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Google muss Vorteil aufgeben: Was ändert sich dann für Android-Nutzer?


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(Bildquelle: IMAGO / imagebroker / Bearbeitung GIGA)

Jetzt spricht Google.

Update vom 2. Februar: Google hat gegenüber Android Authority ein Statement zum Verfahren der Europäischen Kommission abgegeben. Wenig überraschend ist das Unternehmen nicht begeistert davon, seine Daten teilen zu müssen und verweist auf mögliche Nachteile für Kunden:

Zitat:
Android ist von Grund auf offen und wir lizenzieren bereits Suchdaten an Wettbewerber im Rahmen des DMA (Digital Markets Act). Wir befürchten jedoch, dass weitere Vorschriften, die oft eher auf Beschwerden von Wettbewerbern als auf den Interessen der Verbraucher beruhen, die Privatsphäre von Nutzern, Sicherheit und Innovation beeinträchtigen könnten.
Clare Kelly (Google’s Senior Competition Counsel

Die EU möchte mit dem Schritt dagegen mehr Konkurrenz auf dem Markt der Android-KI-Assistenten sowie Suchmaschinen schaffen.

Originalmeldung vom 28. Januar:

Die Europäische Kommission hat ein offizielles Verfahren gegen Google eingeleitet, das die Spielregeln für Künstliche Intelligenz auf Android-Smartphones neu definieren könnte. Kern der Forderung ist, dass Google externen KI-Assistenten den gleichen Zugriff auf das Betriebssystem gewährt, den die eigene KI Gemini genießt.

Android: Mehr Möglichkeiten für KI-Assistenten

Diese Maßnahme soll für einen faireren Wettbewerb im schnell wachsenden KI-Markt sorgen. Bisher genießt Gemini einen Heimvorteil, der es der KI erlaubt, nahtloser mit Systemfunktionen, Apps und Daten zu interagieren als die Konkurrenz.

Die EU will diesen exklusiven Vorteil beenden, um auch anderen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, innovative und konkurrenzfähige KI-Dienste für Android-Nutzer zu entwickeln.

Google-Suche soll transparenter werden

Die Ankündigung der Kommission geht noch über den reinen KI-Zugriff hinaus. Google wird zudem verpflichtet, anonymisierte Daten aus seiner Suchmaschine mit konkurrierenden Anbietern zu teilen.

Dazu gehören Informationen über das Ranking von Suchergebnissen, Suchanfragen, Klicks und die Verweildauer der Nutzer auf den Seiten. Diese Daten sollen es alternativen Suchmaschinen ermöglichen, ihre eigenen Dienste zu verbessern und zu einer ernsthaften Alternative zu Google zu werden.

Die EU-Kommission will Google jetzt innerhalb der nächsten drei Monate erste Maßnahmen vorlegen, mit denen die neuen Forderungen umgesetzt werden sollen. Bereits innerhalb von sechs Monaten soll das Verfahren dann schon abgeschlossen sein. Sollte das Unternehmen die Forderungen nicht zur Zufriedenheit der Kommission erfüllen, drohen im schlimmsten Fall Geldstrafen (Quelle: EU-Kommission).

Die Europäische Union bemüht sich mit dieser Maßnahme, die Marktmacht von Google im Zaum zu halten. Für Nutzer sind das gute Nachrichten. Mehr Vielfalt und Konkurrenz auf dem Markt der KI-Assistenten beleben das Geschäft.

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