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Matthäus 4, 1-11
„In schweren Zeiten"
Gott hat dich in all den Jahren festgehalten
und begleitet,
als du dich sorglos und sicher fühltest;
warum sollte er dich ausgerechnet jetzt verlassen,
wenn du ihn am nötigsten brauchst?“
Hans-Joachim Eckstein
Wenn wir grübeln, uns Sorgen machen und bekümmert sind, hilft uns das gewiss selten weiter. Wenn wir vor Sorgen und Unruhe nicht schlafen können, sind wir am nächsten Tag gewiss nicht wacher und fähiger, die Probleme sachlich zu lösen. Predigt zu Matthäus 6,25-34
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Unsere »erste Liebe« sollten wir als letztes verlieren wollen,
und erwachsen im Glauben werden wir,
wenn wir nichts anderes mehr sein mögen
als Gottes Kinder.
Unseren leiblichen Eltern gegenüber
sollten wir im Laufe unserer Entwicklung selbständig werden;
und von anderen Menschen wollen wir grundsätzlich nicht abhängig sein.
Aber Gott ist nicht ein Mensch unter Menschen,
sondern das Leben und die Liebe selbst.
Unser himmlischer Vater ist als unser Schöpfer
bleibend die Grundlage all unseres Seins.
Wer aber wollte auf das Leben und die Liebe verzichten
und sie nicht vielmehr in vollen Zügen genießen
und sie immer mehr für sich
beanspruchen und entfalten?
So ist das Ziel unserer Glaubensentwicklung
nicht die Unabhängigkeit von Gottes Liebe
und die Erübrigung seiner Zuwendung und Gnade,
sondern die Offenheit, die Zuneigung und Empfangsbereitschaft
gegenüber dem Gott,
der nichts lieber tut, als uns zu beschenken
und für uns da zu sein.
Wir werden erwachsen, indem wir uns als
Kinder Gottes entdecken;
und wir erleben uns als unabhängig,
frei und eigenständig,
wenn wir als Geschöpfe unser Angewiesensein auf
unseren Schöpfer genießen.
Mütter und Väter im Glauben kann man daran erkennen,
dass sie Menschen gegenüber
unabhängig und selbständig sind –
aber Gott, ihrem Vater, gegenüber
ohne Vorbehalt und Eitelkeit in kindlichem Vertrauen leben.
Mt 18,3; Mk 10,15; 1. Petr 2,22
Von all den Personen, die das Evangelium von Jesus Christus namentlich erwähnt, bist du wohl eine der Unbekanntesten.
Dabei gehörst du zu dem kleinen Kreis derer, die Jesus nicht nur in Galiläa und hinauf bis Jerusalem mit ihrem Dienst be-gleiteten, sondern auch in der Stunde seiner Kreuzigung noch in seiner Nähe blieben.
Ja, als eine der Frauen, die am Ostermorgen ihren gekreuzig-ten Herrn am Grab besuchen und ihn mit wohlriechenden Ölen ehren wollten, hörtest du die Botschaft der Auferste-hung zuerst – und aus dem Munde eines himmlischen Boten.
So wurdet ihr zum Vorbild für die Frauen und Männer, die – wie ihr und nach euch – ihr Kreuz auf sich nehmen und ihrem Herrn ohne Scheu nachfolgen wollen.
Und dennoch könnten viele von ihnen deinen Namen nicht nennen und würden dich leicht mit anderen verwechseln.
Berühmt geworden und von allen Evangelien bezeugt ist vielmehr deine Glaubensschwester Maria von Magdala, deren wunderbare Befreiung durch Jesus niemand vergisst.
Berühmt geworden und berüchtigt ist auch deine unselige Namensschwester Salome, die Tochter der Herodias, die zu gelegener Stunde und auf Drängen ihrer Mutter, das Haupt Johannes des Täufers von ihrem – durch sie betörten – Stief-vater Herodes erbat.
Dein Name aber wird allein im Evangelium nach Markus aus alter Quelle überliefert, während die anderen Evangelisten diese oder jene Zeugin namentlich erwähnen – doch nicht dich.
Im Buch des Lebens freilich wird man deinen Namen einst ge-schrieben finden! Christus verwechselt und vergisst die Na-men derer nämlich nicht, die ihm in Anfechtung und Not mit ihrem Dienen und Bekennen noch die Treue halten.
Markus 15,40f.; 16,1ff.
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Ja, ja, ich weiß, eigentlich heißt es: „Adel verpflichtet!“ Das trifft sicherlich auch zu, aber hier geht es jetzt um einen ganz anderen Gedanken: Wie viel Phantasie, Energie und Zeit verwenden wir darauf, anderen und uns selbst zu beweisen, dass wir etwas Besonderes sind und Außergewöhnliches vermögen? In Ausbildung und Berufsleben, in Bekanntenkreis und in privaten Beziehungen, selbst noch in unserem sozialen und kirchlichen Engagement sind wir immer auch zugleich auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Bestätigung. Durch herausragende Leistungen, vorbildliches Verhalten und attraktives – oder zumindest auffälliges – Auftreten versuchen wir die Zuneigung und Beachtung zu gewinnen, ohne die wir nicht leben wollen.
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Wie ein Bilderbuch tragen wir unsere Kindheit ein Leben lang mit uns herum, und wir blättern immer wieder darin – ob wir es merken oder nicht. Was wir an Geborgenheit und Zuwendung erlebt haben, bestimmt uns noch Jahrzehnte später und hilft uns zu vertrauen. Die bunten Hoffnungen und Erwartungen unserer ersten Jahre haben wir bei allen späteren Entscheidungen mit im Blick, und wir lassen uns von ihnen – mehr, als wir es ahnen – beeinflussen.... #hansjoachimeckstein, #ecksteinhansjoachim, #ecksteinproduction
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