Keine Garantie für Erfolg: Diese zwölf Produkte und Ideen von Apple sind krachend gescheitert. (Bildquelle: IMAGO / Cover-Images / Xinhua / Bildbearbeitung GIGA)
Produkte wie der Macintosh, das iPad oder das iPhone haben Apple zu einem der größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt gemacht. Trotz großer Erfolge hat auch Apple einige Fehltritte und Produktflops auf den Markt gebracht – die schlimmsten Fehltritte zeigen wir euch hier.
Im Jahr 2024 erzielte Apple einen Nettogewinn von unglaublichen 94 Milliarden Euro. Trotz dieser enormen Summe war das ein Rückgang von rund 3 bis 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den einen großen Produktflop gab es nicht, auch wenn einige die Apple Vision Pro als solchen bezeichnen würden.
Die folgenden 12 Produkte waren so schlecht, dass man fast vergessen könnte, dass Apple sie entwickelt und auf den Markt gebracht hat.
Apple Lisa (1983)(Bildquelle: YouTube / Action Retro)
Der Apple Lisa erschien zum ersten Mal im Jahr 1983. Unternehmen auf der Suche nach einem modernen Arbeitsplatzrechner waren das Ziel des Apple Lisa. Es handelt sich um einen der ersten kommerziellen Personal-Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche, Maussteuerung, wie wir sie heute kennen, und vorinstallierter Office-Software.
Verbaut im Apple Lisa war ein Motorola-68000-Prozessor, 1 MB RAM und zwei 5,25-Zoll-Floppylaufwerke. Zum Ladenhüter wurde das Gerät aufgrund seines hohen Preises von rund 10.000 US-Dollar (heutzutage etwa 25.000 US-Dollar) und seiner geringen Arbeitsgeschwindigkeit.
1985 stoppte Apple die Produktion. Scheinbar wurden unverkäufliche Exemplare auf einer Müllkippe im US-Bundesstaat Utah vergraben.
Apple Newton (1993 bis 1998)(Bildquelle: YouTube / This Does Not Compute)
Vor dem iPhone oder iPad gab es das Apple Newton Message Pad – ein Vorreiter des mobilen Organizers. Der PDA bot einen Touchscreen, wurde mit einem Eingabestift ausgeliefert und ermöglichte eine Handschrifterkennung.
Gedacht war der Apple Newton hauptsächlich für Manager und Vielreisende, die Termine, Kontakte oder Notizen digital zur Hand haben wollten. Auch hier schreckte der hohe Preis von ca. 700 bis 1.000 US-Dollar viele Kunden ab.
Trotz technischer Verbesserungen blieben die Handschrifterkennung unzuverlässig und die Hardware klobig. 1998 stampfte Apple das Produkt ein.
Macintosh TV (1993)(Bildquelle: YouTube / Action Retro)
Der Macintosh TV war eine Kombination aus Computer und TV, dessen Betrieb umgeschaltet werden konnte. Der Mac LC 520 wurde mit einem integrierten 14-Zoll-Farbfernseher ausgestattet.
Die Stückzahlen beliefen sich auf rund 10.000 verkaufte Geräte, was vorrangig auf eine sehr geringe Rechenleistung zurückzuführen war. Mit nur 8 MB RAM und einem schwachen Prozessor war der Macintosh TV kaum als Computer zu gebrauchen. Außerdem konnten Nutzer nur zwischen dem Computer- und dem TV-Betrieb umschalten. Beides gleichzeitig zu nutzen, war nicht möglich.
Heutzutage ist der Macintosh TV eher ein Sammlerstück, weil er aufgrund niedriger Verkaufszahlen recht selten ist.
Macintosh Portable (1989 bis 1991)(Bildquelle: YouTube / Hugh Jeffreys)
Für das mobile Arbeiten brachte Apple 1989 den Macintosh Portable auf den Markt. Der erste batteriebetriebene Mac glänzte mit scharfem LCD-Display, einem 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk und einem leistungsstarken Prozessor.
Bei einem Gewicht von fast sieben Kilogramm dürfte schnell klar sein, warum sich dieses mobile Apple-Produkt schnell als Flop herausstellte. Zudem war der Startpreis mit etwa 6.500 US-Dollar ebenfalls sehr hoch.
Power Mac G4 Cube (2000 bis 2001)(Bildquelle: YouTube / Miracupix)
Zu seiner Zeit galt der G4 Cube als Design-Meisterwerk: High-End-Hardware auf engstem Raum in einem transparenten Acrylglaswürfel verbaut. Das Gerät lief geräuschlos ohne Lüfter, konnte aber nie erweitert werden.
Bei einem hohen Preis von 1.800 US-Dollar bemängelten viele Kunden feine Risse im Gehäuse, die schon nach kurzer Zeit auftraten. Nach nur einem Jahr stellte Apple das Produkt zum Jahrtausendwechsel wieder ein. Trotz revolutionärem Design blieb der Absatz aus.
