1.000 Bitcoin kaufte er sich kurzerhand ein Apartment in einer wohlhabenden Gegend in Oslo.
Chinesischer USB-Stick lässt Vermögen in Rauch aufgehen(Bildquelle: Sandisk / Bearbeitung: GIGA)
Alex hätte ein Millionär sein können. Im Jahr 2009 entschloss er sich dazu, aus Spaß Bitcoin zu minen. „Niemand in der Technologie-Branche hätte damals gedacht, dass Bitcoin so groß werden würde.“
Zur damaligen Zeit konnte man mit einer einzigen Grafikkarte problemlos ein paar Bitcoins pro Tag minen. Nach und nach füllte sich seine Festplatte mit immer mehr Speicher. Also entschied er sich kurzerhand, die Daten zu löschen und stattdessen ein kleines, verschlüsseltes Wallet-File auf seinem USB-Stick zu speichern.
Im Jahr 2013 erinnerte er sich dann wieder an den USB-Stick und das Vermögen, das er beinhaltete. „Ich steckte den USB-Stick wieder rein und versuchte, auf die Datei zuzugreifen, aber der Stick rauchte ab. Es war einer dieser Billigdinger aus China.“
Mit dem USB-Stick ging somit auch sein Bitcoin-Reichtum in Rauch auf.
Volltrunken zum Vermögen(Bildquelle: Getty Images – Ridofranz)
Im Jahr 2009 genehmigte sich ein Mann aus Großbritannien ein paar Gläschen zu viel und entschied sich in seinem Rausch dazu, 20 britische Pfund in Bitcoin zu investieren. Obwohl man die meisten seiner Aktionen unter zu großem Alkoholeinfluss bereut, dürfte das hier wohl nicht der Fall gewesen sein.
Sechs Jahre später erinnerte er sich an seinen Einkauf und verkaufte seine Bitcoin für insgesamt 500.000 britische Pfund.
50 Cent vergisst seine Bitcoins und macht damit ein Vermögen(Bildquelle: IMAGO/Kyle Mazza)
Im Jahr 2014 veröffentlichte der Rapper 50 Cent sein Album „Animal Ambition“. Die Musik-CD verkaufte sich leider sehr schleppend, sodass lediglich 205.000 Datenträger abgesetzt werden konnten – ein finanzielles Desaster! Oder doch nicht?
50 Cent bot seinen Fans damals auch die Möglichkeit, das Album mit Bitcoin zu kaufen. Auf diese Weise kamen rund 700 Bitcoin zusammen, die damals etwa einem Wert von rund 400.000 US-Dollar entsprachen.
Anstatt die Bitcoin wieder zu Geld zu machen, vergaß der Rapper sie aber einfach und ließ sie stattdessen ein paar Jahre unangetastet liegen. Gut für ihn. Denn seit dem Release des Albums ist der Kurs eines Bitcoin um mehr als 13.100 % gestiegen und hat so dafür gesorgt, dass 50 Cent über 50 Millionen US-Dollar mehr sein Eigen nennen darf – vorausgesetzt, er hält die Bitcoin bis heute.