(Bildquelle: GIGA)
Isinwheel bietet mit dem GT2 einen richtig mächtigen E-Scooter an, den ich in den letzten Wochen in meinem Alltag intensiv ausprobieren konnte.
Eigenschaften
Der Isinwheel GT2 ist ein Offroad-E-Scooter, der über eine Straßenzulassung (ABE) für Deutschland verfügt. Sein Motor erreicht eine Spitzenleistung von 1.200 Watt, was eine starke Beschleunigung ermöglicht, während die Höchstgeschwindigkeit auf die gesetzlich vorgeschriebenen 20 km/h begrenzt ist. Mit seinem 48-Volt-System und einer Kapazität von 15 Amperestunden erzielt der Scooter eine laut Hersteller maximale Reichweite von bis zu 80 Kilometern. Die Ladezeit für einen vollständig leeren Akku beträgt rund sieben bis acht Stunden.
Für den Einsatz im Gelände ist das Modell mit 11-Zoll-Geländeluftreifen und einer doppelten Schwingarm-Federung ausgestattet, die sowohl am Vorder- als auch am Hinterrad verbaut ist. Diese Bauweise sorgt für eine verbesserte Dämpfung auf unebenen Wegen. Der Scooter ist zudem nach dem IP65-Standard gegen Wasser geschützt, was ihn für Fahrten bei unterschiedlichen Wetterbedingungen widerstandsfähig macht.
Zur Sicherheitsausstattung zählen ein duales Bremssystem, bestehend aus Scheibenbremsen und einer zusätzlichen elektronischen Bremse, sowie integrierte Blinker. Der GT2 ist für eine hohe maximale Zuladung von 150 Kilogramm ausgelegt und hat ein Eigengewicht von 24,7 Kilogramm. Wie für Fahrzeuge mit ABE üblich, ist für den legalen Betrieb eine Haftpflichtversicherung mit entsprechender Plakette erforderlich.
Das alles bekommt ihr für knapp über 600 Euro. Mit dem Code GT250 spart ihr 50 Euro auf den Kaufpreis beim Hersteller (bei Isinwheel anschauen). Dort bekommt ihr euch eine Tasche dazu. Andere Händler wie Otto verlangen deutlich mehr.
E-Scooter von iSinwheel mit Straßenzulassung bei Otto ansehen
Meine ErfahrungenDer E-Scooter ist richtig schwer. (Bildquelle: GIGA)
Schon beim Auspacken habe ich gemerkt, dass der Isinwheel GT2 ein echtes Schwergewicht ist. Richtig gut fand ich, dass der E-Scooter im Grunde komplett fertig zusammengebaut war. Ich musste nur noch das Licht vorn anschrauben und konnte losfahren.
Die Steuerung am E-Scooter. (Bildquelle: GIGA)
Im Vergleich zu vielen anderen E-Scootern lassen sich die Griffe abschrauben, sodass der Isinwheel GT2 gut im Kofferraum verstaut werden kann. Das sieht man mittlerweile kaum noch, weil oft durchgängige Lenker benutzt werden.
Richtig gut gefällt mir das Cockpit, das alle wichtigen Informationen anzeigt. Ihr seht die Spannung der Batterie, die Geschwindigkeit, wenn ein Blinker an ist und so weiter. Schade ist, dass die Reichweitenanzeige etwas ungenau ist. Da hier nur die Spannung angezeigt wird, sinkt diese bei Belastung recht schnell, erholt sich dann aber wieder. Bei winterlichen Verhältnissen bin ich etwa 40 km gekommen und habe dann aufgeladen.
Das LED-Licht sitzt nicht ganz mittig. (Bildquelle: GIGA)
Schade finde ich, dass es kein Bremslicht gibt. Im Display wird zwar angezeigt, wenn eine der zwei Bremsen gezogen wird, doch das Licht hinten leuchtet nur permanent. Bei meinem Testgerät ist die Bohrung für das vordere Licht nicht ganz gerade, sodass die Ausleuchtung nicht perfekt mittig ist. Im Alltag hat das aber kaum gestört, weil die LED-Lampe sehr hell ist und den Weg gut ausgeleuchtet hat.
Der E-Scooter ist sehr robust. (Bildquelle: GIGA)
Die Federung macht einen soliden Eindruck und hat den Fahrkomfort auf unseren schlechten Straßen gesteigert. Ich persönlich bin kein Fan des groben Profils. Offroad würde ich den E-Scooter ohnehin nicht benutzen, da er keinen Allradantrieb besitzt. Mit einem Straßenprofil wäre das Abrollgeräusch niedriger und die Reichweite vermutlich höher. Der Wetterschutz ist super. Ich habe ihn auch bei Regen gefahren und bekam keinen Schmutz von den Reifen ab.
Der E-Scooter verfügt über eine App-Anbindung. (Bildquelle: Isinwheel)
Gut gefallen haben mir die Sicherheitsmechanismen. Ihr bekommt zwei NFC-Karten dazu und könnt den E-Scooter sowohl per PIN und NFC-Karte als auch per App freischalten. In der App werden dann auch eine Reichweite in Kilometern sowie der Standort angezeigt. Letzteres stammt aber vom Handy, nicht vom E-Scooter. Ein GPS-Modul ist nämlich nicht verbaut.
FazitDer Isinwheel GT2 hat einen guten Eindruck hinterlassen. (Bildquelle: GIGA)
Insgesamt bin ich mit dem Isinwheel GT2 sehr zufrieden gewesen. Ihr bekommt einen robusten E-Scooter für den Alltag, der sich auf der Straße und auf Schotterwegen gut schlägt. Ihr habt eine gute Federung, solide Bremsen, eine gute Reichweite und wichtige Funktionen wie Blinker und eine App an Bord.
Zudem lässt sich die Höhe des Lenkers einstellen, sodass ihr ihn für euch anpassen könnt. Mich hat nur das hohe Gewicht gestört. Doch das ist bei einem solchen E-Scooter von vornherein klar.