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In dieser Folge von „Sinnerfüllt - Humanistische Lebensgeschichten“ berichtet die Philosophin und Journalistin Cinzia Sciuto von ihrer Jugend auf Sizilien und teilt ihre Außenperspektive auf das manchmal erschreckend unsäkulare Deutschland. Dabei macht sie eine antidogmatische Grundhaltung stark, die ihr bereits im Elternhaus vorgelebt wurde und die bis heute ihre wichtigste Leitlinie darstellt, um die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens zu meistern.
In Cinzias sizilianischem Heimatdorf war es nicht nur selbstverständlich, katholisch zu sein, sondern auch der Einfluss der Mafia gehörte als offenes Geheimnis zumm Alltag dazu. Rückblickend beschreibt sie diese mafiösen Machtstrukturen als eine Art von Religion, die ebenfalls Rituale, Hierarchien und Dogmen aufbaut und eine ähnliche Atmosphäre erzeugt wie religiöser Fundamentalismus. Daher kritisiert sie sowohl die Kirche als auch die Mafia für die Setzung von missbräuchlichen Regeln und selbsternannten Autoritäten auf das Schärfste. Dabei macht sie deutlich, dass wir alle ständig und überall gegen Gruppendynamiken ankämpfen müssen, die uns in ungerechte Machtstrukturen hineinziehen wollen. Das fängt schon auf dem Schulhof an und zieht sich durch alle Bereiche des Lebens, weshalb gerade auch religiöse Organisationen als per se dogmatische Instanzen klar von staatlichen Institutionen getrennt und gesellschaftlich in ihre Schranken gewiesen werden müssen.
By Susanne BellIn dieser Folge von „Sinnerfüllt - Humanistische Lebensgeschichten“ berichtet die Philosophin und Journalistin Cinzia Sciuto von ihrer Jugend auf Sizilien und teilt ihre Außenperspektive auf das manchmal erschreckend unsäkulare Deutschland. Dabei macht sie eine antidogmatische Grundhaltung stark, die ihr bereits im Elternhaus vorgelebt wurde und die bis heute ihre wichtigste Leitlinie darstellt, um die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens zu meistern.
In Cinzias sizilianischem Heimatdorf war es nicht nur selbstverständlich, katholisch zu sein, sondern auch der Einfluss der Mafia gehörte als offenes Geheimnis zumm Alltag dazu. Rückblickend beschreibt sie diese mafiösen Machtstrukturen als eine Art von Religion, die ebenfalls Rituale, Hierarchien und Dogmen aufbaut und eine ähnliche Atmosphäre erzeugt wie religiöser Fundamentalismus. Daher kritisiert sie sowohl die Kirche als auch die Mafia für die Setzung von missbräuchlichen Regeln und selbsternannten Autoritäten auf das Schärfste. Dabei macht sie deutlich, dass wir alle ständig und überall gegen Gruppendynamiken ankämpfen müssen, die uns in ungerechte Machtstrukturen hineinziehen wollen. Das fängt schon auf dem Schulhof an und zieht sich durch alle Bereiche des Lebens, weshalb gerade auch religiöse Organisationen als per se dogmatische Instanzen klar von staatlichen Institutionen getrennt und gesellschaftlich in ihre Schranken gewiesen werden müssen.