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Google klaut Nutzern Speicherplatz und sieht kein Problem darin


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(Bildquelle: IMAGO / NurPhoto / Bearbeitung: GIGA)

Ein Feature von Google Chrome kostet heimlich Speicherplatz.

Nutzern von Google Chrome ist aufgefallen, dass der Browser plötzlich 4 GB Speicherplatz mehr belegt. Der Grund dafür sind KI-Funktionen, die auf dem Gerät selbst ausgeführt werden. Der Download der zusätzlichen Gigabyte geschieht ohne ausdrückliche Warnung oder Zustimmung der Nutzer.

Chrome klaut Speicher: Jetzt reagiert Google

Die Datei mit dem Namen „weights.bin“ gehört zum KI-Modell Gemini Nano von Google. Dieses Modell ermöglicht Funktionen wie eine Betrugserkennung, Schreibhilfen oder Zusammenfassungen von Webpages. Der Vorteil der lokalen Verarbeitung ist ein besserer Datenschutz, da die gesammelten Daten das Gerät nicht verlassen müssen. Der Nachteil ist jedoch der erhöhte Bedarf an Speicherplatz.

Laut The Verge werden die 4 GB automatisch im Hintergrund heruntergeladen, wenn bestimmte Gemini-KI-Features in Chrome aktiviert werden. Sie können auch nicht einfach gelöscht werden, weil Chrome die Datei dann einfach neu herunterlädt (Quelle: The Verge)

Auf X hat sich die Google-Managerin Parisa Tabriz inzwischen zu dem Fall geäußert. Sie betont, dass On-Device-KI zentral für die Sicherheitsstrategie von Chrome sei. Immerhin würde der Browser den Platz auch wieder automatisch freigeben, wenn Speicher knapp wird. In ihren Posts geht sie allerdings überhaupt nicht auf die grundlegende Beschwerde ein, dass Chrome die Nutzer nicht um Erlaubnis fragt, eine so große Datei zu installieren.

We’ve seen some questions about Gemini Nano on @googlechrome, so I want to clarify a few things.

On-device AI is core to our developer & security strategy. 🧵

— Parisa Tabriz (@laparisa) May 6, 2026
Was Chrome-Nutzer in Deutschland wissen müssen

In Deutschland ist die in Chrome integrierte Version von Gemini noch nicht verfügbar (Quelle: Google). Folglich dürftet ihr aktuell noch vor dem Überraschungs-Download sicher sein, aber es kann nicht schaden, trotzdem nachzuschauen. Die Datei befindet sich in den Dateien für das Chrome-Nutzerprofil unter „OptGuideOnDeviceModel“.

In den Einstellungen des Chrome-Browsers gibt es außerdem unter dem Menüpunkt „System“ bereits die Option „One-Device-KI“.

So sehen die Einstellungen in Chrome aus. (Bildquelle: Screenshot: GIGA)

Wenn ihr den Schalter dort umlegt, müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass der Browser irgendwann selbstständig aktiv wird. Allerdings werden dann auch die KI-Features nicht funktionieren.

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