Twentieth Anniversary Macintosh (1997)(Bildquelle: YouTube / iiiDIY)
Zum 20. Firmenjubiläum von Apple sollte mit dem Twentieth Anniversary Macintosh das All-in-One-Produkt auf dem Markt landen. Dieser Mac mit damals seltenem Flachbildschirm, hochwertigen Bose-Lautsprechern sowie einem Radio- und TV-Tuner wurde zu einem Startpreis von rund 7.500 US-Dollar angeboten.
Vielen Kunden war der Macintosh in der 20th Anniversary Edition deutlich zu teuer. Auch eine Preissenkung konnte das Produkt nicht retten.
Apple Pippin (1996 bis 1997)(Bildquelle: YouTube / Heaven for sale)
Eine Konsole von Apple? Mit der Pippin wagte Apple in den 90er-Jahren den Versuch einer Multimedia-Spielekonsole, die gleichzeitig als Computer dienen sollte.
Ein abgespecktes Mac OS, ein CD-ROM-Laufwerk, ein 66-MHz-Prozessor sowie ein Modem für Internetzugang konnten nur wenige Käufer überzeugen. Es gab sogar eine Kooperation mit Bandai, um die Apple Pippin zu einer offenen Plattform für Spiele und Lern- sowie Multimedia-Anwendungen zu machen.
Im Vergleich zur Sony Playstation war das Gerät von Apple mit rund 600 US-Dollar etwas teuer. Außerdem fehlten starke Spieletitel im Line-up.
eWorld (1994 bis 1996)(Bildquelle: YouTube / Mr^Burns)
eWorld war Apples Antwort auf Online-Dienste von AOL. E-Mail, Chatrooms, News, Software-Downloads und das alles in einer comic-artigen Stadt-Oberfläche, die als Navigation dienen sollte.
eWorld war exklusiv für Mac-User und mit der Veröffentlichung im Jahr 1994 nur in den USA verfügbar. Der Vorstoß in die Online-Welten war aufgrund hoher Gebühren und geringer Nutzerbasis zum Scheitern verurteilt und wurde nach nur zwei Jahren eingestellt.
iPod Hi-Fi (2006 bis 2007)(Bildquelle: YouTube / Logitech MX)
Der iPod Hi-Fi war nicht etwa eine neue Version des beliebten iPod, sondern ein Lautsprecher mit integriertem Dock für ebendiese Geräte. Positioniert als Ersatz für klassische Stereoanlagen, konnte der iPod Hi-Fi mit Strom oder Batterien verwendet werden.
Bereits nach einem Jahr verschwand das Produkt aus dem Portfolio von Apple. Grund dafür war – wie so häufig – der hohe Preis von rund 340 US-Dollar. Zudem konnte der Lautsprecher nur mit iPods verwendet werden und nicht mit anderen Audio-Geräten.
Hockey Puck Mouse (1998 bis 2000)(Bildquelle: YouTube / Nightly Techie)
Die runde Hockey Puck Mouse von Apple wurde mit dem farbigen iMac G3 im Jahre 1998 ausgeliefert. Für viele Nutzer war die Maus jedoch zu klein und unergonomisch.
Die Hockey Puck Mouse drehte sich leicht in der Hand, sodass nicht ersichtlich war, in welche Richtung die Tasten zeigten. Viele Käufer des iMac tauschten sie gegen herkömmliche Computermäuse um.
Apple Butterfly Keyboard (2015 bis 2020)(Bildquelle: YouTube / iSheep Pro)
Im Jahr 2015 rüstete Apple seine MacBooks mit dem sogenannten Butterfly Keyboard aus. Diese besonders flache Tastaturmechanik sollte präzises und schnelles Tippen ermöglichen.
Die Butterfly-Keyboards waren allerdings sehr anfällig für Staub und Schmutz, was häufig zu klemmenden oder ausfallenden Tasten führte. Apple lieferte mehrere Überarbeitungen, konnte das Kernproblem der Tastaturen aber nie beheben. Etwa fünf Jahre später kehrte der US-Konzern zur herkömmlichen Scherenmechanik zurück.
AirPower (2017 bis 2019)(Bildquelle: Apple)
Die Apple AirPower wurde 2017 angekündigt und zwei Jahre später eingestellt. Erschienen ist die kabellose Ladematte nie, die bis zu drei Apple-Geräte gleichzeitig aufladen sollte.
Überlappende Ladespulen sollten eine beliebige Platzierung der Geräte auf der Matte ermöglichen – anders als bei herkömmlichen Qi-Ladegeräten. Außerdem sollte AirPower eine Softwareintegration bieten, die auf dem iPhone spezielle Ladebildschirme zeigen sollte.
Das dichte Spurenlayout führte jedoch zu Hitzeproblemen, weshalb die Matte bei Tests zu heiß wurde. Dieses Problem bekam Apple nie in den Griff, weshalb das Projekt 2019 endgültig eingestellt wurde.