Prof. Dr. Winfried Schulze zeigt in diesem Vortrag, wie in der vormodernen Gesellschaft einzelne Bereiche auszumachen sind, die man als mögliche Potentiale von Gleichheit bezeichnen könnte. Dabei sollen sowohl intellektuelle Konzepte (Naturzustand, Naturrecht, Individuum, Bekenntnisfreiheit) als auch soziale Konflikte ein Rolle spielen, erst in ihrem Zusammenhang scheint sich eine sinnvolle Rekonstruktion der Geschichte der Gleichheit zu ergeben. Die Französische Revolution schließt dann mit der Menschenrechtserklärung diese Entwicklung ab und liefert die Grundlagen für die modernen Verfassungsentwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert, die üblicherweise in der Geschichte der Gleichheit beachtet werden.