Schubert passt in keine Epochenschublade, sein Blick richtet sich von Anfang an mehr nach innen als nach außen. Anders als Mozart oder Beethoven ist er kein „öffentlicher“ Komponist, die Anerkennung eines breiteren Publikums bleibt ihm lange versagt. Mit seiner Musik aber schaut plötzlich auch die bürgerliche Gesellschaft nach innen und entdeckt dort – ihr Ich. Das könnte man romantisch-biedermeierlich nennen oder besser vielleicht: modern.